Kopfbild mit Logo
Suche:

Urlaub in Deutschland und die Sauerstoffkosten

Urteil des Bundessozialgerichtes vom 26. Juni 1990 Az.: 3 RK 26/88

Fazit der Begründungen vom Gericht und einigen Kassen:
Zu den elementaren menschlichen Grundbedürfnissen gehört ein Jahresurlaub, der an einem anderen Ort verbracht wird als dem Wohnort (Hauptwohnsitz).
Das Gericht beschränkt diese Aussage auf einen „allgemein üblichen Urlaub". Andere Urlaubsarten, wie z.B. häufiger oder langer Aufenthalt in einer eigenen Ferienwohnung zählen nicht dazu.

Dies ist eine besondere Lebensführung, für deren Mehraufwendung die Krankenkasse nicht zuständig ist.
Laut Stellungnahme einiger Krankenkassen (Sozialkassen) können Versicherte einen „üblichen Urlaub" durchführen, wenn die geleisteten Hilfsmittel, mehr oder weniger transportabel sind. Bei einem Sauerstoffbehälter gefüllt mit Flüssigsauerstoff, handelt es sich nicht um ein problemlos zu transportierendes Hilfsmittel, dass nicht so ohne weiteres an den Urlaubsort gebracht werden kann. Da der Versicherte auf eine dauerhafte Versorgung mit O2 angewiesen ist, sind nach der von der Kasse: einmal im Jahr, für einen bis zu drei Wochen dauernden „allgemein üblichen Urlaub" die Kosten auch für das Leihgerät (Vorratsbehälter mit mobiler Einheit) am Urlaubsort zu bezahlen.

Für chronisch Kranke können nach § 18 Abs. 3 des SGB V die Kosten der erforderlichen Behandlung während eines vorübergehenden Auslandsaufenthaltes in Höhe der Innlandssätze übernommen werden.

Neue Artikel

Änderung

Website zuletzt geändert am

19.01.2018

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen
Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen.
Kontrollieren Sie dies hier.

© Deutsche Sauerstoff- und BeatmungsLiga LOT e.V. - Selbsthilfegruppen für Langzeitsauerstoff- und Beatmungstherapie