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Thema "Geschichten zum Nachdenken":

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Forum | Ein schöner Spruch | Geschichten zum Nachdenken

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Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

22.05.2012 22:03:23

Es waren einmal zwei reiche Kaufleute, die hießen Akiba und Tarphon. Tarphon war aus einem reichen Haus und hatte nie die Armut kennengelernt. So vergaß er die Armen und verbrauchte seinen ganzen Reichtum nur für sich. Akiba aber war Kind armer Leute gewesen und wußte, wie bitter die Armut ist. So verwandte er einen großen Teil seines Geldes dazu, die Not anderer Menschen zu lindern.
Weil er seinen Freund Tarphon liebte, tat es ihm weh, daß dieser niemals etwas für die Armen gab. - Eines Tages ging er zu seinem Freund und erbot sich, für ihn ein prächtiges Landgut zu einem günstigen Preis zu erwerben. Tarphon war erfreut über die günstige Gelegenheit und gab Akiba eine große Summe Geld. Der aber ging damit ins Armenviertel und verteilte es unter die Bedürftigen. Nach einiger Zeit wollte Tarphon sein Landgut besichtigen, und Akiba nahm seinen Freund mit in das Armenviertel.
"Hier soll das Gut sein, von dem du mir vorgeschwärmt hast?" fragte Tarphon überrascht. "Ich habe dein ganzes Geld an die Armen verteilt! Komm, laß uns dein Gut ansehen", sagte Akiba. In einer schmutzigen Gasse traten sie in ein Haus. Drinnen war es finster, kein Tageslicht drang in das ärmliche Zimmer. Nur ein Herd brannte, ein Tisch und ein Stuhl standen im Raum.
"Warum hast du diesen Menschen nichts gegeben?" "Ich habe ihnen gegeben", antwortete Akiba, "früher war der Herd kalt, der Topf leer und die Leute lagen auf der Erde!"
In einem anderen Haus trafen sie einen Studenten, der beim Schein der Kerze in einem Buch las. "Warum hast du diesem Jungen nichts gegeben?" "Ich habe ihm etwas gegeben. Früher hatte er weder ein Buch noch ein Licht, und er konnte überhaupt nicht studieren, sondern mußte als Tagelöhner arbeiten!" sagte Akiba. So gingen sie weiter. Und das Entsetzen Tarphons wurde immer größer, als er begriff, wieviel Elend und Not es in seiner Stadt gab. Er schämte sich, daß er bisher so wenig für die Armen getan hatte. Auf dem Nachhauseweg fragte Akiba: "Nun, wie gefällt dir das Landgut, das ich für dich gekauft habe?" Da senkte Tarphon seinen Blick und meinte: "Ich werde deine Lehre beherzigen und noch viele prächtige Landgüter erwerben, um anderen Menschen in ihrer Not zu helfen!"

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

23.05.2012 19:08:45

Ein König hatte einen Minister, der bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit sagte: "Gott fügt alles wunderbar." Nach einiger Zeit hatte der König diesen Satz so oft gehört, daß er ihn nicht mehr ertragen konnte. Die beiden sind auf der Jagd. Der König schießt einen Hirsch. Minister und König sind hungrig, machen Feuer, grillen den Hirsch, der König beginnt zu essen und schneidet sich in seiner Gier einen Finger ab. Der Minister sagt auch dieses mal: "Gott fügt alles wunderbar."
Jetzt reicht es dem König. Wütend entläßt er den Minister aus seinen Diensten und befiehlt ihm, sich fortzuscheren. Er wollte ihn nie wiedersehen. Der Minister geht. Der König, vom Hirschbraten gesättigt, schläft ein. Wilde Räuber, Anhänger der Göttin Kali, überfallen und fesseln ihn, wollen ihn ihrer Göttin opfern und – verspeisen. Im letzten Moment bemerkt einer der Kalianhänger den fehlenden Finger. Die Räuber beratschlagen sich und befinden: "Dieser Mann ist unvollkommen. Ihm fehlt ein Körperteil. Unserer Göttin darf nur Vollkommenes geopfert werden." Sie lassen ihn laufen. Der König erinnert sich an die Worte des Ministers: "Gott fügt alles wunderbar" und begreift: Genau so ist es. Auch in diesem Fall. Er fühlte sich schuldig, weil er den Minister verbannt hat, und läßt ihn suchen. Nach langer Zeit wird er gefunden. Der König entschuldigt sich und bittet ihn, wieder in seine Dienste zu treten.
Der Minister entgegnete: "Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich bin dankbar, daß du mich fortgeschickt hast. Mich hätten die Räuber geopfert. Mir fehlt kein Finger. Gott fügt alles wunderbar."

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

24.05.2012 11:25:20

Abdu'l-Baha saß am Genfer See in einem Café. Ein Prinz kam herein, ein Prinz der Katschar-Dynastie. Der Prinz erkannte Abdu'l-Baha, ging zu Ihm. "Abbas Effendi, dürfte ich Euch eine Frage stellen?". "Immer zu", antwortete Abdu'l-Baha. "Sagt an, wie kommt es, daß euch, einem Perser, eine solche Verehrung zuteil wird, von der ich, Prinz des Katschar-Geschlechtes, vergeblich 'träume?" Abdu'l-Bahá sah den Prinzen an. "Setz dich!". Der Prinz setzte sich zu Ihm. "Du bist ein Prinz, und es ermangelt dir an Verehrung?" "Ja". "Sag mal, was würdest du denn gern sein, was kommt denn über dem Prinzen?" "Der Großvesir", sagte der Prinz. "Genießt denn der Großvesir die von dir gewünschte Verehrung?" "Nein, man tut ihm gutes, liebt, verehrt ihn aber nicht so sehr". "Und wer steht über dem Großvesir?" "Nun, der König selbst wohl, Abbas Effendi". Worauf Abdu'l-Baha den stolzen Prinzen mit seinem Diamantenbesetzten Turban ganz tief anschaute, und fragte: "Und der König, hat der denn die Verehrung, die ihr sucht?" "Nein", antwortete der Prinz, "eure Verehrung ist um vieles größer". "Nun", fragte Abdu'l-Baha den erstaunten Prinzen, "und was kommt über dem König?" Der Prinz sann nach, völlig erstaunt ob der Frage. "Aber, Abbas Effendi, da kommt nichts mehr, über dem König". "Dieses Nichts bin Ich", schenkte Abdu'l-Baha dem Prinzen eine goldene Uhr, stand auf, verließ das Café.

Hugo Giacheri
_________________
"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten"

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

25.05.2012 22:10:38

Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus. Es ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze. "Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie. Sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen!"

Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen wurden. Seine Frau war gestorben. Als er sich zu mir umdrehte, sagte er: "Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf! Jeder Tag den Du lebst, ist ein besonderer Anlass.

Ich denke immer noch an diese Worte ... sie haben mein Leben verändert. Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger. Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die Landschaft ohne auf das Unkraut im Garten zu achten. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden und weniger Zeit bei der Arbeit. Ich habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist, die es zu schätzen gilt. Von jetzt an bewahre ich nichts mehr auf. Ich benutze täglich meine Kristallgläser. Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu gehen.

Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf, wenn ich Lust dazu habe. Sätze, wie z.B. "Eines Tages ..." oder "An einem dieser Tage ..." sind dabei, aus meinem Vokabular verbannt zu werden.

Es sind diese kleinen unerledigten Dinge, die mich sehr stören würden, wenn ich wüsste, dass meine Tage gezählt sind.

Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben, mit denen ich mich "an einem dieser Tage" in Verbindung hätte setzen wollen.
Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich "an einem dieser Tage" schreiben wollte.
Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe.

Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte. Ich sage mir, dass jeder Tag etwas Besonderes ist ... jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes.

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

26.05.2012 11:15:24

Zwei Freunde gehen im Moor spazieren.
Plötzlich sinkt einer von ihnen bis zur Brust in den Morast. Schnell rennt der andere los, um die Feuerwehr zu holen. Die trifft auch prompt ein und fährt die Leiter aus, um den Versinkenden zu retten.
Der winkt aber ab: "Ich bin nun 50 Jahre Christ und immer treu und brav in die Kirche gegangen. Der Herr wird mich schon retten!"
Also fährt die Feuerwehr kopfschüttelnd wieder ab.
Nach einigen Stunden entscheidet der Feuerwehrchef, doch noch mal ins Moor fahren: "Der Mann stirbt ja sonst, dem müssen wir einfach helfen!"
Als sie ankommen, sehen sie, dass nur noch der Kopf des Mannes aus dem Moor herausguckt. Also wird die Leiter wieder ausgefahren.
"Nix da", ruft da der Versinkende energisch, "Ich bin 50 Jahre Christ, habe auch immer meine Kirchensteuer bezahlt. Gott wird mich schon retten!"
Die Feuerwehr kann es nicht fassen, aber die Männer fahren wieder fort.
Am kommenden Morgen muss der Feuerwehrchef aber doch wieder an den Mann im Moor denken und er lässt noch einmal ausrücken.
Im Moor angekommen sehen die Männer aber nur noch, wie die letzten Haare versinken! Für sie ist nichts mehr zu machen!
Der Verstorbene kommt nun im Himmel an und ist sehr wütend: "Sofort her mit dem Chef", brüllt er Petrus an, der diesen auch sofort holt.
Er schnauzt los: "50 Jahre bin ich nun Christ, immer habe ich brav meine Kirchensteuer gezahlt, keinen Gottesdienst habe ich versäumt - und nun sowas! Hättest du mir nicht ein wenig unter die Arme greifen können?"
"Ich verstehe deinen Ärger nicht, mein Sohn." sagt da Gott und fragt. "Habe ich dir nicht dreimal die Feuerwehr geschickt?"

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

27.05.2012 11:17:34

Die Geschichte vom kleinen Gänseblümchen
(von Denkpause)

Mitten in einem Park in einer grossen Stadt standen viele Blumen! Wunderschön anzuschauen! In einem Beet stand neben einer prächtigen grossen roten Rose ein kleines Gänseblümchen! Alle Leute die stehen blieben bewunderten die prächtige rote Rose! Für das kleine Gänseblümchen hatten sie höchstens abfällige Bemerkungen parat! Die Rose bildete sich viel darauf ein! Zum Gänseblümchen sagte sie: "Ich bin ja auch schön! Gross, prächtig!

Mich wollen die Leute sehen! Du dagegen bist es nicht wert!" Das machte das Gänseblümchen sehr traurig! Den nächsten der stehen blieb um die wunderschöne rote Rose zu bewundern fragte das kleine Gänseblümchen leise: "Warum bewunderst Du die rote Rose und wenn Du mich siehst verziehst du das Gesicht?".

Sie bekam als Antwort: "Du bist so klein und winzig! Du bist es nicht wert!"

Das kleine Gänseblümchen wurde noch kleiner und noch trauriger! Sie machte sich ganz klein! Damit wirklich keiner sie mehr sehen konnte und sie verletzen konnte! So verging lange Zeit wo alle immer stehen blieben um die wunderschöne rote Rose zu bewundern!

Eines Tages hörte das kleine Gänseblümchen wie jemand sagte: "Du bist aber wunderschön! Warum machst Du Dich so klein?". Sie wunderte sich, noch nie hatte jemand die wunderschöne rote Rose als klein bezeichnet! Sie sah vorsichtig hoch! Und erschrak!

Vor dem kleinen Gänseblümchen im Gras sass jemand, der sich zu ihr heruntergebeugt hatte und sie ansah! Das verwirrte das kleine Gänseblümchen so sehr, das sie Angst bekam! Und noch ein bisschen winziger wurde! Sie fragte leise: "Wer bist Du?" Als Antwort bekam sie zu hören: "Ich bin ein Freund wenn Du magst! Schon lange gehe ich ohne Freude durch diesen Park! Dich habe ich nie gesehen! Nun, da ich Dich entdeckt habe, habe ich einen Grund jeden Tag zu kommen! Und einen Grund mich sehr
zu freuen!"

Mit diesen Worten stand er auf und ging! Aber am nächsten Tag zur gleichen Zeit war er wieder da und freute sich über das Gänseblümchen! Das kleine Gänseblümchen sagte: "Aber ich bin es doch nicht wert!" Ihr neuer Freund sagte: "Doch kleines Gänseblümchen! Du bist sehr viel wert! Es kommt nicht auf die Grösse an! Nicht darauf wie Du aussiehst! Sondern darauf wer Du bist!".

Auch mit diesen Worten stand er wieder auf und ging! Und in dem Herz des Gänseblümchens hatte sich ein winziger, noch sehr kleiner, Funke entzündet! Ein Funke der Hoffnung. Nun kam ihr Freund jeden Tag, sie sprachen viel miteinander! Und unbemerkt wurde das Gänseblümchen jeden Tag ein Stück grösser und ein wenig weniger traurig! Der kleine Funke der Hoffnung wurde grösser und grösser! Und es kamen andere kleine Funken hinzu!

In dem Moment noch sehr klein und leicht auszublasen! Aber sie wuchsen von Tag zu Tag mit! Das waren der Funke des Vertrauens und der Funke der Liebe! Der Gedanke, das sie nichts wert ist, sass tief! Aber langsam wurde er schwächer und schwächer! Dank ihrem Freund, der Tag für Tag kam und das Gänseblümchen einfach lieb hatte! So wie es war!

Daraus entstand eine lange Freundschaft! Auch der Freund war mal traurig! Aber inzwischen hatte das Gänseblümchen soviel Kraft, das sie auch für ihn da sein konnte. Und das machte sie noch glücklicher!

Durch die Freundschaft, die Liebe, die Hoffnung, das Vertrauen, das Glück wuchs und wuchs das kleine Gänseblümchen! Das es nichts wert sein sollte hatte es fast vergessen! Und wenn mal jemand kam, der über sie herzog, machte es ihr nichts mehr aus! Sie hatte ja ihren Freund!

Als ihr Freund eines Tages kam, stellten sie beide fest, das aus dem kleinen traurigen Gänseblümchen ein grosses glückliches Gänseblümchen geworden war! Die Liebe und Freundschaft hatten ihr den Mut, die Kraft und die Zuversicht gegeben an sich selber zu glauben!
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*☸ڿڰۣ♥ Du und ich, wir sind eins. Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich selbst zu verletzen. *☸ڿڰۣ♥
Mahatma Gandhi
❤ڿڰۣ❤ Mami I Love You ❤ڿڰۣ❤
You are forever in my Heart!

Hiltrud

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Re: Geschichten zum Nachdenken

28.05.2012 10:27:53

Es war einmal ein indischer König namens Akbar.

Eines Tages spannte er eine gerade Schnur und forderte seine Minister auf: "Schneidet diese Schnur nicht ab, verknotet sie nicht, doch verkürzt sie auf eine andere Art und Weise!"

Da wunderten sich alle, wie die Schur verkürzt werden könnte, ohne abgeschnitten oder verknotet zu werden.

Schließlich stand einer seiner weisesten Leute auf und spannte eine längere Schnur daneben. Durch diese zweite, längere Schnur schien nun die erste verkürzt. Sie war nicht verknotet, nicht abgeschnitten und dennoch verkürzt worden.

Ähnlich sollen wir die Meinung eines anderen weder umbiegen noch beschneiden, sondern nur unsere eigene Schnur daneben spannen. Dann mögen die anderen entscheiden, was länger und was kürzer, was besser oder schlechter ist. Wir sollen nicht für die anderen entscheiden, wir sollten ihnen nur unsere eigene Wahrheit darlegen.
_________________

Hiltrud

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Re: Geschichten zum Nachdenken

29.05.2012 11:12:14

DER KERN DER GÖTTLICHEN LEHRE

Fragt Ihr: "Was bildet den Kern der göttlichen Lehre?",

so sage ich euch: "Liebe, Weisheit und Wahrheit bilden den Kern der göttlichen Lehre!"

"Was bedeuten diese drei?" werdet ihr fragen.

Hört, ihr, die ihr den unverbesserlichen Fehler gemacht habt, um den Kern zu kosten, den Kern, den alle essen, ohne ihn jemals aufessen zu können. Eßt nur vom Kern, kostet die Wahrheit, aber strauchelt nicht an der Schale, - verlangt keine Beweise.

Die Liebe ist das, ohne welches wir nicht leben können.
Die Weisheit ist das, ohne welches es keine Bewegung gibt.
Die Wahrheit ist das, was keine Grenzen kennt.

Die Liebe ist der Anfang des Lebens.
Die Wahrheit ist das Ende des Lebens. Das sind die beiden Grenzen der hohen Wirklichkeit.
Was sich in der Mitte bewegt und den Dingen Form gibt, das ist die göttliche Weisheit.

Ohne Anfang und ohne Ende kann die Weisheit nicht tätig sein. Im Zwischenraum zwischen Anfang und Ende wirkt die Weisheit, die alle Ewigkeiten füllt, ohne sie ausfüllen zu können.
Die Weisheit erklärt in diesem Zwischenraum, was Liebe und Wahrheit sind.
Die Weisheit spricht: Ich, die ich mich zwischen Anfang und Ende bewege sage euch: "Die Liebe ist der Anfang allen Daseins, die Weisheit aber ist seine letzte Grenze, sein hohes Ziel. Hinter der Wahrheit ist nichts. Hinter die Wahrheit kann man nicht gehen. Jedes Ding, das geschaffen ist, bewegt sich und wird zuletzt bei der Wahrheit stehen bleiben. Es kann sich Millionen und Milliarden Jahre bewegen, im Augenblick, da es zur Wahrheit kommt, bleibt es stehen. Dann muss es sich entweder den Gesetzen der Wahrheit anpassen, oder es wird zu Staub und Asche."

Du sagst: „Sage mir die Wahrheit!". Die Wahrheit kann nicht gesagt werden, man muss sie leben.
Die Wahrheit stellt die Frucht des gesamten Lebens dar. Sie schließt das ein, in welchem sich Gott offenbart. Sie schließt das ein, in welchem sich alle vollkommenen Wesen offenbaren. Sie schließt die ganze Ewigkeit ein, die aus Tausenden und Millionen „Ewigkeiten" zusammengesetzt ist. Denn es gibt begrenzte und grenzenlose Ewigkeiten.

Wenn du nicht in die Wahrheit eingehen, mit deiner Liebe nicht vom Anfang bis zum Ende gehen kannst und wenn du andererseits mit deiner Wahrheit nicht vom Ende zurück zum Anfang gehen kannst, dann wirst du nie lernen, was das Leben ist.
Du musst Anfang und Ende vereinigen können. Kannst du es nicht, so kannst du weder etwas tun noch etwas verstehen.

Wer aber kann Anfang und Ende vereinigen?
Die Weisheit allein!

*Quelle und Verfasser unbekannt

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

30.05.2012 11:38:22

Menschen und Kakerlaken

Eines Tages kommt ein skeptischer Suchender zu einem spirituellen Meister und will Klarheit haben ob es göttliche Wesen, wie z.B. Engel, hohe außerirdische Intelligenzen oder ob es überhaupt so etwas, wie einen allmächtigen Gott gibt. Denn er hege mächtige Zweifel daran, an deren Existenz zu glauben. Er habe doch schon so viele Male versucht mit diesen übersinnlichen Kräften in Kontakt zu treten, begründet er seine Zweifel, und hat noch niemals eine Antwort erhalten. Nun fragt er sich ernstlich: Wenn es diese Wesen wirklich gibt und die auch noch viel intelligenter und mächtiger sind, als wir Menschen - warum sprechen sie nicht mit uns. Es muss doch für sie ein Leichtes sein, mit uns zu kommunizieren?

Der Meister sieht den Suchenden mitleidig an und sagt: "Mit den Wesen und uns ist es in etwa so, wie zwischen den Menschen und den Kakerlaken."

Der Suchende sieht den Meister rat- und fassungslos an und sagt: "Wie soll ich das denn verstehen?"

"Nun ganz einfach", erwiderte der Meister, "gehe hinunter in den Keller und versuche mal mit den Kakerlaken zu kommunizieren."
_________________

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

31.05.2012 11:03:58

Musa und sein Bittgebet

Einst sah der Prophet Musa aleyhis- selam einen Armen, dessen Not so gross war, dass er nicht einmal mehr Kleider besaß, um damit seine Blösse zu bedecken.
Aus Scham und Verzweiflung hatte er sich deshalb bis zum Halse im Sand begraben, und als nun der Prophet an ihm vorüberschritt, rief er ihn an und flehte:

"Ach, Musa, bitte du Allah den Allmächtigen, dass er sich meiner erbarme, denn das Elend bringt mich um!"

Musa aleyhis- selam tat, was der Unglückliche von ihm verlangte und darauf ging er weiter.
Allah (te`ala) jedoch erhörte das Gebet seines Propheten und jener Habenichts gelangte binnen kurzem zu Wohlstand.

So weit, so gut!

Als aber wieder eines Tages Musa aleyhis- selam aus der Einsamkeit seiner Andacht unter die Menschen zurückkehrte- wen und was erblickte er da?

Er sah eine Volksmenge, die mit Geschrei und in Aufregung einen Gefesselten umringte;
Und dieser Gefangene war niemand anders als der Mann, den damals jenes Gebet aus der Not errettet und mir irdischen Gütern gesegnet hatte.

Überrascht fragte Musa aleyhis- selam:

"Was ist denn mit ihm? Was hat er getan?"

"Er hat sich betrunken", erwiderten ihm die Leute, "und dann hat er zu grölen und zu toben begonnen. Schliesslich hat er Streit gesucht, hat ins einem Rausch ohne Grund einen anderen überfallen und erschlagen. Jetzt soll er seinen Frevel büssen!"

Was hätte darauf Musa aleyhis- selam noch sagen können?

Ein erlesener Geist hat einmal gedichtet:

Es gab der Weltenschöpfer jedem,
was ihm frommt,
und was in diesem Dasein ihm zukommt.
Gäbe er der Katze Vogelschwingen,
würde jeden Sperling sie verschlingen.
Kaum hat der Schwache über Schwache Macht,
hat er auch schon die Schwächern umgebracht....

Der Heuchler sucht nach Fehlern;
der Gläubige nach Entschuldigungen.

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