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Thema "Geschichten zum Nachdenken":

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Forum | Ein schöner Spruch | Geschichten zum Nachdenken

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Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

10.05.2012 14:36:07

eliton, vom Volke der Inka, einer der ersten die in Bolivien Bahá'u'lláh erkannt hatten; Eine Erzählung von seinem Weg auf der Suche, die Erfüllung alter Prophezeihungen suchend:

Meliton wanderte und wanderte durch das wilde und zerklüftete Bergland der Anden, oft vollkommen erschöpft, um eine Antwort zu finden auf die uralte Prophezeihung, die sein Volk dereinst erhalten hatte. Daß weiße Männer kommen werden, lange lange nach denen die Tod, Grausamkeit, Erniedrigung und Unterdrückung gebracht hatten, Männer, die die Geschicke in die Hände dieses gequälten Volkes zurügeben würden. Irgendwann kam Meliton auf den Gedanke, daß ja der oberste Mann der gesamten Katholischen Kirche in all den unermeßlichen Weiten, der Erzbischof von Sucre, die Antwort kennen müsse. Also machte Er sich auf nach Sucre, zu Fuß, viele Tage und Nächte, verlangte beim Erzbischof Audienz die ihm auch gewährt wurde. "Der Kardinal war mit mir alleine", so erzählte er mir, "und ich betraute ihn mit meiner Frage. Der Kardinal sagte lange nichts, und blickte mich an. Und dann sagte er: Meliton, ich werde dir etwas sagen was ich noch niemals einem Menschen gesagt habe. Wir sind auf einem völlig falschen Weg. Hier findest du Gott nicht. Suche nicht nach Ihm. Ich hoffe, Gott nimmt mir diese Beichte ab, hier vor dir, und erbarmt sich meiner Seele. Gehe auf die Berge, in die Täler, dort wirst du Gott finden, aber hier, bei uns, nicht". Der Kardinal gab Meliton seinen Segen und entließ ihn.

Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

11.05.2012 10:35:14

Ein Arbeitsloser bewirbt sich als Reinigungskraft bei einem Software-Unternehmen. Der Personalleiter lässt ihn einen Test machen (den Boden reinigen) darauf folgt ein Interview und schließlich teilt er ihm mit "Sie sind eingestellt, geben Sie mir Ihre E-Mail dann schicke ich Ihnen die nötigen Unterlagen".

Der Mann antwortet ihm, dass er weder einen Computer besitzt noch entsprechend eine E-Mail hat. Der Personalmensch antwortet ihm, dass er ohne E-Mail Adresse virtuell nicht existiert und daher nicht angestellt werden kann.

Der Mann verlässt verzweifelt das Gebäude mit nur 10 Dollar in der Tasche. Er beschließt in den nächsten Supermarkt zu gehen und 10 Kilo Tomaten zu kaufen. Er verkauft die Tomaten von Tür zu Tür und innerhalb von 2 Stunden verdoppelt er sein Kapital. Er wiederholt die Aktion 3 mal und hat am Ende 160 Dollar.

Er realisiert, dass er auf diese Art und Weise seine Existenz bestreiten kann, also startet er jeden Morgen und kehrt abends spät zurück. Jeden Tag verdoppelt oder verdreifacht er sein Kapital. In kurzer Zeit kauft er sich einen kleinen Wagen, dann einen Lastwagen und bald verfügt er über einen kleinen Fuhrpark für seine Lieferungen. Innerhalb von 5 Jahren besitzt er eine der größten Lebensmittelketten der USA.

Er beschließt an seine Zukunft zu denken und möchte einen Finanzplan für sich und seine Familie erstellen lassen. Er setzt sich mit einem Berater inVerbindung und sie erarbeiten einen Vorsorgeplan. Am Ende des Gesprächs fragt der Vertreter ihn nach seiner E-Mail Adresse, um ihm die entsprechenden Unterlagen schicken zu können. Der Typ antwortet ihm, dass er nach wie vor keinen Computer und somit auch keine E-Mail besitzt. Der Versicherungsvertreter schmunzelt und bemerkt: "Kurios - Sie haben ein Imperium aufgebaut und besitzen nicht mal eine E-Mail. Stellen Sie sich mal vor, was Sie mit einem Computer alles erreicht hätten!"

Der Mann überlegt und sagt: "Ich wäre Putzfrau!"
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Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

13.05.2012 11:32:52

Der gläserne Sarkophag

Ein orientalischer König hatte eine zauberhafte Frau, die er über alles liebte. Immer wenn er Zeit hatte, suchte er ihre Nähe. Eines Tages starb die Frau und ließ den König in großer Trauer zurück. "Nie", rief er aus, "will ich mich von meinem geliebten jungen Weibe trennen." In einem gläsernen Sarkophag bahrte er seine Frau im größten Saal des Palastes auf und stellte sein Bett daneben, um nicht eine Minute von ihr getrennt zu sein. Es war aber ein heißer Sommer, und trotz der Kühle des Palastes ging der Leichnam der Frau langsam in Verwesung über. Ihr holdes Antlitz begann sich zu verfärben und wurde von Tag zu Tag aufgedunsener. Der König in seiner Liebe sah dies nicht. Bald erfüllte der süßliche Geruch der Verwesung den ganzen Raum, und keiner der Diener wagte es, auch nur seine Nase herein zu stecken. Der König nahm selber schweren Herzens sein Bett und trug es in den Nachbarraum. Obwohl alle Fenster sperrangelweit offenstanden, kroch der Geruch der Vergänglichkeit ihm nach. Es flohen alle Diener und Freunde. Dann verlor der König das Bewußtsein. Der Hakim, der Arzt, ließ ihn in den großen Garten des Palastes bringen. Als der König erwachte, strich sein frischer Windhauch über ihn. Der Duft der Rosen umschmeichelte seine Sinne. Es war ihm, als lebte seine große Liebe noch. Nach wenigen Tagen erfüllte den König wieder Leben. Sinnend blickte er in den Blütenkelch einer Rose, und plötzlich erinnerte er sich daran, wie schön seine Frau zu Lebzeiten gewesen war. Er brach die Rose, legte sei auf den Sarkophag und befahl seinen Dienern, die Leiche der Erde zu übergeben (Persische Geschichte). Wenn wir festhalten an dem Geliebten, macht es uns krank - wir vergiften uns selbst, wenn wir das Schöne, das Wertvolle , die guten Erinnerungen in uns tragen wie eine Rose, tief in unserem Herzen, als Geschenk, sind wir reich und können wachsen.
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Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

14.05.2012 12:16:24

Gesegnete Pleite

Ein Lebensmittelhändler kam in großer Sorge zum Meister, um mitzuteilen, dass genau gegenüber seinem Laden ein großer Supermarkt eröffnet hätte, der sein Geschäft kaputt machen würde. Seit hundert Jahren hatte der Laden seiner Familie gehört, und wenn er das Geschäft verlöre, wäre es sein Ruin, denn etwas anderes hätte er nicht gelernt!

Sagte der Meister: "Wenn du den Besitzer des Supermarktes fürchtest, wirst du ihn hassen. Der Hass wird dein Ruin werden!"

"Was soll ich tun?" fragte der verzweifelte Lebensmittelhändler.

"Jeden Morgen geh aus deinem Laden auf den Bürgersteig und segne dein Geschäft, dass es ihm gut gehen möge. Dann dreh dich um und segne den Laden gegenüber gleichermaßen!"

"Was? Meinen Konkurrenten und Verderber segnen?"

"Jeder Segen, den du ihm zuteil werden lässt, wird zu deinem Besten ausschlagen. Alles Böse, das du ihm wünschst, wird dich zerstören!"

Nach sechs Monaten kam der Lebensmittelhändler wieder und berichtete, dass er, genau wie befürchtet, seinen Laden hatte schließen müssen, aber nun sei er Verwalter des Supermarktes und seine Geschäfte gingen besser als je zuvor!

Désirée

Hiltrud

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Re: Geschichten zum Nachdenken

15.05.2012 11:08:18

Der hölzerne Gott

Wenn dir der Gedanke kommt, dass alles, was du über Gott gedacht hast, verkehrt ist, und dass es keinen Gott gibt, so gerate darüber nicht
in Bestürzung. Es geht allen so. Glaube aber nicht, dass dein Unglaube daher rührt, dass es keinen Gott gibt. Wenn du nicht mehr an Gott
glaubst, an den du früher glaubtest, so rührt es daher, dass in deinem Glauben etwas verkehrt war, und du musst dich bemühen, besser zu
begreifen, was du Gott nennst. Wenn ein Wilder an seinen hölzernen Gott zu glauben aufhört, so heisst das nicht, dass es keinen Gott gibt,
sondern nur, dass er nicht aus Holz ist.
Leo Tolstoj

Hiltrud

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Re: Geschichten zum Nachdenken

16.05.2012 10:28:52

Die Statue des Michelangelo

Eines Tages wurde Michelangelo von einer reichen Familie beauftragt, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen.

Er suchte daraufhin nach einem geeigneten Marmorblock. Nach einer ganzen Weile fand er in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block, der dort vergessen worden war. Diesen Marmorblock ließ Michelangelo von seinen Arbeitern in sein Atelier bringen.

Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zu hauen. Dafür brauchte er zwei ganze Jahre. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis er die Statue durch Schleifen und Polieren fertig stellte.

Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen.

Der Bildhauer sprach: "Der David war immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen."

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

17.05.2012 11:06:24

Von der Last des Lebens...

Ein alter Beduine war krank und zweifelte am Sinn des Lebens.

Eines Tages kam er in einer Oase an einem jungen, noch kleinen Palmenbaum vorbei. Frustriert und deprimiert wie er war, nahm er einen dicken Steinbrocken und legte ihn der jungen Palme mitten auf die Blattkrone und dachte gehässig: "Soll auch sie sehen, wie sie damit fertig wird."

Die junge Palme versuchte, die Last abzuwerfen. Sie wiegte sich im Wind und schüttelte ihre jungen Wedel. Doch - vergebens.

Also begann sie, tiefer und fester in den Boden zu wachsen, um stärker und kräftiger zu werden. Und wirklich: ihre Wurzeln erreichten neue Wasseradern. Die Kraft des Wassers aus der Tiefe und die der Sonne vom Himmel machten sie zu einer außerordentlich starken Palme, die auch den Stein im Weiterwachsen mittragen konnte.

Nach Jahren kam der alte Beduine wieder, um nach dem Baum zu sehen. Da sah er eine besonders hochragende Palme und in der Krone trug sie den Stein.

Und wie sie sich im Wind neigte, schien sie ihm zu sagen: "Ich muss dir danken! Die Last hat mich über meine Schwäche hinauswachsen lassen."

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

18.05.2012 11:01:35

Eines Tages beschlossen drei, die sich mehr Gedanken als andere machten, die Welt zu verbessern.

Der erste ging zu den Völkern im Osten und Westen, sprach auf Versammlungen und großen Plätzen über Frieden und Verständigung. Und siehe da: Die Völker im Osten spendeten Beifall, und die Völker im Westen spendeten Beifall - die einen so laut wie die anderen.

Doch eine Woche später kam ein Fremder zu den Völkern im Osten und Westen und sprach auf Versammlungen und großen Plätzen von Bedrohung und von Pflichten gegenüber dem Vaterland. Und siehe da: Die Völker im Osten spendeten Beifall, und die Völker im Westen spendeten Beifall - die einen so laut wie die anderen.

Der zweite sammelte Geld. In allen großen und kleinen Städten sammelte er wochenlang, monatelang, jahrelang - bis er einen riesigen Betrag zusammen hatte, den er zu verschenken gedachte. Und er teilte auf: Ein viertel für die Kirche; ein Viertel für ein Land, das Hunger litt; ein Viertel für die kranke Frau, die er im Treppenhaus getroffen hatte; ein Viertel für Menschen, die Bäume, Wiesen und Tiere zu schützen versuchten.

Die Kirche freute sich über das Geld und bekehrte damit Ungläubige. Das Land, das Hunger litt, freute sich über das Geld, besonders sein Präsident, und ganz besonders dessen Frau. Die kranke Frau aus dem Treppenhaus freute sich auch über das Geld und konnte endlich die teure Behandlung bezahlen. Leider war es schon zu spät. Und die Menschen, die Bäume, Wiesen und Tiere zu schützen versuchten, freuten sich ebenfalls über das Geld. Sie konnten damit Millionen von Papieren bedrucken und verteilen, in denen sie alle Bürger des Landes aufforderten, Bäume, Wiesen und Tiere zu schützen. "Recht haben sie, diese Leute", meinte jemand, verwöhnte seinen Dackel und mähte den Rasen.

Der dritte ging in den nahen Park und setzte sich dort auf eine Bank.

"He, du?" sagte ein kleiner Mensch von fünf Jahren und kletterte neben ihn.

"Guten Tag", sagte der dritte.

"Das ist meine Bank!", sagte der kleine Mensch.

"Hmm", sagte der dritte und kramte verlegen in seinen Hosentaschen. Zwei vergammelte Bonbons kamen zum Vorschein. "Kannst ja eins haben."

"Joooh."

Der dritte und der kleine Mensch betrachteten angestrengt ihre Schuhe.

Der kleine Mensch malte mit seinen Zehen Kreise in die Luft: "Kannst auch ein Stück von meiner Bank haben."

Schweigend saßen sie dann lange Zeit nebeneinander und lutschten leise an ihren Bonbons herum

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

19.05.2012 22:07:03

Menschen und Kakerlaken

Eines Tages kommt ein skeptischer Suchender zu einem spirituellen Meister und will Klarheit haben ob es göttliche Wesen, wie z.B. Engel, hohe außerirdische Intelligenzen oder ob es überhaupt so etwas, wie einen allmächtigen Gott gibt. Denn er hege mächtige Zweifel daran, an deren Existenz zu glauben. Er habe doch schon so viele Male versucht mit diesen übersinnlichen Kräften in Kontakt zu treten, begründet er seine Zweifel, und hat noch niemals eine Antwort erhalten. Nun fragt er sich ernstlich: Wenn es diese Wesen wirklich gibt und die auch noch viel intelligenter und mächtiger sind, als wir Menschen - warum sprechen sie nicht mit uns. Es muss doch für sie ein Leichtes sein, mit uns zu kommunizieren?

Der Meister sieht den Suchenden mitleidig an und sagt: "Mit den Wesen und uns ist es in etwa so, wie zwischen den Menschen und den Kakerlaken."

Der Suchende sieht den Meister rat- und fassungslos an und sagt: "Wie soll ich das denn verstehen?"

"Nun ganz einfach", erwiderte der Meister, "gehe hinunter in den Keller und versuche mal mit den Kakerlaken zu kommunizieren."

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

21.05.2012 11:35:04

Grundlos davon

Es war einmal ein schöner, junger Mann, der zog ins weite Land, um die Frau fürs Leben zu finden.

Da traf er in einem kleinen, verschlafenen Städtchen ein bildhübsches, angesehenes und wohlhabendes Fräulein. Sie hatte das schönste Gesicht, das er je gesehen hatte.

Nachdem die beiden einige schöne Wochen miteinander verbracht hatten, war sich der junge Mann sicher: Sie ist reich, sie ist schön und sie hat noch dazu die schönste Kutsche weit und breit.

Bessere Gründe, jemanden zu heiraten, wird es wohl nur schwerlich geben, dachte er bei sich und hielt um ihre Hand an.

Die beiden heirateten und waren glücklich miteinander bis zu dem Zeitpunkt, als sie bei einem Kutschenunfall ihre Schönheit, die Kutsche und ihr gesamtes Hab und Gut verlor. Dann verließ er sie.

Shoghi Effendi

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