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Thema "Bitte um Hilfe!":

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Forum | Medizintechnik | Bitte um Hilfe!

herta

Beiträge: 3

Bitte um Hilfe!

14.07.2008 17:31:14

Sehr geehrte Forenmitglieder!

Ich wende mich hilfesuchend an Sie, da ich für meine (Zufalls)-Bekannte in Österreich dringend Informationen benötige.
Die 75-jährige Dame ist COPD-Patientin.
Nach Entlassung aus dem Krankenhaus vor 2 Wochen wurde eine Sauerstofflangzeittherapie begonnen, dafür bewilligt wurde das Companion Flüssigsauerstoffsystem (44Liter)und ein tragbares Gerät Companion 500.
Anzumerken ist, dass die Dame allein lebt und sehr klein und untergewichtig (knapp 40kg!!)ist. Erschwerend kommt dazu, dass sie zudem eine stark eingeschränkte Sehleistung auf beiden Augen hat.
Jetzt hat sie große Probleme mit dem mobilen 02-System zurecht zu kommen.
Es ist einfach zu schwer für sie, außerdem fehlt ihr die nötige Kraft bei der Befüllung des Behälters, ganz abgesehen davon, dass sie die Füllanzeige schlecht sieht.
Von der Versorgerfirma wurde, außer der Bereitstellung eines Nachziehwagens, keine Alternative angeboten.

Darum meine Frage:
Gibt es auf dem Markt mobile O2-Geräte von geringem Gewicht bzw. mit einfacher Handhabung, die auch von alleinlebenden betagten Personen bewältigt werden können?

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und erbitte baldige Antwort.

Herta

bibiviola

Beiträge: 3362

Re:Bitte um Hilfe!

14.07.2008 18:05:48

Hallo Herta,

es gibt kleine mobile Geräte, wie den Spirit 300 und den Helios 300.
Den Spirit 300 kann man auch seitlich befüllen, so das es evtl. etwas einfacher wäre.
Diese Geräte wiegen befüllt ca 1,5 kg.Das Problem besteht darin, das der Spirit nur über einen Dauerflow von 2l verfügt, während der Helios für höheren Dauerflow als 1 Liter nicht benutzt werden kann. Kann Ihre Bekannte das Sparsystem, sprich Demand nutzen, dann wären diese Geräte optimal.
Ich selbst habe einen Helios Marathon, der wiegt gefüllt ca 2,5 kg. Der ist aber auch nur von oben zu befüllen und der hat einen Dauerflow von 1l - 6l.
Analog dazu gibt es den Spirit 600, der aber nur über einen festen Dauerflow von 2l verfügt. Gedacht sind diese Systeme hauptsächlich für Patienten, die mit dem Demand-System atmen, d.h es wird nur Sauerstoff bei jedem Atemzug abgegeben.
Wenn ihr Bekannte aber mit einem Dauerflow von 2l versorgt wird, wäre der Spirit 300 vielleicht der Richtige für sie.
Eine andere Möglichkeit wäre auch noch der Einsatz eines Rollators, in dessen Korb das Mobilteil dann gestellt werden könnte.

Ein bisschen kompliziert, aber ich hoffe, ich konnte helfen.

Liebe Grüsse
Birgit

Beitrag geändert von: bibi51, am: 14/07/2008 18:10

herta

Beiträge: 3

Re:Bitte um Hilfe!

14.07.2008 18:51:11

Hallo bibi51!

Find ich eigentlich gar nicht so kompliziert.
Viiieelen Dank für die rasche Beantwortung meiner Frage.
Hat mich bei meiner Problemlösung wieder ein gutes Stück weiter gebracht.

Liebe Grüße und alles gute
Herta

MGoli

Avatar von MGoli

Beiträge: 361

Re:Bitte um Hilfe!

14.07.2008 23:33:17

Hallo Herta,
da Ihr Beitrag unter Medizintechnik zweimal erschien, habe ich die Antworten aus dem zweiten Thread hier eingestellt und zu einem zusammengefasst!
Viele Grüße smile
Michael




Ruhrpottmotte
Mitglied
Platinum Boarder
Beiträge: 1818
graphgraph

Re:Bitte um Hilfe! - 14/07/2008 18:09 Hallo Herta,
natürlich gibt es tragbare Minikonzentratoren wie z.B. der InogenOne oder der Freestyle.
Aber ob die beiden, die ich jetzt hier als Beispiel aufgeführt habe leichter sind als das Tragegerät glaube ich fast nicht.
So viel wie mir bekannt ist vertreibt die Fa. Vivisol der InogenOne under die Fa. GTI den Freestyle. Es gibt aber bestimmt noch eine Reihe mehr an Geräten. Ich denke da tut es sich nicht viel am Gewicht. Auch muß man bei einem kauf darauf achten wie hoch man den Minikonzentrator einstellen kann (Flußrate).Eine Möglichkeit wäre noch: Fragen Sie mal bei dem Versorger der alten Dame nach ob es von der Firma einen Seitenlader gibt. Der wird aufgesteckt und gedreht, dann zieht man an einem Hebel und das Tragegerät füllt sich auf. Da braucht man nicht drücken um es zu befüllen. Also ohne Kraftaufwand. Die alte Damen soll mal nach einem Rollator bei der krankenkasse nachfragen. Da kann sie das gerät in den Korb reinstellen und bei bedarf kann sich ihn auch als Sitzgelegenheit benutzen.

Vielleicht melden sich auch noch andere Schnaufis hier und wissen noch eine bessere Lösung als meine.

Liebe Grüße
Elke
IP: 83.135.206.7 Antwort | Zitieren | Löschen | Bearbeiten
herta
Mitglied
Fresh Boarder
Beiträge: 4
graphgraph

Re:Bitte um Hilfe! - 14/07/2008 18:45 Hallo Ruhrpottmotte!

Vielen Dank für die prompte Antwort und die
Informationen.
Jetzt weiß ich schon ein bißchen mehr und es trägt viel dazu bei eine geeignete Lösung zu finden.

Herzlichen Dank und alles Gute
Herta
IP: 212.67.233.134 Antwort | Zitieren | Löschen | Bearbeiten

Beitrag geändert von: MGoli, am: 14/07/2008 23:37

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

elmar bersch

Beiträge: 336

Re:Bitte um Hilfe!

16.07.2008 14:11:06

Hallöchen liebe Hertha!
Etwas könnt ich Ihnen möglicherweise auch mit auf den Weg geben. Wie ich meine wird Ihre Bekannte von "Linde" versorgt. Da hat sie einen großen 41L Behälter. Dieser reicht bei einer Abgabe von 2L ca´10 Tage. In dem Wohnbereich kann die Bekannte ja den langen Luftschlauch benutzen und ist trotzdem noch relativ beweglich. Muß oder will sie die Wohnung verlassen,müsst ihr eine Person zu Hilfe gehen und das Tragegerät befüllen. Dann könnte die Bekannte mit einem Rollator, ausgerüstet, das Haus verlassen, denn das ist eine gute Beförderungsvariante. Für so ein zieliches Persönchen ist ja ein Tragegerät unheimlich schwer. Alles in allem sollte in soeinem Fall immer eine Bezugsperson, die sich dann der Füllarbeiten und Begleitung annimmt, zur Stelle sein. Ich hoffe Ihnen doch einen Hinweis gegeben zu haben. Mit freundlichem Gruß Elmar Bersch

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