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Thema "weichmacher":

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Forum | Medizintechnik | weichmacher

walter widmann

Beiträge: 1

weichmacher

15.04.2011 12:29:50

Hallo meine Lieben,
bin seit 10 Monaten O2-Schnaufer. Wie die meisten anderen auch muss ich alle 2 Wochen die Nasenbrille erneuern, weil der Nasensteg sich verhärtet. Mich quält in letzter Zeit der Gedanke, dass ich wahrscheinlich eine Menge krebserregenden Weichmacher einatme, den die immer spröder werdende Nasenbrille logischerweise ausdünstet.

Da drängen sich einige Fragen auf:
- Wieso wird diese Situation von Krankenhäusern und Mediziner geduldet?
- Sind Patienten mit Langzeit-Sauerstoff-Therapie schon so weit unten, dass Weichmacher ihre Lage eh nicht mehr verschlimmern kann?
- Welche Weichmacher werden verwendet und wie hoch ist die von Brille und Verlängerungsschläuchen freigesetzte Dosis?
- Welche bezahlbaren und verträglichen Alternativen gibt es? Bei der Silicon-Brille soll es mehrere Nachteile (z.B. Geräuschentwicklung) geben.

Ich bin um jede Antwort dankbar, ob gut oder schlecht.

Grüße!!!!!!!!

widi

UweP-66

Avatar von UweP-66

Beiträge: 252

Re: weichmacher

15.04.2011 15:51:13

Hallo Widi,

seit 4/2008 verwende ich KRATON - Nasenbrillen der Fa. Cegla GmbH. Auf unserer Seite in der Spalte dort unter Links findest Du unter Sauerstoffzubehör den Zugang zur Fa. Cegla. Ich erhalt die Nasenbrille von meinem Lieferanten Linde AG u. meiner KK ohne Zuzahlung. Die Nasenbrille bleibt weich.
Ich hoffe ich konnte anregen.

Beste Grüsse
Uwe

Walter G.

Beiträge: 51

Re: weichmacher

16.04.2011 11:28:35

Hallo,

nachdem ich jahrelang Probleme mit den Standard-Nasenbrillen hatte (Verhärtung, Geruch, Weichmacher ...) habe ich mich nach Alternativen umgesehen und bin auf die Nasenbrille Everest aus Silikon gestoßen. Ich benutze diese nun seit fast drei Jahren und kann nur das Beste berichten.

Die Nasenbrille bleibt immer weich. Dadurch schont sie die empflindliche Nase aber auch die anderen Stellen, an denen eine Nasenbrille meist aufliegt, wie an den Ohren und den Schläfen. Bei den herkömmlichen Nasenbrillen litt ich immer wieder unter Entzündungen der Haut an den Ohren und an den Schläfen. Mit der Silikonbrille gibt es das nicht mehr.

Ein Nachteil ist der relativ hohe Anschaffungspreis, zumal die Kosten in meinem Fall nicht von einer Krankenkasse übernommen werden. Allerdings kann man die Silikonbrille immer wieder auskochen. Ich habe mein "Einstiegsmodell" bis heute in Verwedung, damit relativiert sich der hohe Preis natürlich. Zudem kann auch der Nasensteg ausgetauscht werden, und da ist ein Wechsel wirklich preisgünstig.

Tatsächlich rauscht der Luftstrom an der Öffnung der Nasenbrille hörbar, was hier wohl als Geräuschsbelästigung beschrieben wurde. Man gewöhnt sich aber rasch an das leise Blasen. Das Geräusch ist aber nur für den Träger ganz fein hörbar - die Umgebung bekommt davon nichts mit.

Hoher Tragekomfort, reizfrei auf der Haut, keine giftigen Weichmacher, äußerst lange Verwendbarkeit, leicht zu reinigen - das sind die Vorteile

Leises "Blasen" an den Öffnungen und hoher Anschaffungspreis - das sind die Nachteile

Grüße!

walli

Beiträge: 9416

Re: weichmacher

16.04.2011 11:56:58

Hallo Leute,

nachem hier immerwieder über die Weichmacher in den Nasenbrillen diskutiert wird, möchte ich einen Auszug von dem hierfür zuständigen Bundesinstitut für Arzneimittel u. Medizinprodukte (BfArM), welcher an den Beisitzer für Gesundheitspolitik der LOT ergangen ist, widergeben:
"Das BfArM hat zu Bisphenol-A aus Nasenbrillen für Langzeit-Sauerstoff-Therapie keine spezifischen Erkenntnisse aus dem Medizinprodukte-Beobachtungs-u. Meldesystem. Grundsätzlich gilt, daß CE-gekennzeichnete Medizinprodukte die grundlegenden Anforderngen des Medizinprodukterechts an Sicherheit, Leistungsfähigkeit und gesundheitlicher Unbedenklichkeit erfüllen müssen. Der Verantwortliche nach §5 Medizinproduktegesetz muß dieses im Rahmen der Konformitäts-Bewertung dokumentieren. Grundsätzlich müssen auch die hier in Rede stehenden Nasenbrillen diese Grundlegenden Anforderungen z.B. gemäß der DIN-Normen 10993-17 (Biologische Beurteilung von Medizinprodukten: Nachweis zulässiger Grenzwerte für herauslösbare Bestandteile) und -18 (Chemische Merkmalbestimmung von Werkstoffen) erfüllen.
Bei der Recherche wurde kein Hinweis gefunden, daß BPA-haltige Weichmacher in Nasenbrillen verwendet werden und insofern auch keine Daten gefunden, die die durch eine BPA-Emission aus Nasenbrillen verursachte Patientenbelastung beziffert.
Dies ist wie gesagt nur ein Auszug von mehreren Seiten des BfArM.
Also liebe Leute lasst Euch nicht verrückt machen. Wir haben mit unserer Krankheit schon genug zu tun.

Allzeit viel Luft unter der Nase
wünscht Waltraud aus Ludwigsburg

Jo@chim

Avatar von Jo@chim

Beiträge: 716

Re: weichmacher

16.04.2011 14:06:31

Hallo,

Unter dem nachfolgenden Link gibt es eine Stellungnahme des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema Weichmacher in Nasenbrillen:

Weichmacher in Nasenbrillen

Während des Patientenkongresses 2010 in Bad Reichenhall wurden Urinproben für eine Studie zu diesem Thema gesammelt. Leider habe ich bisher nichts über das Ergebnis dieser Studie gefunden.

Liebe Grüße
Joachim

Joachim Heinrich
multa cadunt inter calicem supremaque labra (Marcus Porcius Cato Censorius)

Rita

Beiträge: 17

Re: weichmacher

17.04.2011 09:40:38

Hallo Joachim,

das Ergebnis der Studie kenne ich nicht. Ich habe als Testperson mitgemacht und habe mein Ergebnis mitgeteilt bekommen. Hier ein Ausschnitt aus dem Brief:
"...Obwohl Sie durch das ständige Tragen von PVC-Nasenbrillen sicherlich einer höheren Belastung an Weichmachern ausgesetzt sind, waren alle Ihre Werte im Normbereich. Die PVC Nasenbrillen stellen, auch wenn sie über mehrere Jahre und über 24 Stunden am Tag regelmäßig getragen werden, keine gesundheitliche Gefährdung dar."

Viele Grüße
Rita

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