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Thema "Gefahrguttransport?":

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Forum | Reiseversorgung | Gefahrguttransport?

MGoli

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Beiträge: 361

Gefahrguttransport?

01.02.2010 01:16:27

holzwurm 30.01.2010 schrieb am 31.01.2010 15:56:41

Seit einem jahr bin ich schnaufi [16-24 h 2-3-l] Reisen mit vw Golf u. mit tragbarem 2x1l reicht für 12h. im Golf hinter dem fahrersitz ,bei umgeklappter rückbank geht ein 37l liberator das reicht für 7 tage.mit 77 jahren längere strecken zu fahren ist mir nachts u. bei ungünstiger Witterung zu anstrengend.
Nun habe ich bei dem örtlichen Busunternehmen eine 6 tagereise nach Südtirol gebucht.

Sauerstoffgefahrengut---]

Nun habe ich bei dem örtlichen Busunternehmen eine 6 Tagereise nach Südtirol gebucht.
der Busbetrieb hat nach vielen Rückfragen bei Behörden nach 4 Wochen eine Ausnahmegenehmigung von der Bezirksregierung erhalten,daß er mich mit 37l Sauerstoff im Liberator mitreisen lassen kann.

Die Genehmigung galt für ca 12 Wochen, kostete 25 € und ist auf Antrag verlängerbar.

IHR HOLZWURM

Moderator-Kommentar:

Hallo Holzwurm,

vielen Dank für Ihren Beitrag in unserem Gästebuch. Ich werde ihn in unser Forum unter den Punkt "Reiseversorgung" kopieren. Dort können Sie dann die Antworten lesen und auch darauf antworten!

Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet
Ihr Admin
Michael

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

Piepmatz

Beiträge: 14

Re: Flugreisen - Erfahrungsbericht

21.02.2010 12:02:12

Überwinterung 2010
Abenteuer Gran Canaria: Anreise

Die Ausgangsbedingungen:
- mit Frau (ohne Leine – leider)
- mit Ashani/4 (mit Leine)
- Flug knapp 5 Stunden
- ohne Sauerstoff (Warnungen von allen Seiten)
- Finger-Oxymeter
- 6 Wochen Aufenthalt

Alles ist geplant. Es geht los. Ashani, unser Tibet-Mädchen, ist am
Sperrgepäck abgegeben. Sie macht - Dank Beruhigungspille – einen
entspannten Eindruck. Ich nicht. Kurz vor der körperbetonten Sicher-
heitskontrolle trenne ich mich von meinem Sauerstoff 4l/min (nur bei
Aktivität).

Dann nehmen die Dinge ihren Lauf:
- Frau fragt nach der Zeit, hab keine Uhr
- kläre Nachbarn auf, dass seine Kleiderordnung nicht passt
- hat linken Ärmel (mit der Uhr) nicht hochgekrempelt
- im Steigflug messe ich – Wert sinkt stetig 90,89,88
- in 10.500m Flughöhe pendelt sich Wert bei 85% ein
-
- stelle Luftdüse an und beginne mit Atemtechnik und
- einem abgespeckten Programm isotonisch/isometrischer Übungen
- innerhalb 5 Minuten stabilisiert sich der Wert bei 90%
- ich fühle mich prächtig (dank täglicher Muckibude und strengem
- Blick der Frau)
- messe halbstündlich: 90%
- Kapitän meldet Turbulenzen über Atlantik:
- momentan 50km/h Gegenwind
- später „200 km/h voll auf die Nase“
- dadurch Verspätung von 20 Minuten angekündigt
- im Klartext heißt das: es wird bald ruppig
-
- was macht unsere Ashani?
- es gibt Mittagessen – Schlangenfrass
- Salz und Pfeffer sind gut

- vier Stunden Flugzeit sind vorbei
- Landeanflug ist endlos
- dann kommt´s dicke
- was macht unsere Ashani?
- Flieger vibriert
- Nachbar und drei Tiroler Burschen hinter uns reißen die Hände in die Höh
- versuche zu beruhigen – gelingt nicht
- Sturm ist mächtig, Käptn kurvt und kurvt und verfliegt Sprit
- aus den 20 Minuten Verspätung werden 80 Minuten …
- der Flieger setzt hart auf
- ich messe: 94% - klasse
- wir haben´s geschafft, denke ich …

- wir suchen das richtige Gepäck-Gate
- Frau ist plötzlich verschwunden (hätte die Leine von Ashani dabei gehabt)
- finde unser Förderband und warte auf Frauchen, Ashani und Gepäck
- draußen regnets in Strömen
- nach 20 Minuten kommt Koffer 1, dann 2 und schließlich Ashani in Flugbox
- sie kratzt am Türchen und will raus – öffne

- Ashani taumelt benommen in die Freiheit, armes Mädchen
- sucht Frauchen
- großes Mädchen fehlt immer noch
- stelle Box und Koffer an Wand und gehen auf Suche
- weitere 20 Minuten vergehen
- finden Frauchen am Skandinavien-Gate
- Haussegen steht pisaschief

- Leihwagen-Fuzzi hat 2 Stunden gewartet
- in dunkler Tiefgarage übernehmen wir größere Karre als vereinbart
- statt 1000 Euro für 42 Tage will er 1.100 Euro
- fährt uns zum Appartment
- stoppt aus heiterem Himmel, radebrecht „gerade weiterfahren“
- verschwindet in ein Taxi
- übernehme – es regnet in Strömen
- kurven durch diverse kleine Ortsteile – Sackgasse
- Frau fegt – ich zurück
- fragen nach Acapulco – keine Sau kennt den Schuppen
- sind stocksauer – Ashani schaut hundeelend drein
- erwische Taxi, das uns den Weg vorausfährt
- stoppt vor Einbahnstrasse
- sollen geradeaus fahren – kommt bekannt vor

- finden tatsächlich Acapulco am Ende der Sackgasse
- verdammte Terassenanlage, hunderttausend Treppen
- Rezeption unbesetzt – suche Gaucho
- regnet aus Kübeln – naß bis auf die Haut
- kommen in´s Apartment, suche Sauerstoff
- großer Tank aber kleiner Spirit 300, getriggert
- falsch gespult – Schuldiger wird gesucht
-
- 22 Uhr Abendessen okay (österreichischer Koch)
- 24 Uhr duschen – Wasser tröpfelt

- Scheißtag

Lagebericht folgt nächste Woche

Piepmatz

Beiträge: 14

Re: Gefahrguttransport?

25.02.2010 16:19:23

Die erste Woche ist vorbei, Wetter schön, nachts gar 20°C .
Verbotenerweise schmecken Essen und Trinken. Lungenfibrose
lässt grüßen. Der Stroller ist inzwischen ausgetauscht und mein
Rucksack aus der Heimat leistet großartige Dienste.

Von der terrassenförmigen Anlage war die Rede: Klar in Deutscher und
Schweizer Hand. Mit Spanisch hat man hier Probleme. Die Investition
in sechs Worte dieser Sorte war goldrichtig. Bis heute jedenfalls.

Ansonsten gepflegtes Grün, azuriblauer Pool und mehr als erlaubt viel Berge …
bei einigen Schweizer Puppen. Längst hat Ashani genau diese Spezies für
Herrchen aussortiert. Kontakte sind eben alles. Ashani weiß das.
Frauchen traut dem Braten nicht und lässt Ashani (?) nicht aus den
Augen wink wink wink

Zum Sauerstoff: Das klappt wunderbar und ist mit 915 Euro für 6 Wochen
recht preiswert. Die Hälfte zahlt KK und den Rest vielleicht die Versicherung.
Meine Werte liegen in Ruhe bei 94%, in action mit 4 l/min gar bei 96/97%.
Nach drei Tagen Training mit dem Teraband starte ich heute wieder mit
der Muckibude, die im obersten Stock des Einkaufszentrums von San Agustin
fast unter freiem Himmel (Zeltdach) untergebracht ist. Für die verbleibenden
5 Wochen bleche ich 75 Euro, 6 Tage die Woche, zeitlich unbegrenzt. Der
Blick auf´s Meer ist überraschend kostenlos.

Wo immer man ist, was immer man tut, die Gruftis aus Deutschland und dem
Rest der Welt beherrschen das Bild. Unsereiner wird gar nicht wahrgenommen,
weil jeder so sein Päckchen trägt. Jeder sucht hier sein Heil und jeder ist davon
überzeugt, es hier zu finden. Ich auch.

Inzwischen blicke ich besorgt von oben über die verbrannten Hügel „Wampiens“
nach unten und suche orientierungslos die Schatzkammer. Da werden allmählich
kritische Fragen laut.

Unsere Ashani hat sich recht gut eingelebt. Sie ist nur sauer, wenn Frauchen über
die Häufchen mitten am Gehweg stolpert und wie ein Rohrspatz schimpft.
„Ich war das doch nicht, Frauchen!“ Allerdings hat Herrchens Latschen schon
seine böse Überraschung hinter sich. Jetzt wandern seine Blicke zuerst auf
den Boden und dann erst auf auf die hübschen Hübschen, die dann längst
von dannen gezogen sind. Frauchen ömmelt sich ob der entgangenen
Leckerbissen für Herrchen.

Weil Ashani mit dem Schrieb vom Herrchen nicht einverstanden ist, will sie
den nächsten Report selbst schreiben. Das kann ja heiter werden.

Mit einem warmen aber gehaltvollen Sauerstrom von den Canaren an meine
Schnauferlzunft enteile ich zum Strand …

Bis bald von Ashani.

Sepp

kiss kiss

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11.04.2018

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