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Die Selbsthilfe fordert

Anlässlich des 40.Kolloquium in Bad Reichenhall mit dem Thema…. forderte die vorsitzende der LOT, Frau Dr. Krause-Michel:

1.)
Die Selbsthilfe fordert:
Jedem Patienten mit einer Sauerstoff-Langzeit-Therapie muss die Möglichkeit gegeben werden, an einer Lungensportgruppe teilzunehmen. Die Ausschlusskriterien bzw. Zulassungskriterien erfüllt wohl kein Sauerstoffpatient, daher haben sie auch für Sauerstoffpatienten keine Gültigkeit.
2.)
Um die rechtliche Situation zu klären sollten die Patienten vor Beginn eines Trainings eine entsprechende Erklärung abgeben, die den Arzt aus der Haftung entlässt.
3.)
Jeder Patient der eine Sauerstoff-Langzeit-Therapie benötigt, muss vorher in eine Reha bewilligt bekommen, in der die Individuelle Leistungsfähigkeit und ein auf seinen Gesundheitszustand abgestimmtes Trainingsprogramm festgelegt werden. Es ist grundsätzlich nicht erforderlich, dass ein Arzt bei dem Training dabei ist. Sinnvoll wäre aber eine aktuelle Rufbereitschaft eines Arztes. Ideal ist ein Training in einer Reha-Klinik oder in einem Krankenhaus, wo eine Arztbereitschaft gewährleistet ist.
4.)
Zur Sicherheit des Patienten wird ein Pulsoximeter für die Übungs-Gruppe gefordert.
5.)
Vor Beginn des Trainings sollte jeder Patient schriftlich mitteilen, wie sein momentaner Gesundheitszustand ist und ob er aus seinen Sicht an der Lungensportgruppe teilnehmen kann.
6.)
Sauerstoff-Patienten sollten in eigenen Gruppen üben.
7.)
Die Bezeichnung Lungensportgruppe ist für viele Patienten abschreckend, da sie Leistung vorschreibt, die sie oft nicht erfüllen können. Besser wäre Lungenübungsgruppe oder ADL-Training. Alle Teilnehmer wurden daher aufgefordert, eine treffendere Bezeichnung zu suchen. Die Web-Seite der Sauerstoff Selbsthilfegruppe eignet sich in diesem Zusammenhang als ein hervorragendes Forum für dieses besondere Problem.
8.)
Jeder LOT Patient sollte lebenslänglich an einem individuellen Kraft- und Ausdauertraining teilnehmen, denn seine Krankheit wird sich nicht verbessern. Sie kann aber lange Zeit stabil gehalten werden, wenn man selbst etwas dazu beiträgt: denn Sport ist Lebensqualität.

Der Workshop endete mit dem Bewusstsein, dass längst noch nicht alle Fragen geklärt sind und dass es wichtig ist, neue Leitlinien hinsichtlich des Lungensportes zu erstellen.

Quelle: Dr. Birgit Krause-Michel, 40. Bad Reichenhaller Kolloquium2008

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11.01.2018

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