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Thema "Geschichten zum Nachdenken":

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Forum | Ein schöner Spruch | Geschichten zum Nachdenken

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Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

14.06.2012 20:39:06

Auf der Suche nach Gott
Es geschah in diesen Tagen, dass ein Mensch sich aufmachte um Gott zu suchen.
Sein Weg führte ihn durch viele prächtige Kirchen. Jeder Priester dieser Paläste
behauptete Gott zu kennen. Der Mensch hörte sich viele Versionen von sonderbaren Geschichten an,
nur zufrieden wollte er sich damit nicht geben. So wanderte er von Land zu Land und von Volk zu Volk. Er sah die schrecklichen Kriege, die man angeblich im Namen dessen führte,
den er nur aus Büchern kannte. Er weinte über die vielen Toten – getötet im Namen des Herrn über Himmel und Erde.
Verzweifelt und ausgebrannt beschloss er, die Suche aufzugeben.
Diesen Gott wollte er nicht, brauchte er nicht. Er hatte genug gehört und gesehen.
Wenn da nur diese innere Unruhe nicht gewesen wäre, diese Gewissheit, dass das Leben doch einen
Sinn haben müsse.
Erschöpft ließ er sich im Wald, an einem kleinen Bach nieder um seinen Durst zu stillen.
Als er sich hinab beugte um das frische Wasser zu trinken hörte er plötzlich eine Stimme.

„Oh Menschenskind, du suchtest an falschen Orten,
man kann mich nicht finden in Kirchen und Worten.
Ich bin in der Blumen duftendem Blüh´n,
in den Sternen am Himmel, die für alle glüh`n,
du findest mich im Sturm und im Wind,
in Licht, Luft und Sonne, Tau und Regen der rinnt.
Ich bin in der Vögelein Gesang,
im Lachen der Kinder wie Glockenklang!
Auch findest du mich bei den Ärmsten der Armen,
in jedem Menschen der noch fühlt das Erbarmen!
Auch bin ich im Baum, bis zum kleinsten Blatt,
im Saatkorn das aufgeht, um zu machen dich satt.
Auch bin ich dein Heimweh, deine Sehnsucht, dein Hoffen,
verschließe dein Herz nicht, lass es für mich offen.
Dann können wir stets miteinander reden.
wer fest an mich glaubt, nennt dies auch beten.
Einen ständigen Dialog mit dir -
liebes Menschenskind, das wünsche ich mir."

So plötzlich diese Stimme zu hören war, so schnell verstummte sie auch, während auf dem Bach ein helles Licht tanzte. In dem Suchenden machte sich ein großes Glücksgefühl breit.
Er bewunderte die Schönheit des Waldes, hörte mit Freude das Singen der Vögel und machte sich beschwingt auf den Heimweg.
Und mal ganz unter uns gefragt: „Was kann es Schöneres geben als zu erkennen, wie göttlich
unser Leben sein kann, wenn man auf seine innere Stimme hört?“

© Celine Rosenkind

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

15.06.2012 11:45:10

DER VERSTAND UND DIE LIEBE

Der Verstand begegnete der Liebe und sagte zu ihr: "Ich hab schon oft über dich nachgedacht, aber ohne ein befriedigendes Ergebnis. Deshalb möchte ich dich geradeheraus fragen: Was ist dein Sinn?

Bevor die Liebe antworten konnte, fügte der Verstand hinzu : "Sag mir aber nicht, dein Sinn bestehe darin, die Menschen glücklich zu machen. Ich habe oft gesehen, daß du sie unglücklich gemacht hast.

"Mein Sinn besteht darin, daß die Menschen an mir wachsen und zu sich selbst finden, antwortete die Liebe. "Durch mich werden sie erst zu denen, die sie sein können. Ich erwecke das Beste in ihnen und bringe es zur Entfaltung. Und ich schenke ihnen Glück. Daß dieses Glück vergänglich ist und sich auch in Unglück verwandeln kann, darfst du mir nicht anlasten. Nichts ist von Dauer in dieser Welt. Und weder du noch ich haben die Macht, das Gesetz der Vergänglichkeit zu brechen.

"Ich weiß, sagte der Verstand, allerdings verstehe ich nicht, warum die Menschen sich im allgemeinen vor dir fürchten, obwohl du ihnen angeblich so viel Gutes zu geben hast, während sie zu mir volles Vertrauen haben.
Das liegt daran, antwortete die Liebe, "daß ich die Menschen ins Unbekannte führe, während du mit ihnen auf Wegen gehst, die sie gut kennen.
"Aber du sagst doch gerade" wandte der Verstand ein, daß du ihnen hilfst, zu sich selbst zu finden.
Das tue ich auch, erwiderte die Liebe, "aber ihr wahres Selbst ist den meisten Menschen unbekannt und macht ihnen deshalb angst. Und daran bist du nicht ganz unschuldig.
"Wieso?"
Du bringst sie dazu, Schutzmauern gegen mich aufzubauen, indem du ihnen einredest, wie gefährlich ich sei und wie groß die Schmerzen und Enttäuschungen sein können, die ich ihnen bereite. Du lehrst sie , mich zu fürchten.
Und habe ich nicht recht damit? fragte der Verstand .
Nein, du hast unrecht. Die Menschen verletzen sich sich nicht an mir, sie verletzen sich gegenseitig. Sie sind nicht enttäuscht von mir, sie enttäuschen sich gegenseitig. Und die Schmerzen , die sie erleiden, stammen nicht von mir , sondern daher, daß sie mein Wesen nicht tief genug verstehen. Wie sollten sie es auch können , wenn du sie unentwegt daran hinderst, sich ganz und gar auf mich einzulassen? Denn nur so können sie mich wirklich kennenlernen - und damit sich selbst .

Dieses Gespräch hat keinen Sinn, sagte der Verstand.
Wir reden aneinander vorbei..

"Weil du nicht schweigen kannst", erwiderte die Liebe...

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

16.06.2012 11:37:18

Der ungeduldige Weihnachtsstollen

Es war einmal ein Weihnachtsstollen, der war ganz durchknetet von dem Gedanken, als leckeres Frühstücksbrot mit Butter zu dienen.
Ja, es wurde ihm sogar in Aussicht gestellt, zum Nachmittagskaffee serviert zu werden, wie Kuchen, wie richtiger Kuchen.

Nun lag der süße Stollen aber schon wochenlang im Brotfach,
lag da in durchsichtigem, glänzendem Weihnachtspapier mit Schneelandschaft und Christkind-Schlitten und musste mit ansehen,
wie alle anderen Brote gebraucht wurden: das Schwarzbrot, das Vollkornbrot;
sogar das Weißbrot und das Knäckebrot kamen regelmäßig an die Reihe und durften sich bewähren.

Ich glaube, der Stollen wurde ganz blass vor Neid und vor Ungeduld, aber das konnte man nicht sicher sagen,
weil er ja über und über mit Puderzucker bedeckt war.

"Da hat man soviel Aufhebens um mich gemacht," dachte der Stollen bitter wie Sukade, "hat mich gesüßt und mit Rosinen gespickt.
Ja, sogar Marzipanstückchen hat die Hausfrau in mich hineingebacken. Und nun?
Nun bin ich überflüssig und gammele hier `rum, schön und lecker, aber unnütz."
Doch dann kam Heiligabend. Die Hausfrau stellte im Wohnzimmer die Geschenke auf.
Und nun, nun deckte sie in der Küche den festlichsten Kaffeetisch des Jahres; und das Beste, das Edelste und das Leckerste,
das sie zu bieten hatte, das war der Weihnachtsstollen.

Leider konnte er seine große, feierliche Wichtigkeit nicht lange genießen, denn er schmeckte gar zu gut und war nach einer halben Stunde gegessen.

*Wördemann, Helmut

Salza

Beiträge: 3

Re: Geschichten zum Nachdenken

07.09.2014 12:37:23

Ihr Lieben, schreibt ihr eigentlich auch selbst Geschichten? Seitdem ich krank bin, schreibe ich mir alles Mögliche von der Seele und habe auch angefangen Geschichten zu schreiben, am Liebsten würde ich ein eigenes Buch schreiben, aber daran traue ich mich noch nicht so recht!
Ein richtiges Buch, darauf könnte man doch stolz sein oder?

Aber sagt - wie ist das bei Euch mit dem Schreiben?

Salza

Ramtam

Beiträge: 8

Re: Geschichten zum Nachdenken

11.09.2014 21:26:03

Huhuchen, wink

du willst ein ganzen Buch schreiben?? WOW!! Tschakka, na dann viel Spaß.

Also so viel schreibe ich auch nicht - das ist mir too much. Ich male auch noch ein wenig, eher so freies Gefühlsmalen, dabei kann ich so schön meditieren.

Dazu schriebe ich ein einfaches Tagebuch, dazu nehme ich ein einfaches Din A 5 Heft, das ich mit einem selbst gemachten Umschlag ausgestalte. Aber ein Buch!! Echt bewundernswert!

So Long

Ramtam

Letzte Änderung: 11.09.2014 21:31:16 von Ramtam

gana

Beiträge: 4

Re: Geschichten zum Nachdenken

23.09.2014 13:48:49

Ein eigenes Buch wäre sicher schön =) Ich würde mich auch über eine eigene kleine Broschüre freuen. Mit Klebebindung oder Spiralbindung ist die ja auch fast wie ein Buch.

Habe schon überlegt, mein Tagebuch abzutippen und daraus eine kleine Broschüre zu machen. Die würde ich dann meiner Tochter schenken, wenn sie denn irgendwann mal selbst Kinder hat. Viele der Einträge stammen aus der Zeit, als sie als Kind häufig im Krankenhaus bleiben musste. Als Trost, als Inspiration, als Standbein...was sie halt gerade braucht.

MGoli

Avatar von MGoli

Beiträge: 361

Re: Geschichten zum Nachdenken

05.11.2014 10:13:45

Hallo Zusammen,

aus gegebenen Anlass muß ich noch einmal darauf hinweisen, das Zitate, die hier veröffentlicht werden (in dem Fall ganze Gedichte), bitte immer mit Name des Autors und einer Quellenangabe versehen werden!!
Wir haben gerade wieder eine Abmahnung von einem Verlag bekommen, die ein Gedicht welches im Februar 2012 in diesem Thread gepostet wurde, gefunden haben!

Daran seht ihr, es wird unheimlich darauf geachtet und mittlerweile werden dafür Leute bezahlt, um solche Veröffentlichungen zu recherchieren!

Also bitte dran denken, wenigstens Name des Autor und Quellenangaben mit eintragen!

Viele Grüße aus Dornum
Euer Admin
Michael smile

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

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