Re: Flugreisen - Erfahrungsbericht
21.02.2010 12:02:12
Überwinterung 2010
Abenteuer Gran Canaria: Anreise
Die Ausgangsbedingungen:
- mit Frau (ohne Leine – leider)
- mit Ashani/4 (mit Leine)
- Flug knapp 5 Stunden
- ohne Sauerstoff (Warnungen von allen Seiten)
- Finger-Oxymeter
- 6 Wochen Aufenthalt
Alles ist geplant. Es geht los. Ashani, unser Tibet-Mädchen, ist am
Sperrgepäck abgegeben. Sie macht - Dank Beruhigungspille – einen
entspannten Eindruck. Ich nicht. Kurz vor der körperbetonten Sicher-
heitskontrolle trenne ich mich von meinem Sauerstoff 4l/min (nur bei
Aktivität).
Dann nehmen die Dinge ihren Lauf:
- Frau fragt nach der Zeit, hab keine Uhr
- kläre Nachbarn auf, dass seine Kleiderordnung nicht passt
- hat linken Ärmel (mit der Uhr) nicht hochgekrempelt
- im Steigflug messe ich – Wert sinkt stetig 90,89,88
- in 10.500m Flughöhe pendelt sich Wert bei 85% ein
-
- stelle Luftdüse an und beginne mit Atemtechnik und
- einem abgespeckten Programm isotonisch/isometrischer Übungen
- innerhalb 5 Minuten stabilisiert sich der Wert bei 90%
- ich fühle mich prächtig (dank täglicher Muckibude und strengem
- Blick der Frau)
- messe halbstündlich: 90%
- Kapitän meldet Turbulenzen über Atlantik:
- momentan 50km/h Gegenwind
- später „200 km/h voll auf die Nase“
- dadurch Verspätung von 20 Minuten angekündigt
- im Klartext heißt das: es wird bald ruppig
-
- was macht unsere Ashani?
- es gibt Mittagessen – Schlangenfrass
- Salz und Pfeffer sind gut
- vier Stunden Flugzeit sind vorbei
- Landeanflug ist endlos
- dann kommt´s dicke
- was macht unsere Ashani?
- Flieger vibriert
- Nachbar und drei Tiroler Burschen hinter uns reißen die Hände in die Höh
- versuche zu beruhigen – gelingt nicht
- Sturm ist mächtig, Käptn kurvt und kurvt und verfliegt Sprit
- aus den 20 Minuten Verspätung werden 80 Minuten …
- der Flieger setzt hart auf
- ich messe: 94% - klasse
- wir haben´s geschafft, denke ich …
- wir suchen das richtige Gepäck-Gate
- Frau ist plötzlich verschwunden (hätte die Leine von Ashani dabei gehabt)
- finde unser Förderband und warte auf Frauchen, Ashani und Gepäck
- draußen regnets in Strömen
- nach 20 Minuten kommt Koffer 1, dann 2 und schließlich Ashani in Flugbox
- sie kratzt am Türchen und will raus – öffne
- Ashani taumelt benommen in die Freiheit, armes Mädchen
- sucht Frauchen
- großes Mädchen fehlt immer noch
- stelle Box und Koffer an Wand und gehen auf Suche
- weitere 20 Minuten vergehen
- finden Frauchen am Skandinavien-Gate
- Haussegen steht pisaschief
- Leihwagen-Fuzzi hat 2 Stunden gewartet
- in dunkler Tiefgarage übernehmen wir größere Karre als vereinbart
- statt 1000 Euro für 42 Tage will er 1.100 Euro
- fährt uns zum Appartment
- stoppt aus heiterem Himmel, radebrecht „gerade weiterfahren“
- verschwindet in ein Taxi
- übernehme – es regnet in Strömen
- kurven durch diverse kleine Ortsteile – Sackgasse
- Frau fegt – ich zurück
- fragen nach Acapulco – keine Sau kennt den Schuppen
- sind stocksauer – Ashani schaut hundeelend drein
- erwische Taxi, das uns den Weg vorausfährt
- stoppt vor Einbahnstrasse
- sollen geradeaus fahren – kommt bekannt vor
- finden tatsächlich Acapulco am Ende der Sackgasse
- verdammte Terassenanlage, hunderttausend Treppen
- Rezeption unbesetzt – suche Gaucho
- regnet aus Kübeln – naß bis auf die Haut
- kommen in´s Apartment, suche Sauerstoff
- großer Tank aber kleiner Spirit 300, getriggert
- falsch gespult – Schuldiger wird gesucht
-
- 22 Uhr Abendessen okay (österreichischer Koch)
- 24 Uhr duschen – Wasser tröpfelt
- Scheißtag
Lagebericht folgt nächste Woche