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Thema "Medikamente auf Vorrat für den Notfall":

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Forum | Medizinische Fragen | Medikamente auf Vorrat für den Notfall

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pauli

Beiträge: 115

Medikamente auf Vorrat für den Notfall

03.03.2009 16:14:05

Während meiner Reha ind der Fachklinik Allgäu nahm ich an verschiedenen Schulungen teil.
So hiess es einmal, man solle sich einen Vorrat an Decortin und auch an Antibioticum nach Hause tun für den Fall einer Pneumonie (lungenentzündung).
Nun, dachte mir, das brauch`ich doch nicht mit dem Antibioticum, bin ja gegen Lungenentzündung geimpft. Prompt erwischte es mich, doch weil ich ja geimpft war dachte ich nicht an eine Pneumonie - man ist ja nicht jeden oder alle Tage gleich gut beieinander. Nun gut, ich hab`s überstanden, obwohl ich erst nach vier Tagen beim LUFA war und habe mir jetzt neben Decortin,das ich ja sowieso zuhause habe auch eine Antibioticum auf Vorrat verschreiben lassen. Glaube das ist wichtig, im Urlaub-man erreicht seinen Arzt nicht-etc.
Mich jedenfalls wird`s so derb nicht mehr erwischen.
Hoffe dies war eine Anregung für neue Dikussionen,da ich glaube es ist ein wichtiges Thema für uns.
Gruß und allzeit gut Luft an alle
Pauli

stefferl

Avatar von stefferl

Beiträge: 545

Re:Medikamente auf Vorrat für den Notfall

03.03.2009 20:02:11

Also ich weiß nicht, Antibiotika auf Vorrat? Ohne daß ein Arzt sich den Krankheitszustand anschaut, auf gut Glück Antibiotika nehmen? OK, ist dein Problem, aber beachte das Verfallsdatum. Abgelaufene Medikamente könne schlimmen Schaden anrichten. Mein Mann hatte einmal einen Allergieschock, weil er etwas auf gut Glück genommen hat. Das Medikament war abgelaufen und noch dazu nicht für den Zustand geeignet, den er damit bekämpfen wollte.

Liebe Grüße von der Stefferl aus Wien
http://members.aon.at/peterunderika/

pauli

Beiträge: 115

Re:Medikamente auf Vorrat für den Notfall

03.03.2009 21:38:48

Hallo Stefferl,
ich hab das mit der Medikation so im Rahmen einer Patientenschulung in der Fachklinik Allgäu gelernt.
Du magst Recht haben, was Ablaufdatum
anbetrifft, andernseits (so wurden wir geschult) hast Du (wir) doch eine Eigenverantwortung. In der Reha-Klinik lernten wir mit unseren Problen um zu gehen, z.Bsp. Auswurf in gelblich Cortisonstoss, sofort zum wenn nicht möglich. Antibioticum.
Nun die Frage:
Was schadet mir mehr?
Eine akute Pneunmonie,die ich verschleppe, weil mein Arzt oder auch ich selbst evt. im Urlaub ist (bin), oder eine Ration Antibiotikum auf Vorrat zuhause, bei der ich als (geschulter Patient) Rückgriffgriff habe.
Ich glaube, jeder sollte sich bei seinem Lufa erkundigen, ob es nicht sinnvoll, ein Notfallpaket zuhause zu haben.

Liebe Grüße und allzeit gut Luft an alle
Pauli

Gody

Beiträge: 14

Re:Medikamente auf Vorrat für den Notfall

05.03.2009 10:04:42

Ich wäre sehr froh, wenn ich einen guten LuFa hätte, der mir Medikamente für den Notfall verschreiben würde.

Nach einer kurzen "Grippe" quäle ich mich jetzt rum mit der Lunge - Husten ohne Ende.

Da es nach einer Woche nicht besser wurde, bin ich zu meiner Lungenärztin gegangen - natürlich beim 1. Versuch nicht in die Sprechstunde gekommen, obwohl ich ständig wie ein "Hund gebellt" habe.
Ein Tag später durfte ich wieder antanzen.
Fast 2 Stunden im überfüllten Wartezimmer gesessen. Da nölt mich doch die Ärztin an, warum ich nicht zu meiner Hausärztin gegangen bin. Sie bequemte sich von ihrem Computer zu erheben, um meinen Brustkorb abzuhorchen. Dann gab sie mir eine Schachtel N1 Clarithromycin AbZ 250 mg (2x1).
Nach 3 Minuten war ich wieder draußen.
Ich komme nach Hause und sehe mir die Tabletten an: Unverkäufliches Muster - verwendbar bis 05/2008- fast 1 Jahr verfallen!.
Da ich als Rentner zum letzten Dreck gehöre, habe ich auch diesen Müll geschluckt!
Ergebnis: keine Verbesserung, dafür als Nebenwirkung keinen Geruch- und Geschmacksinn mehr.
Das hat mir das Makrolidantibiotikum einbebracht.
Eigentlich müßte ich Strafanzeige gegen diese Lungenärztin stellen!
Hier erhalte ich quasi aktive Sterbehilfe.
Es ist schon eine riesengroße Sauerei, was hier abläuft.

Nun Huste ich weiter und hoffe, das auch die Nebenwirkungen schnell wieder abklingen.

Gruß
Gody

Sanobub

Beiträge: 109

Re:Medikamente auf Vorrat für den Notfall

05.03.2009 10:22:12

Hallo pauli,

da ich auch vorn 'nem 1/4 Jahr in der gleichen Klinik war, wenn Du die in Pfronten meinst, kann ich das mit den "Vorrats-Medis" bestätigen.
Ich habe aber schon seit langer Zeit immer ein Antibiotikum auf Vorrat zu Hause (Decortin sowieso, weil ich es täglich nehme).
Ich denke, dass wir uns nach jahrelanger Krankheit selber am besten kennen und Verschlechterungen so gut einschätzen können, um selbst zu entscheiden, wann wir welche Medikamente im Notfall nehmen müssen, denn es ist wirklich sehr wichtig, möglichst schnell zu reagieren (so wird es ja auch in den Schulungen gelehrt).
Natürlich sollte der behandelnde Arzt unverzüglich über selbst eingeleitete Maßnahmen unterrichtet werden, bzw. aufgesucht werden.
Ich bin jedenfalls schon des Öfteren in diese Situationen gekommen und ich habe aus ärztlicher Sicht immer richtig gehandelt.

LG Klaus

pauli

Beiträge: 115

Re:Medikamente auf Vorrat für den Notfall

05.03.2009 11:18:55

Hallo Gody,
nun, was soll man dazu sagen.
Den LuFa wechseln (hab`ich Dir glaube ich schon mal in einem anderen Beitrag geschrieben), aber Du hast vollkommen Recht. Ob das mit einer Anzeige wirklich was bringt, weiss ich nicht, jedoch würde ich Dir dringendst
raten, diesen Vorfall der Kasse zu melden.
Wünsch Dir von Herzen alles Gute und soweit es geht baldige Genesung.
Einen Tip noch, wenn Du nicht schon Mitglied bist, würde ich an Deiner Stelle alsbald eine Mitgliedschaft beim "VDK" erwägen. Sollte es zu weiteren Problemen kommen (Anzeige etc.) hilft man Dir dort bestimmt weiter.
Also Gody, Kopf hoch und weiter nach vorne schauen und nicht alles einfach so hinnehmen, auch wir haben unsere Rechte.


Liebe Grüße und allzeit gut Luft
Pauli
nicht

pauli

Beiträge: 115

Re:Medikamente auf Vorrat für den Notfall

05.03.2009 11:24:20

Hallo Klaus,
danke Dir für Deine Antwort.
Wenigstens einer in diesem Forum der seine Eigenverantwortung als Patient kennt und etwas aus der Patientenschulung gelernt hat.
Kann ja sein, das nicht alle im Forum an einer solchen teigenommen haben, doch ein derartiges Thema sollte doch auch in den Sitzungen einer jeder LOT-Gruppe mal angeführt werden.


Liebe Grüße und allzeit gut Luft
Pauli

Beitrag geändert von: pauli, am: 05/03/2009 11:37

bibiviola

Beiträge: 3362

Re:Medikamente auf Vorrat für den Notfall

05.03.2009 11:39:03

Hallo Pauli,

auch ich habe, nach Absprache mit meiner Ärztin immer ein Antibiotikum zu Hause und auch Kortison, obwohl ich Kortison nicht konstant nehme.
Ich habe immer das Glück, das es mich zum WE erwischt, wenn keiner zu erreichen ist.
Bisher habe ich auch immer alles richtig gemacht. Wenn man sich mit der Sache auseinandersetzt, mit seinem Arzt spricht, dann weiß man auch, wann man eingreifen muß.
Das man auf das Ablaufdatum achten muss, ist keine Frage, aber so lange haben bei mir die Taletten eh nie gehalten.

Liebe Grüße
Birgit

Sanobub

Beiträge: 109

Re:Medikamente auf Vorrat für den Notfall

05.03.2009 12:33:53

Ja Birgit, du hast recht, wenn etwas passiert, ist garantiert Samstag oder Freitag spät:angry:

Beim letzten Mal war's bei mir Samstag Nacht. Nachmittags noch im Fußballstadion und 10 Std. später mit dem Notarzt in der Klinik, trotz Notfall-Medis.

Herzliche Grüße Klaus

stefferl

Avatar von stefferl

Beiträge: 545

Re:Medikamente auf Vorrat für den Notfall

08.03.2009 21:32:34

Also wenn es mir so schlecht geht, daß ich den Arzt brauche, ersuche ich meine Hausärztin um einen Hausbesuch. Am Wochenende gibt es den Notarzt. Ich könnte gar nicht zu meinem Lungenarzt, wenn ich so einen grippalen Infekt habe. Da bin ich so down, dass ich keinesfalls fortgehen könnte. Zum Glück ist das letzte Mal schon länger her.

Liebe Grüße von der Stefferl aus Wien
http://members.aon.at/peterunderika/

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