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Thema "Geschichten zum Nachdenken":

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Forum | Ein schöner Spruch | Geschichten zum Nachdenken

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Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

09.04.2012 14:45:24

Es waren einmal drei Frösche, die fielen in ein Faß Milch.

Als sie nicht wieder herauskonnten, war einer unter ihnen, der sagte: "Ach, wir werden schon irgendwie wieder herauskommen, wir warten einfach ab, bis jemand kommt." Er schwamm so lange herum, bis seine Atemwege von der Milch verklebt waren. Dann ging er unter.

Der zweite sagte: "Man kann ja überhaupt nichts machen!" und ging gleich unter.

Der dritte sagte: "Wollen wir doch strampeln. Man kann nie wissen." Und so strampelte er stundenlang. Plötzlich spürte er Festes unter seinen Füßen. Er hatte aus der Milch Butter gestrampelt. Nun kletterte er auf den Butterkloß und sprang hinaus.

L ernen wir aus diesem Beispiel die zweite Wahrheit: Gott will gewiß nicht, daß wir nur untätig dasitzen und alles ihm überlassen. Er hat uns einen Verstand gegeben, der verschiedene Möglichkeiten denken und Chancen abwägen kann.
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"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

10.04.2012 11:48:14

Was würdest Du machen?

Eine Frau ist schwanger, sie hat bereits acht Kinder, drei davon taub, zwei sind blind, eines geistig behindert, und die Mutter selbst hat Syphilis: würdest Du ihr raten, das Kind abzutreiben?

Bevor wir zur Lösung kommen, zuerst die nächste Frage:

Es ist Zeit geworden, den Weltpräsidenten zu wählen, und Deine Stimme wird den Ausschlag geben, welcher der drei möglichen Kandidaten gewinnen wird. Hier werden die drei Kandidaten vorgestellt:

Kandidat A
Verkehrt mit Kriminellen und holt sich Astrologen zu Rate.
Hatte schon zwei heimliche Liebes-Affären. Er ist Kettenraucher und trinkt 8 - 10 Martinis am Tag.

Kandidat B
Er wurde aus der Schule während seiner Jugend rausgeschmissen, schläft bis mittags, nahm Drogen und trinkt regelmäßig.

Kandidat C
Er ist ein berühmter Kriegsveteran. Er ist Vegetarier, raucht nicht und hatte bisher noch nie außer-eheliche Affären.

Wen würdest Du auswählen? Zuerst entscheiden und dann für die Antwort nachschauen

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Kandidat A war Franklin D. Roosevelt
Kandidat B war Winston Churchill
Kandidat C war Adolph Hitler

!!!!!! BYE BYE PREJUDICE !!!!!! Schluss mit Vorurteilen !

und übrigens...
Die Antwort zur Abtreibungsfrage: Wenn Du JA gesagt hättest, hättest Du
soeben Ludwig von Beethoven umgebracht.

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

11.04.2012 11:24:46

Nasrudin entschloss sich, als Heiliger aufzutreten.
Er wählte eine gewisse Stadt aus und erklärte öffentlich, dass der ortsansässige Weise ein Ignorant sei. Er versprach, dies mit einer einzigen Frage zu beweisen, die er ihm am folgenden Tag auf dem Marktplatz zu stellen gedenke. Der erzürnte Weise war zur vorgeschlagenen Zeit zur Stelle. Die gesamte Bevölkerung fand sich ein. „Ich will diesem Herrn nun eine Frage stellen“, sagte Nasrudin zur versammelten Volksmenge, „und falls er dieselbe nicht beantworten kann, werdet ihr wissen, wer von uns beiden der Dummkopf ist.“
Indem er sich dem Weisen zuwandte, der in der geistlichen Sprache der Araber äußerst bewandert war, sprach er: „Sag mir, was bedeutet das Wort: „Marafsh ?“
„Ich weiß es nicht“, antwortete der Weise, der den Begriff übersetzt hatte.
Und so verjagte ihn das Volk als Betrüger. Als er Nasrudin auf der Straße begegnete, die aus der Stadt hinaus führte, sagte der Weise: „Du hast mich betrogen.“ „Wie lange bist du der Ortsweise dieser Stadt gewesen?“ fragte Nasrudin. „Dreißig Jahre“, antwortete der Weise mit zitternder Stimme. „Und die Weisheit, die du diesen Leuten beigebracht hast, besteht die bloß darin, zu wissen, wie man sich betrügen lässt?“

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

12.04.2012 12:07:50

Eine Frau hatte einen Traum.

In diesem Traum besuchte sie einen Markt. Dort inmitten all der Stände traf sie an einem von ihnen Gott.

"Was verkaufst du hier?" fragte die Frau Gott.

Gott antwortete: "Alles, was das Herz begehrt."

Das konnte die Frau kaum glauben. Sie überlegte eine Weile und beschloss dann, das Beste zu verlangen, was sich ein Mensch nur wünschen konnte.

"Ich möchte Frieden für meine Seele und Liebe und Glück. Und weise möchte ich sein und nie mehr Angst haben." sagte die Frau zu Gott. "Und das nicht nur für mich allein, sondern für alle Menschen."

Gott lächelte. "Ich glaube, du hast mich missverstanden. Ich verkaufe hier keine Früchte, sondern die Samen."
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"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

13.04.2012 10:54:51

Sprich über das Tal der Erkenntnis, bat ein Schüler den Sufi Meister Attar, und so sprach er: Wenn die Sonne der Erkenntnis an der Wölbung dieses Weges strahlt, den man nicht würdig zu beschreiben vermag, zeigt sich in Klarheit das Geheimnis des Wesens der Dinge, und der feurige Ofen der Welt wird zum Blumengarten. Der Wanderer wird die Mandel unter ihrer Schale schauen. Er wird sich selbst sein „Ich“ nicht mehr erblicken, nichts mehr wird er erblicken als seinen Freund allein in allem; in allem, was er sehen wird, wird er sein Antlitz schauen, in jedem Atom die Sphäre des Alls; unterm Schleier wird er zahllose Heimlichkeiten betrachten, die leuchten wie die Sonne. Alle, die in dieser Wüste das Haupt erheben, ziehen es aus dem gleichen Kragen. Betrittst du das Tal der Erkenntnis, so siehst du in einem einzigen Strahl der Sonne, Tausende ewiger Schatten verschwinden, die dich umgaben. Als die Sonne der Erkenntnis über mir leuchtete, verbrannte sie beide Welten des Gegensatzes so leicht wie ein Hirsekorn. Als ich die Strahlen dieses Lichts sah, bin ich nicht allein geblieben: der Wassertropfen ist ins Meer zurückgekehrt. Ob ich auch in meinem Spiele zuweilen gewonnen und zuweilen verloren habe, zuletzt warf ich alles in das schwarze Wasser. Ich bin verschmolzen mit dem Meer.

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

14.04.2012 10:58:58

"Über Leben und Tod" habe ich eine kleine 'Geschichte':

Es war einmal ein kleiner Junge, dessen Mutter einen kleinen Kater mit nach Hause brachte, kurz bevor er 7 wurde. Der Kater war noch fast nackt und hatte die Augen noch geschlossen, so jung war er, kaum grösser als die Hand des Jungen. Die Katzenmutter hatte diesen Kater aus dem Nest geschmissen, da er Katzenschnupfen hatte, und eine Gefahr für seine Geschwister war. In seinem jämmerlichen Zustand versuchte der Kater sich zu wärmen, indem er sich in eine Tüte verkroch. Dort wurde er von der Mutter des Jungen gefunden, welche ihn aud Mitleid mitnahm. Die Familie kümmerte sich um den Kater; säugte ihn mit einer Zuckerperlenflasche von einem Süssigkeitenstand einer Kirmes, reinigte seine Nase von Auswurf und pflegte ihn weiterhin so, dass er wundersamerweise überlebte. Der Junge und der Kater wuchsen zusammen auf und der Kater sass wie selbstverständlich am Tisch, wenn die Familie sich zum Essen oder Fernsehen zusammenfand. Immermehr wurde der Kater mehr ein "Familienmitglied denn ein Haustier, und weder der Kater, noch die Familie bemerkte es, da sie es als normal ansahen. Und so kam es, dass der Junge und der Kater einander verstehen lernten in Wort und Tat. Irgendwann bemerkte der Kater aber, dass er anders war als seine Familie; das er kein Mensch war. Es stimmte ihn immer Traurig, wenn er gerne Finger gehabt hätte; dann starrte er immer frustriert auf seine Pfoten. Wenn er, wegen seiner frühen Krankheit kleiner geblieben, von anderen Katzen übervorteilt wurde. Doch er gab nicht auf und benutze weiter sein Talent: Er konnte anders als die anderen Katzen denken, nicht so komplex wie ein Meinsch, aber doch soviel, dass es der Familie manchmal schon unheimlich wurde, wenn ein neckender Witz über ihn mit einem beleidigten Maunzen und einem Knuff mit der Pfote gegen den Fussnöchel geahndet wurde. Oder wenn er bei Tisch mit einem Maunzen um ein Stückchen vom Tisch bat, und auf die Frage, was er denn wolle, vom Stuhl aus seine Pfote ausstreckte, und eine einzelne Kralle ausfurh, um, ohne den Tisch oder das darauf zu berühren, auf eine spezielle Wurst zu deuten. Die einzige, die er dann auch frass und nicht mit einem beleidigten Blick beantwortete. Alles machten der Junge und sein Kater gemeinsam. Irgendwann kam die zeit, dass der Junge auszog und der Kater bei den Eltern blieb. Beide vermissten sich sehr.
Eies Tages riefen die Eltern den Jungen an, denn der Kater lag im sterben und es war Samstag, doch der Junge war mit Freunden das Wochenende weggefahren und konnte nicht zurück, und er bedauerte es sehr. Er bat die Eltern, mit der Bestattung (für die man sich wegen der besonderen Stellung des Katers in der Familie) bis zu seiner Ankunft am morgigen Abend, wenn er zurückkehren konnte, zu warten. Die Eltern stimmten zu, und die Mutter erzählte es dem Kater, welcher nur noch matt auf einer Decke lag. Als der Junge am nächsten Tag bei den Eltern ankam, lebte der Kater noch immer. Der Junge ging sofort zu ihm, und der Kater öffnete langsam die Augen und versuchte, zur begrüssung wie immer zu maunzen, lange hatte er geübt, bis es dem Menschlichen betonen des "Hallo!" ähnlich war. Doch er war schon zu schwach, und kein Ton entrang sich seiner Kehle. Der Junge nahm den Kater behutsam in seine Arme, wie er ihn als kleinen Kater immer gehalten hatte, und der Kater schaute ihn fragend an. "Es ist in Ordnung...", sagte der Junge, "ich bin jetzt da. Auf wiedersehen...."
Tränen füllten seine Augen als der Kater nochmal zu einem Maunzer ansetzte und dankbar schaute. Doch anstelle eines Maunzers atmete er aus und schloss die Augen für immer. Und er Junge begegnete das erste mal den Tod direkt. Und er begriff, warum niemand es beschreiben kann, was man dort fühlt. Man kann nur sagen, wie es nicht ist. Es ist nicht schlimm, einem Stebenden im Tod beizustehen. Es ist vielmehr "die letzte Ehre, die man der Person erweisen kann". Das lernte der Junge als letztes von seinem Kater. Und bis heute weiss er nicht, wieviel dieser Kater wirklich 'wusste,lernte und lehrte' wenn sie zusammen waren; und wieviel 'Zufall' war. Er weiss nur eines: Neben Aristoteles, Voltaire und Nietzsche ist sein Kater in seinen Augen einer der grössten Philosophen, von denen er gelernt hat.

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

15.04.2012 09:29:14

Sprich über das Tal der Erkenntnis, bat ein Schüler den Sufi Meister Attar, und so sprach er: Wenn die Sonne der Erkenntnis an der Wölbung dieses Weges strahlt, den man nicht würdig zu beschreiben vermag, zeigt sich in Klarheit das Geheimnis des Wesens der Dinge, und der feurige Ofen der Welt wird zum Blumengarten. Der Wanderer wird die Mandel unter ihrer Schale schauen. Er wird sich selbst sein „Ich“ nicht mehr erblicken, nichts mehr wird er erblicken als seinen Freund allein in allem; in allem, was er sehen wird, wird er sein Antlitz schauen, in jedem Atom die Sphäre des Alls; unterm Schleier wird er zahllose Heimlichkeiten betrachten, die leuchten wie die Sonne. Alle, die in dieser Wüste das Haupt erheben, ziehen es aus dem gleichen Kragen. Betrittst du das Tal der Erkenntnis, so siehst du in einem einzigen Strahl der Sonne, Tausende ewiger Schatten verschwinden, die dich umgaben. Als die Sonne der Erkenntnis über mir leuchtete, verbrannte sie beide Welten des Gegensatzes so leicht wie ein Hirsekorn. Als ich die Strahlen dieses Lichts sah, bin ich nicht allein geblieben: der Wassertropfen ist ins Meer zurückgekehrt. Ob ich auch in meinem Spiele zuweilen gewonnen und zuweilen verloren habe, zuletzt warf ich alles in das schwarze Wasser. Ich bin verschmolzen mit dem Meer.

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

16.04.2012 17:25:21

Eine Geschichte über die Liebe

Es war einmal ein Herz, in dem alle Gefühle und Fähigkeiten lebten: Glück, Traurigkeit, Hoffnung und all die anderen, einschließlich der Liebe. Die Liebe wartete schon lange auf eine Gelegenheit sich wieder einmal verschenken zu können, aber jedes mal wenn sie springen wollte, kam der Verstand und verbot es ihr. Ab und zu gelang es ihr über Umwege ihr Licht zu verbreiten, aber immer öfter gelang es dem Verstand sie zu fangen. So wurde das Herz immer einsamer.

Als das Herz wieder einmal einen kleinen Kratzer bekam, weil die Liebe durchgebrannt war, wurde vom Verstand verkündet „Bevor das Herz zerbricht, muß etwas geschehen, deshalb ist es besser wenn die Liebe das Herz verlässt. Und mit ihr sollen alle Gefühle gehen, die immer nur Ärger bereiten, wenn sie sich durchsetzen“. Als die Gefühle das vernahmen begann eine große Debatte. Das Vertrauen rief „Das kannst du nicht machen, du bringst das Gleichgewicht durcheinander. Die Liebe ist das wichtigste Gefühl“. Doch der Verstand rief das Ego zur Hilfe und das begann mit seinen wildesten Helfern, den Ängsten und Zweifeln sich im Herzen auszubreiten. So kam es das die Gefühle die neue Zeit bald sehr deutlich zu spüren bekamen. Nichts durfte mehr spontan sein. Alles mußte zunächst bei den Zweifeln vorgelegt, von den Ängsten genehmigt und vom Verstand unterschrieben werden. Da zog die Freiheit aus dem Herzen aus und der Mut wollte ihr folgen. Doch die Weisheit beruhigte die erregten Gemüter und sagte, „Das geht vorüber, wir befinden uns in einer Zeit des Übergangs. Wartet nur ab, bald wird es wieder wie früher“. Doch statt das sich etwas besserte, wurde es im Herzen immer dunkler und kälter. Das Herz begann zu versteinern und so blieb den Gefühlen nichts anderes übrig, als einer nach dem anderen auszuziehen.
„Ich werde um das Herz kämpfen und dann werden die Anderen zurückkehren“ sagte die Liebe. Sie begann zu leuchten und zu strahlen. Doch bevor ihr Licht alles erhellen konnte, warfen die Zweifel große Schatten, das Ego übermalte das was noch an Licht übrig blieb, und der Verstand entzündete ein Feuerwerk an Sorgen. Als die Liebe erkannte das sie allein nicht weiter kommen würde, entschied sie sich, die letzten Gefühle die noch da waren, um Hilfe zu bitten.

Als erstes kam das Glücksgefühl am Versteck der Liebe vorbei, aber es war so unglücklich, dass es nicht hörte, wie die Liebe nach ihm rief.

Die Fürsorge zog in einem großen Regenbogen an der Liebe vorbei. Die Liebe rief mit schwacher Stimme: "Kannst du mir helfen Wärme zu erzeugen?" Doch die Fürsorge antwortete: "Nein, das kann ich nicht. Es hat keinen Sinn mehr, ich habe alle Träume und Wünsche aufgeladen, wir verlassen das Herz".

Da fragte die Liebe das Vertrauen, das der Fürsorge folgte "Du hast doch immer gesagt, alles wird gut. Bitte hilf mir".
"Ich kann leider nicht, meine Liebe. Ich habe es eilig, warte nur es kommt schon ein anderer und wird dir helfen", antwortete das Vertrauen, und rief dem wankenden Glauben nach: „Warte auf mich, Bruder“.

Die Hoffnung war nahe und so rief die Liebe "Wenn du gehst, dann wird das Herz sterben, bleib und hilf mir.“
"Oh, leider geht das nicht“ sprach die Hoffnung. „Ich bin so traurig das wir dieses Herz verlassen müssen, dass ich für mich allein sein muss."

Die Liebe verlor ihre letzte Kraft. Sie flackerte nur noch ganz schwach. Plötzlich war da eine Stimme. "Komm, Liebe, ich werde dich wärmen"
Die Liebe spürte wie sie hochgehoben wurde.
Sie fiel in einen tiefen seligen Schlaf..
Als sie ihre Augen wieder aufschlug sah sie, dass das Herz in vollem Glanz leuchtete. Alle Gefühle waren wieder zurückgekehrt, und die Liebe fragte. "Wer hat mir geholfen?"

"Es war die Zeit", antwortete das Wissen. "Die Zeit?" fragte die Liebe. "Aber warum half mir die Zeit?" Das Wissen lächelte mit großer Weisheit und antwortete:

"Weil nur die Zeit imstande ist zu verstehen, wie großartig die Liebe ist. Du bist der Anfang und das Ende. Wer sich dir hingibt erlebt das vollkommene Glück und die tiefste Zufriedenheit dieser Welt.
Weil Du so lange ausgehalten hast in deinem Versteck, begannen sich die anderen Gefühle zu fragen, ob sie dem Verstand das Herz überlassen sollten, oder ob sie ihn wieder dorthin zurückschicken sollten, wo er zu Hause ist. Du siehst, Deine Bedingungslosigkeit, hat dieses Herz gerettet.“

Da begann die Liebe wieder zu wachsen und nutzte die erst Gelegenheit, um sich zu verschenken.

Ralf Marohn

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

17.04.2012 12:13:00

Dieser Text erinnert mich immer wieder daran, daß man mit dem Leben niemals unachtsam gehen darf. Wir leben nur einmal !!!

Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol. Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, auch, wenn die anderen sich mokierten. Ich weiss, dass es richtig war, Mami, und dass du immer Recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg. Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: Aufgrund Deiner Erziehung- so verantwortungsvoll und fein. Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht und sein Wagen traf mich mit voller Wucht. Als ich auf dem Bürgersteig lag, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss. Ich liege hier im Sterben, Mami, ach komm' doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon. Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt. Ich wollte Dir nur sagen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht. Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party, wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben. Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf. Der Mann, der mich angefahrn hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm. Sag' meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein. Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben. Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich dich brauche. Ich habe nur noch eine letzte Frage: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Geschichten zum Nachdenken

18.04.2012 10:46:54

Hier ist eine kleine Geschichte aus Tibet:

Dort bekam ein Schüler von seinem strengen Meister den Auftrag, einen Zahn von einem heiligen Manne um jeden Preis in ein bestimmtes Kloster zu überbringen. Wie es so sein wollte, wurde er überfallen und der Zahn wurde ihm entwendet. Aus Angst vor den Konsequenzen verschwieg er das aber, nahm von einem toten Hund einen Zahn und brachte den ins Kloster. Dort wurde der als heilige Reliquie verehrt und begann nach einiger Zeit ein ganz wundersames Licht auszustrahlen, das man natürlich dem Einfluß des heiligen Mannes zuschrieb, dem der Zahn ihrer Meinung nach gehörte.
Und seither gibt es dort in Tibet so eine Art lehrreichen Sinnspruch dazu: Verehrung und Anbetung bringen sogar einen Hundezahn zum Leuchten und Wundertun.

Die Geschichte habe ich von einem Freund erzählt bekommen.

Wie erklärt ihr euch, warum Verehrung und Anbetung den Hundezahn zum Leuchten brachten?

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17.01.2018

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