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Thema "Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem":

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Forum | Medizinische Fragen | Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

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ketzer

Beiträge: 6

Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

21.11.2009 18:39:44

Nach 4 Jahren medikamentenabstinenter Konstanz meiner Lungenwerte meinte jetzt mein Lungenfacharzt, eine von bislang 20 auf nunmehr 16 % gesunkene Sauerstoffdiffusion zu messen. Darob überredete mich zur Aufnahme einer Sauerstofflangzeittherapie, zu der auch die KK den Flüssigsauerstoff
problemlos genehmigt hat.

Nun, nach etwa 10 Wochen mit im Mittel etwa 12 Stunden mit 4 l/min O2, stelle ich eine relativ starke Abnahme meiner Belastbarkeit fest, die mittlerweile auch negative Auswirkungen auf meine berufliche Tätigkeit
(Freiberufler) hat. Gestrige Rückfrage bei meinem Sauerstofflieferanten ergab, daß andere Kunden ihm von ähnlich negativen Erfahrungen berichten.

Ich habe jetzt seit 3 Tagen auf den zusätzlichen Sauerstoff verzichtet und habe den Eindruck, es wird langsam wieder besser. Wer hat bei sich Ähnliches beobachtet?

Übrigens war das Absinken meiner Sauerstoffdiffusionskapazität wohl ein
Messfehler oder einfach nur Statistik. Nachmessen bei einem anderen LFA ergab einen mit früheren Messungen vergleichbaren und sogar eher höheren Wert.

Viele Grüße
Bodo

HeulSuse

Avatar von HeulSuse

Beiträge: 18

Re:Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

22.11.2009 10:44:47

Hallo Bodo,
mich würde mal interessieren, warum, bzw. wie man bei Dir auf die 4 L/min gekommen ist ?
Normalerweise wird O² für mindestens 16 Std verordnet, weniger macht keinen Sinn.
Jetzt frage ich mich nur wie man Dich eingestellt hat.
Hast Du mal einen 6 Min. Gehtest gemacht, wurde dabei eine BGA = Blutgasanalyse gemacht ?
Wurde eine Nächtliche O² Messung bei Dir gemacht ?
Wenn Du nicht ordentlich eingestellt worden bist, würde ich Dir dringend empfehlen das machen zu lassen, weil zuviel O² genau das gegenteil bewirkt was Du, bzw. Dein Lufa sich von der Therapie erhoffen. Im schlimmsten Fall schläfst Du nachts mit zuviel Sauerstoff ein, und wachst nicht wieder auf.
Ich zb. habe erst 16 Std und jetzt 24 Std O², in Ruhe 0 bis 1,5 L/min, und bei belastung brauche ich 3 L/min. Mein FEV1 liegt im Durchnitt bei 1,1 Liter.
Ich gebe Dir die Empfehlung dieses dringenst prüfen zu lassen.
Gruss Dieter

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Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, du darfst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form wieder veröffentlichen.

ketzer

Beiträge: 6

Re:Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

22.11.2009 15:58:57

Hallo Dieter,
schade, diese Sache mit javascript in solchen Foren
wie diesem. Gerade bin ich per "Vorschau" meiner
langen Antwort an Dich verlustig gegangen. Ich
versuche es nochmal ohne Vorschau. Da usenet, in
dem ich sonst zuhause bin, ist wesentlich besser
zu handhaben. :-(

Dein Benutzername ist nett. Mein Heulen bei Suse hat
vor vielen Jahren aufgehört. Seitdem lebe ich ohne
Probleme mit Debian. ;-)

Die 4 l/min sind das Ergebnis von 6min-Gehtests mit
2 (400 m) und 6 l/min (480 m). Das Problem, das der
LFA dabei hatte war, daß mein schlechter Diffusionswert von nur 16 % der Norm nicht so recht
korreliert mit den noch einigermaßen brauchbaren
mechanischen Daten (VC, TLC, RV und z.B. FEV1 ca.
2.0). Und seine Milchmädchenrechnung, die nur 16 %
Diffusion durch Erhöhung des 20%-O2-Anteiles in der
Luft auf (nahe) 100% zu kompensieren, funktioniert
so wohl nicht. Offensichtlich sind da chemische und
biologische Mechanismen dagegen.

Warum allerdings zu viel Sauerstoff gefährlich für
die Lunge sein soll, verstehe ich derzeit nicht.
Immerhin haben vor Jahren Astronauten wochenlang
in 100&´%iger Sauerstoffatmosphäre verbracht, ohne
daß ihnen das (bis auf das Verbrennen von 4 oder 6
von Ihnen in einer Kapsel auf der Startrampe)
bekannt geschadet hätte.

Grüße
Bodo

HeulSuse

Avatar von HeulSuse

Beiträge: 18

Re:Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

22.11.2009 16:58:23

ketzer schrieb:

Mein Heulen bei Suse hat
vor vielen Jahren aufgehört. Seitdem lebe ich ohne Probleme mit Debian. ;-)

Hallo Bodo,
bei mir war es genau andersrumm, ich fing mit Debian an und bin auf Suse umgestiegen, meiner Meinung nach ist Suse Bediener freundlicher, aber wie immer, Geschmacksache.

Die 4 l/min sind das Ergebnis von 6min-Gehtests mit
2 (400 m) und 6 l/min (480 m).

Ob das so der richtige Weg ist, eine Sauerstoff Einstellung vorzunehmen, möchte ich persöhnlich bezweifeln, es taucht bei mir die Frage auf warum bei Dir die Einstellung über die Entfernung gemessen wurde. Wenn Du jetzt 10 L/min einstellst, läufst Du 600 m, mir unverständlich.
Ich laufe auch so um die knapp 400 meter, nur bei mir wurde mit einem Oxymeter und einer BGA der O² gehalt gemessen, ich fing an mit 1,5 L/min, und der O² gehalt im Blut, laut Oxymeter, schmierte ab bis unter 84%, darauf wurde beim nächsten Gehtest an einem anderen Tag der Sauerstoff auf 3 L/min erhöht, und der O² gehalt blieb über 90%.
Was Du weiter beschreibst ist leider für mich zuviel Technik, diese zusammenhänge bekomme ich so noch nicht auf die reihe.

Warum allerdings zu viel Sauerstoff gefährlich für die Lunge sein soll, verstehe ich derzeit nicht.
Immerhin haben vor Jahren Astronauten wochenlang in 100&´%iger Sauerstoffatmosphäre verbracht, ohne
daß ihnen das (bis auf das Verbrennen von 4 oder 6 von Ihnen in einer Kapsel auf der Startrampe)bekannt geschadet hätte.

Ich glaube nicht das es 100% Sauerstoff gewesen ist, mir hat man es so beigebracht, dass sich der CO² gehalt im Blut dermassen erhöht, das bei zuviel O² eine CO² vergiftung auftritt.
Sollte ich da etwas falsch verstanden habe, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.
Gruss Dieter

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ketzer

Beiträge: 6

Re:Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

22.11.2009 20:18:53

Hallo Dieter,

HeulSuse schrieb:
Ob das so der richtige Weg ist, eine Sauerstoff Einstellung vorzunehmen, möchte ich persöhnlich bezweifeln, es taucht bei mir die Frage auf warum bei Dir die Einstellung über die Entfernung gemessen wurde. Wenn Du jetzt 10 L/min einstellst, läufst Du 600 m, mir unverständlich.

genau das passiert eben nicht. Irgendwo tritt eine
Sättigung ein. Und natürlich wurden auch am Ende
jeder Strecke die Blutgaswerte bestimmt. Ich nahm
an, das wäre selbstverständlich. Sorry.

Ich laufe auch so um die knapp 400 meter, nur bei mir wurde mit einem Oxymeter und einer BGA der O² gehalt gemessen, ich fing an mit 1,5 L/min, und der O² gehalt im Blut, laut Oxymeter, schmierte ab bis unter 84%, darauf wurde beim nächsten Gehtest an einem anderen Tag der Sauerstoff auf 3 L/min erhöht, und der O² gehalt blieb über 90%.

Das Problem in meinem Fall ist, daß genau das
nicht erreicht wird. Es ziemlich egal, ob ich mich
mit oder ohne O2 (bis 8 l/m) belaste, der SpO2
laut meinem Pulsoxymeter rauscht immer unter 80 %
und fängt sich erst irgendwo knapp über 70 %.

Was Du weiter beschreibst ist leider für mich zuviel Technik, diese zusammenhänge bekomme ich so noch nicht auf die reihe.

Meine Ärzte verstehen es auch nicht und wollen mich
trotz eines Rtot von 0.20 (also nur 2/3 des
normalen Atemwegswiderstandes) immer wieder zur
Einnahme von Spiriva und diversen sonstigen
atemwegserweiternden Mitteln überreden. Das kann nichts bringen und bringt mir auch nichts
(mehrfach probiert).

Ich glaube nicht das es 100% Sauerstoff gewesen ist, mir hat man es so beigebracht, dass sich der CO² gehalt im Blut dermassen erhöht, das bei zuviel O² eine CO² vergiftung auftritt.

Das wiederum kenne ich jetzt nicht. In den frühen
Apollo-Kapseln herrschte aber wirklich eine reine
Sauerstoffatmosphäre.

Dank und Gruß
Bodo

HeulSuse

Avatar von HeulSuse

Beiträge: 18

Re:Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

23.11.2009 10:27:12

ketzer schrieb:

Ich glaube nicht das es 100% Sauerstoff gewesen ist, mir hat man es so beigebracht, dass sich der CO² gehalt im Blut dermassen erhöht, das bei zuviel O² eine CO² vergiftung auftritt.

Das wiederum kenne ich jetzt nicht. In den frühen
Apollo-Kapseln herrschte aber wirklich eine reine
Sauerstoffatmosphäre.
Dank und Gruß
Bodo

Hallo Bodo,
ich habe nochmal ein bischen im I-Net gestöbert, Du scheinst mit der 100%igen Sauerstoff versorgung in den Apollos Recht zu haben.
Umso unverständlicher sind mir die Aussagen von den Ärzten wegen der überdosierung von dem Sauerstoff und der CO² vergiftung.
Ich hatte das gerade wieder vor ein paar wochen im Krankenhaus wo ich mit einer Lungenentzündung lag, dort wurde der Inhalator an die Sauerstoff Versorgung angeschlossen und mit ca. 2 L/min vernebelt.
Mein Bettnachbar, ein schon sehr alter Mann, hatte die angewohnheit immer 4-5 L/min aufzudrehen, bis er einen Anschiss von den Schwestern bekam ob er sich vergiften wollte.
Ich werde mal versuchen ob ich diese Diskrepanz irgentwie klähren kann.
Gruss Dieter

Beitrag geändert von: HeulSuse, am: 23/11/2009 10:28

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ketzer

Beiträge: 6

Re:Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

23.11.2009 11:35:25

Hallo Dieter,

HeulSuse schrieb:
Umso unverständlicher sind mir die Aussagen von den Ärzten wegen der überdosierung von dem Sauerstoff und der CO² vergiftung.
Ich hatte das gerade wieder vor ein paar wochen im Krankenhaus wo ich mit einer Lungenentzündung lag, dort wurde der Inhalator an die Sauerstoff Versorgung angeschlossen und mit ca. 2 L/min vernebelt.
Mein Bettnachbar, ein schon sehr alter Mann, hatte die angewohnheit immer 4-5 L/min aufzudrehen, bis er einen Anschiss von den Schwestern bekam ob er sich vergiften wollte.
Ich werde mal versuchen ob ich diese Diskrepanz irgentwie klähren kann.

lies 'mal in Wikipedia unter Sauerstofftoxikose
nach. Man sollte Ärzten und vor Allem auch
Krankenschwestern immer mit einer gesunden
Portion Skepsis begegnen.

Mir geht es nach dem Absetzen des Sauerstoffs
mittlerweile immer besser. Ich schnaufe zwar
etwas mehr, habe aber auch wieder etwas mehr
vom Ergebnis. Sportliche Betätigung scheint
doch wichtiger zu sein, als das Einschläfern der
Lungen- und Herztätigkeit mittels Sauerstoff in
Ruhe.

Viele Grüße
Bodo

HeulSuse

Avatar von HeulSuse

Beiträge: 18

Re:Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

23.11.2009 12:57:11

Hallo Bodo,

Man sollte Ärzten und vor Allem auch
Krankenschwestern immer mit einer gesunden
Portion Skepsis begegnen.

Du machst mich jetzt aber sehr nachdenklich.
Schade, wir treten bei unserer Diskusion wohl etwas auf der Stelle und kommen nicht weiter, es scheint hier leider auch niemanden weiter zu interessieren.

Ich selbst habe meinen O² gehalt im Blut mit meinem Oxymeter eigentlich immer sehr gut im Blick, meistens bin ich ohne Sauerstoff bei allem was über 95% liegt.

Ich werde mal meinen Dok fragen, wie soetwas zustande kommt, weil Müdigkeit etc, habe ich noch nicht festgestellt bei mir.
Gruss Dieter

Beitrag geändert von: HeulSuse, am: 23/11/2009 12:59

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ketzer

Beiträge: 6

Re:Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

23.11.2009 14:50:07

Hallo Dieter,

HeulSuse schrieb:

Du machst mich jetzt aber sehr nachdenklich.
Schade, wir treten bei unserer Diskusion wohl etwas auf der Stelle und kommen nicht weiter, es scheint hier leider auch niemanden weiter zu interessieren.

Ja, das allgemeine Interesse daran ist wohl wirklich sehr gering.

Ich selbst habe meinen O² gehalt im Blut mit meinem Oxymeter eigentlich immer sehr gut im Blick, meistens bin ich ohne Sauerstoff bei allem was über 95% liegt.

Genau das ist eines der mich interessierenden Dati. Bei mir sind es ohne O2-Zuführung um die 90 % bei einem Puls um die 80. Mit 4 l/min werden daraus 97 % und ein Puls von 65.

Ich werde mal meinen Dok fragen, wie soetwas zustande kommt, weil Müdigkeit etc, habe ich noch nicht festgestellt bei mir.

Das ist jetzt wohl ein Mißverständnis. Nicht ich werde durch den Sauerstoff müde, sondern meine Lunge und mein Herz werden offenbar eingelullt und sind dann bei Belastung weniger leistungsfähig. So zumindest ist meine derzeitige Vermutung.

Viele Grüße
Bodo

Beitrag geändert von: ketzer, am: 23/11/2009 14:50

Ruhrpottmotte

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Beiträge: 2780

Re:Erfahrungsaustausch O2-Langzeit bei Lungenemphysem

24.11.2009 10:29:50

Hallo Bodo, hallo Dieter,

kann mich erst jetzt hier einmischen - grinst chwach - da ich seit gestern aus dem KH bin.
Ich kenne z.B. den Spruch bei Sauerstoff. So viel wie nötig so wenig wie möglich. Das bedeutet. Wenn festgestellt wird, daß man sauerstoffbedürftig ist, dann muß genau die Mente ermittelt werden die fehlt und die sollte man dann auch nehmen. Wenn man zuviel Sauerstoff aufdreht (also den man nicht benötigt) dann erhöht sich der CO²-Wert und man bekommt wirklich eine CO²-Vergiftung.
Nimmt man aber den verordneten Sauerstoff nicht ist das für den Körper auch nicht gut, da ja der Sauerstoff alle inneren Organe wie z.B. auch das Herz entlasten. Viele Lungenkranke, die eigentlich schon viel früher hätten Sauerstoff nehmen müsen haben eine Hezrerkrankung die daraus resultiert, daß das Herz viel zu viel leisten mußte ukm den Körper mit genügend Sauestoff zu versorgen.

Bodo ich rate dir, laß Dich mal in eine gute Sauerstoffklinik, die auch ein Schlaflabor hat, einweisen und richtig durchchecken. Schreibe alle deine Fragen auf und arbeite sie dann mit dem dort beh. Arzt ab.

Ich wünche dir alles Gute

Elke

Liebe Grüße Elke
launisch? Ich nenn das spontane emotionale Kreativität

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