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Thema "Anschlußheilbehandlung":

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Forum | Recht & Gesetz | Anschlußheilbehandlung

lujo

Beiträge: 9

Anschlußheilbehandlung

28.07.2009 15:57:31

Moin, liebe Leser,

nach längerem Krankenhausaufenthalt nach einer Lungenentzündung wurde ich von der Klinik zu einer "Anschlußheilbehandlung" in eine Klinik in Westerland/Sylt wenige Tage später überwiesen. 3 Tage nach Antritt der Behandlung teilte mir die Krankenkasse mit, dass sie die Kosten nicht übernehmen werde. Diese Mitteilung wurde offensichtlich bewußt zeitlich verzögert versandt, begründet mit Arbeitsüberlastung !
Wer hat als Privatpatient ähnliche Erfahrungen gemacht ? Der Klageweg verursacht leider nicht angemessene Kosten.

Herzliche Grüße
Lujo

Ruhrpottmotte

Avatar von Ruhrpottmotte

Beiträge: 2780

Re:Anschlußheilbehandlung

28.07.2009 19:38:30

Hallo Lujo,
hast Du gegen den Bescheid Widerspruch erhoben? Ich glaube da bleibt nur der Weg der Klage.
Kann Dir den nur den Rat geben, trete in einen Sozialverband ein, z.B. VdK. Die machen nichts anderes als gegen Sozialbehörden wie rentenversicherung, krankenkasse oder Versorgungsamt für ihre Mitglieder das Recht zu - wenn er sein muß auch zu estreiten. Monatsbeitrag beträgt 5,-- Euro, Ein Widerspruch kostet ca. 18,-- Euro und eine Klage 28,-- Euro. Beträge für Widerspruch und Klage können auch etwas nach oben abweichen, da ich die aktuellen Preise zur Zeit nicht kenne. Aber da kann man ja nachfragen.

Ansonsten was hast du zu verliere. Eine Klage vor dem Sozialgericht zumindest in erster Instanz nicht teuer und dafür braucht man auch keinen Anwalt.

Man bekommt fast nichts wenn man nicht kämpft.
Ich wünsche dir das Du die kraft hast Dich zu wehren und immer genug Luft zum Atmen.
Elke

Liebe Grüße Elke
launisch? Ich nenn das spontane emotionale Kreativität

lujo

Beiträge: 9

Re:Anschlußheilbehandlung

29.07.2009 09:51:58

Hallo, liebe Elke,

vielen Dank für Deine Zeilen.
Natürlich habe ich Widerspruch erhoben - ohne Erfolg. Ein unerquicklicher Schriftverkehr schloß sich an. Ich will mich, wie von Dir angeraten, an einen Sozialverband wenden. Ein RA nannte mir astronomische Summen für den Klageweg mit nicht berechenbarem Ausgang.

Herzliche Grüße und erträgliche Gesundheit
Lujo.

ursulakb

Beiträge: 1945

Re:Anschlußheilbehandlung

29.07.2009 10:07:03

Hallo lujo,

bei Privatpatienten kommt es viel auf die Vertragsgestaltung an.
Rechtsanwälte mit speziellen Kenntnissen im Medizinrecht findest Du hier auf unserer Homepage unter Recht&Gesetz.
Viel Erfolg
UrsulaKB

Carmeli

Beiträge: 37

Re:Anschlußheilbehandlung

22.10.2009 19:32:20

Hallo Julo

Da wirst Du sicherlich schlechte Karten haben. Bei einer Anschlußheilbehandlung handelt es sich um eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme. Eine solche wird von Privatkassen in der Regel nicht versichert und demzufolge auch nicht bezahlt.

LG
Carmeli

andreas45

Beiträge: 1

Re: Anschlußheilbehandlung

28.08.2011 23:37:52

Hallo,
als privat versicherter habe ich jedes Mal, nach einem Krankenhausaufenthalt (sogar 2 Mal im Jahr) einen Antrag auf die stationäre Anschlussbehandlung gestellt. Ich habe jedes Mal die Genehmigung der KK erhalten, aber es ist sehr wichtig, dass die Zusage der Kostenübernahme von der KK vor dem Beginn der stationären Aufnahme in der REHA- Klinik (z.B. Asklepios komme. Da in dem Fall man sehr wenig Zeit hat sollte man mit der KK telefonisch die Dinge klären und ganze Korrespondenz per Fax schicken. Das ist sehr wichtig. Die Briefe kommen später per Post. Sehr wichtig: zuerst die Entscheidung der KK und danach die REHA- Aufnahme und nicht umgekehrt.
Das ist ein Rat für die Zukunft.
Gruß
Andreas

imwedu

Beiträge: 19

Re: Anschlußheilbehandlung

30.08.2011 09:06:39

Hallo Zusammen!

Meine Frau ist auch privatversichert und hat ihre Anschlussheilbehandlung mit viel Mühe bei ihrer Versicherung durchgebracht. Ich denke, wichtig ist, die Versicherung davon zu überzeugen, dass die Folgekosten ohne Reha höher wären als die Kosten der Reha.
Da man mit der privaten Krankenversicherung einen zivilrechtlichen Vertrag abschließt, muss man gegen seine Versicherung vor einem Zivilgericht klagen und kann nicht (anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung) vor dem Sozialgericht klagen. Es fallen deshalb bereits in der ersten Instanz Kosten an.

Viel Kraft und nicht unterkriegen lassen
Georg

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