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Thema "Schmunzelgeschichten":

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Forum | Ein schöner Spruch | Schmunzelgeschichten

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Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

15.03.2012 11:21:26

Brief eines Bayern an die Nasa

Greet God,

I write you, because you must help me. I have seen your space shuttle on television, in color. And so came me the idea to make in the holidays in the world room. Alone. Without my crazy wife.
I am the Kraxlhuber: The king of Bavaria was my clook – clook grandfather.
I stand on a very bad foot with my wife. Always she shouts with me. She has a shrill voice like a circle saw.
She says I am a schlapp – tail. She wants that I become Buergermaster. But I want not be Buergermaster . I have nothing at the hat with political shit. I want my ruah. And so I want make holidays on the moon.
Without my bad half.
But I take my dog with me. He is a boxer. His name is wurschtl. So I want book a fligth in your next space shattl. But please give me not a window place.I would kotz you the rocket full, because I am not swindelfree.
And no standing place please. And plaice do not tell my wife that I want go alone. She has a big Schrot – gan. She would make a sieve from my ass.
I need no much comfort. A nice double room with bath an kloo and heating. And windows with look to the Earth. So I can look through farglass and see my wife working on the potato field.
And I and my dog laugh us a branch ( ha, ha ). We will kringel ourseves bevore laughing ( ho, ho, ho )
Is wath loos on the moon ? I need warm weather and I hope the sun shines ervery day. She is very good for my frost – boils.

With friedly

Servus Xaver

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

16.03.2012 18:42:30

Meine liebe Frau,

da Du für dieses Thema nicht zu sprechen bist, habe ich folgende Statistik für Dich erstellt.

Im letzten Jahr habe ich mich 365 Mal um Dich bemüht. Nur 36 Mal hatte ich Erfolg; das ergibt einen Durchschnitt von 1 Mal in 10 Tagen.

Die Gründe für meine Misserfolge waren folgende:

17 Mal war es zu kalt

18 Mal war es zu warm

5 Mal war das Kind noch wach

52 Mal warst Du zu müde

93 Mal war es aus technischen Gründen nicht möglich

5 Mal war es zu früh

25 Mal waren die Fenster offen; es hätte jemand hören können

5 Mal hattest Dur Rückenschmerzen

10 Mal hattest Du Kopfschmerzen

10 Mal hattest Du zuviel getrunken

21 Mal warst Du nicht dazu aufgelegt

7 Mal weinte das Kind

22 Mal hattest Du eine neue Frisur

7 Mal musstest Du am nächsten Tag zum Arzt

8 Mal war ein schöner Film im Fernsehen

24 Mal kamst Du zu spät von der Arbeit

In den 36 Fällen, in denen ich zum Erfolg kam, war es aus folgenden Gründen auch kein Vergnügen:

17 Mal hattest Du gebeten, ich solle zusehen, dass ich fertig werde

2 Mal hast Du dabei festgestellt, dass die Zimmerdecke neu gestrichen werden müsste

2 Mal dachte ich, ich hätte Dir weh getan, weil Du Dich bewegt hast

9 Mal musste ich Dich wecken, um Dir zu sagen, dass ich fertig bin

2 Mal hast Du mich erst gar nicht rein gelassen

4 mal hast Du mich am nächsten Tag gefragt, wie lange ich noch gemacht habe

Und das alles in einem Jahr !

Es grüßt Dich Dein Mann

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

19.03.2012 11:09:25

Liebe und Wind

Die Liebe ist wie der Wind !
In der Jugend stürmisch und ändert leicht die Richtung!
Mit 20 ist sie heiß, wie das Azorenhoch,man glaubt es würde nie zu ende gehen!
Mit30 Träumen viele vom Passat ,dem ewigen Rückenwind, doch nur wenige erreichen ihn.
Meist ist man enttäuscht und froh , wenn nur einige gewitterige Störungen eintreten. Das reinigt die Luft und bringt wieder Fahrt ins Schiff!

Nur wenige auserwählte erreichen den Passat, in dem sie ein Leben vorwärts kommen.
Den meisten weht der Wind ins Gesicht ! Und nur wenige können kreuzen !
Sie fallen ab,verlieren das große Ziel aus den Augen !
Mit 50 wird man wird bescheidener : ankommen heißt nur noch die Devise !
Nur wer die Kreuz liebt,wird sein Ziel erreichen!
Auch wenn Schlag auf Schlag kommt,-einmal wird man siegen !

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

19.03.2012 11:10:29

Der Weg zur Nervenheilanstalt

Der Morgen hat schon schlecht begonnen

dem Unglück des Vortags nur knapp entronnen

war meine erste Handlung, dass ich den Wecker ausschalte

bis ich merkte, dass ich die Hand in die Kerzen halte

die ich am Abend zuvor aufgestellt

weil bei uns manchmal der Strom ausfällt

mein Pyjama hat schon leicht gebrannt

und im Schlafzimmer roch es nach verbrannter Hand

ich bin vor Schreck aus dem Bett gefallen

um mit dem ganzen Gewicht auf den Nachttopf zu knallen

der Nachttopf rinnt aus, denn er war nicht ganz leer

doch wenigstens brennt mein Pyjama nicht mehr

in der Hand jedoch verspüre ich größere Schmerzen

und so trete ich mit dem Fuß voller Wucht gegen die Kerzen

die Kerze hab ich verfehlt, den Nachttisch jedoch nicht

der hält den Tritt aus, mein Zeh aber nicht

voller Schmerzen wollte ich in das Badezimmer rasen

doch weil ich im Dunkeln den Ausgang nicht fand

bin ich mit voller Wucht gegen den Kasten gerannt

der leider aus deutscher Eiche besteht

weshalb meine Brille in die Brüche geht

Halb blind, verletzt und schreckensbleich

bin ich, als ich das Bad erreich

dort habe ich, von Schmerzen und Blindheit beraucht

die Brandblasensalbe mit dem Klebstoff vertauscht

das hat mich, anstatt das es Schmerzen lindert

statt dessen am öffnen der Hände gehindert

ich will mich schnell waschen

doch merk ich, dass das nicht geht

denn sie haben mir heute morgen das Wasser abgedreht

jetzt läutet’s auch noch an der Eingangstür

das wird der Postbote sein, vielleicht hilft er mir

doch während ich im Freudentaumel durch das Treppenhaus lauf

pass ich leider nicht ganz auf den Fußboden auf

den die Nachbarin hat heute die Fliesen gebohnert

worauf mein Kopf, denn ich stolpere, auf den Fußboden donnert

abstützen konnte ich mich dummerweise nicht

da mir mit verklebten Händen an Beweglichkeit gebricht

beim Aufstehen habe ich das Gleichgewicht verlor’n

und kippe mit Schwung Richtung Treppe nach vorn

dort lande ich der Schwerkraft gemäß

auf der obersten Stufe auf dem Gesäß

doch erst ganz unten endet der Fall

wo ich mit der Schulter gegen die Eingangstür knall

dort bleibe ich liegen, bleich vor Schreck

der Postbote ist inzwischen sowieso wieder weg

nach zwei Stunden hat mich noch niemand geseh’n

und so versuch ich vorsichtig aufzusteh’n

doch während ich mich langsam zur Seite rollen lasse

geht die Eingangstüre auf und kaputt ist die Nase

die Hausmeisterin wars, sieht mich am Boden liegen

um gleich darauf einen Schreikrampf zu kriegen

sie denkt ich bin besoffen und holt die Polizei

die eilen sofort mit Blaulicht herbei

und schleppen mich aufs Kommissariat

nach drei Stunden Verhör gesteh ich die Tat

und so geht es weiter ins Krankenhaus

dort pumpt man mir dreimal den Magen aus

das war zuviel für meine Nerven

ich wollt mich aus dem Fenster werfen

doch leider war ich im Erdgeschoss

so war der Schaden nicht so groß

jetzt sitz’ ich in der Nervenheilanstalt

und wissen sie, was ich davon halt ?

ich find es herrlich, einfach prima

draussen war es viel, viel schlimmer

hier gibt es keine Kanten, keine Ecken

kein Feuer sich in Brand zu stecken

die Wände sind gepolstert, fast weich zu nennen

keine Verletzung beim dagegen rennen

kein Kasten der die Brille bricht

alles ist rund, so verletzt man sich nicht

und nach all den schlimmen Jahren

schreibe ich endlich meine Memoiren

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

22.03.2012 10:35:10

Den folgenden Liebesbrief wird so mancher Empfänger zunächst nicht verstehen und entsprechend reagieren:

Alles Unglück wünsch' ich Dir
fern vom Leibe bleibe mir
Alles Unglück treffe Dich
niemals aber denk an mich!

Nun ist der Krach da.
Aber man muss den Brief nur richtig lesen, unter Berücksichtigung der "vergessenen Kommas":

Alles Unglück wünsch' ich Dir fern vom Leibe,
bleibe mir alles,
Unglück treffe Dich niemals,
aber denk an mich !

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

23.03.2012 11:03:43

Der Dozent macht Benimmunterricht mit drei Bänkern. Er fragt den ersten:

"Sie haben eine charmante junge Dame zum Essen in ein Restaurant eingeladen und müssen mal auf die Toilette. Was sagen Sie?"

Antwortet der erste von der Credit Suisse:
"Was soll ich da schon groß sagen? Ich sag halt: 'Also, Püppchen, ich muss dann jetzt mal aufs Pissoir pullern gehn."

"Pfui, schämen Sie sich, also wirklich! So spricht man doch nicht mit einer jungen Dame! Und was meinen Sie von der ZKB?"

"Also, ich sage: 'Meine Dame, jeder muss mal müssen und bei mir ist das jetzt soweit.' "

"Nun ja, das kann man vielleicht grad noch so durchgehen lassen, aber so richtig guter Ton ist das immer noch nicht.

Kandidat Nummer drei von der UBS, was sagen Sie?"

"Ich stehe natürlich auf, verbeuge mich vor der Dame und sage: 'Gnädiges Fräulein, ich bitte Sie, mich für wenige Augenblicke zu entschuldigen. Ich werde jetzt nämlich diesen Raum kurz verlassen, um einem sehr guten Freund die Hand zu geben, den ich Ihnen im weiteren Verlauf des Abends auch noch vorstellen werde!' "

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

25.03.2012 11:33:17

Der heilige Antonius

Es war einmal ein frommer Mann,
der war so fromm, wie nur ein Frommer fromm sein kann.
Er wohnte oben auf des Bergen Höhn
und konnte tief ins Tal hinuntersehn.

Doch einmal ward´s dem frommen Mann zu warm;
er schwitzt an Händen, Füßen und unter´m Arm.
Er stieg hinab ins Tal zum kühlen Fluss,
weil auch ein Frommer einmal baden muss.

Er suchte sich ein Plätzchen fein.
Von niemand wollte er gesehen sein.
Und dann stieg er hinein in die Kühle Flut;
nur auf dem Kopf behielt er seinen Hut.

Doch plötzlich raschelt´s heftig in dem Busch.
Es ging auf einmal: husch, husch, husch!
Er sah 3 Mädchen kommen her,
die hatten noch viel weniger an als er.

Dem frommen Mann ward ganz bang zumut;
vor Angst griff er sofort nach seinem Hut,
und hielt ihn etwas oberhalb der Knie,
dass niemand sehen konnte, was da war und wie.

Die Mädchen schauten immer nach dem Hute hin.
Dem Manne ward´s ganz bang in seinem Sinn.
Er hielt vor Scham die Hände vor´s Gesicht.
Und siehe da: Der Hut fiel nicht!

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

27.03.2012 12:38:35

Erfüllte Prophezeiung

“Aus Ihnen wird nie etwas, Bretschneider” sagte unser Mathematiklehrer immer, “Sie sind aus lauter Nichtsnutzigkeit zusammengesetzt. Das kann zu nichts Gutem führen. . . ! Nehmen sie sich ein Beispiel an Göckel! An ihm ist alles Fleiß und Anstand und solides Wissen!. Von einem solchen Menschen kann man mit gutem Gewissen sagen, dass er zu den größten Hoffnungen berechtigt. . . “
Und Bretschneider, der Nichtsnutz, setzte sich dann jedesmal mit so übertrieben gespielter Zerknirschung, dass wir alle lachen mussten.
Unser Musterschüler Göckel aber verbarg ein bescheidenes Lächeln zwischen seinen schmalen Lippen. Er wurde nicht müde,das Lob unseres Lehrers zu rechtfertigen. Er büffelte zu Hause,als würden Sport, Vergnügen und Jugendbewegung überhaupt nicht existieren. Seine Hefte waren fleckenlos und rein, sein Gehirn lief wie geschmiert in den vorgeschriebenen Kugellagern, er hatte alle Formeln im Kopf und löste mit ihnen, und mit sicherer Beharrlichkeit, die rätselhaftesten Gleichungen.
Auch sein weiterer Lebenslauf gab der Voraussage unseres Mathematiklehrers recht. Er war der gefälligste Lehrling, der fleißigste Hilfsbuchhalter, der genaueste uchhalter, der solideste Hauptbuchhalter. Unnötig zu sagen, dass es bei ihm keine moralischen oder geistigen Seitensprünge gab.
Und dann nach fünfundzwanzig Jahren rastloser Tätigkeit – wurde ihm die Stellung seines Lebens angeboten, und er nahm sie mit einem Seufzer der Befriedigung an.

Er wurde Prokurist.

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

29.03.2012 11:33:15

Es fing damit an, dass ich an einem Morgen, an dem ich sowieso mit schlechter Stimmung aufgestanden war, nach dem Waschen triefnass im Badezimmer stand und vergebens nach einem Handtuch suchte; meine Frau hatte die gebrauchten in die Wäsche getan und vergessen neue hinzuhängen.

Ich öffnete die Tür zum Wohnzimmer und rief, während mir die Zugluft unangenehm über die nasse Haut blies, voller Groll und mit scharfer Stimme: “Donnerwetter – Handtuch -!”
Meine Frau brachte es gleich an, und beim wohligen Abribbeln mit dem Frottierhandtuch schämte ich mich schon meiner Unbeherrschheit.

Doch wie erschraken wir – wenn wir uns das Lachen verbeißen mussten – als Fritzchen einige Tage später sich die Hände an seinem bunten Kinderhandtuch abtrocknen wollte, es nicht gleich fand und genau nach meinem Vorbild, mit gellender Stimme krähte. “Donnerwetter- ! Handtuch- !”
“Siehst du , wir müssen uns mehr in acht nehmen”, sagte meine Frau, als wir nachher allein waren. “Er passt ja schon auf wie ein Schießhund, um alles nachzumachen. Es wäre eine furchtbare Blamage für uns, wenn er mal bei fremden Leuten etwas sagen sollte, was nicht ganz stubenrein ist. Alle würden doch denken, dass so ein kleiner Bursche das nur bei seinen Eltern aufgeschnappt haben könnte . . . “
Ich gab ihr recht, doch in den folgenden zwei Jahren bedauerte ich manchmal mein Versprechen. Nicht das wir uns vorher im Kaschemmenjargon unterhalten hätten – aber es ist doch eine Belastung,wenn man die immer mal wieder auftretenden nervösen Familienspannungen nicht durch herzhaftes Donnerwetter entladen kann.
Das dauerte, bis Fritzchen in die Schule ging. Er brachte von dort nicht nur das ABC und das Einmaleins mit, sondern auch viele Strassen – und Gossen- Ausdrücke, die er von anderen Kindern in der Pause oder auf dem Schulweg gelernt hatte. Seine Mutter war entsetzt und kämpfte verzweifelt dagegen an; es war aber, als wenn man Mückenschwärme mit der bloßen Hand verscheuchen wollte.
Nun , ich kämpfe natürlich aus erzieherischen Gründen mit auf ihrer Seite. Aber, alles in allem, bin ich ganz zufrieden mit dieser Entwicklung. Kennen lernen muss Fritzchen ja doch einmal diese Ausdrücke aus der derberen Küche des Lebens; wir müssen ihn nur dazu anhalten, dass er sie nicht selbst mit vorlautem Kindermund auftischt. Und wenn es doch einmal passieren sollte, dann können wir jetzt allen Gutmeinenden wahrscheinlich machen, dass er sie nicht bei unserer täglichen Unterhaltung in der Familie aufgeschnappt hat.

In unser Familienleben aber ist die ursprüngliche heitere Harmonie zurück gekehrt, seit wir uns wieder ab und zu an einem kleinen Streit berauschen können.
Der Krach im Haus erspart den Nervenarzt. . .

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

30.03.2012 12:43:31

Eines Tages erschien ein großes Aufgebot der staatlichen Macht – der Ortspolizist, ein Finanzbeamter aus der Stadt und drei Arbeiter mit Spaten.
“Es ist eine anonyme Anzeige gegen Sie erstattet worden” sagte der Finanzbeamte, “Und zwar wegenSteuerhinterziehung.”
Jupps Frau wurde bleich., sie dachte an Verschiedenes, was unter der Hand verkauft worden und in keine Steuererklärung gekommen war.
Doch Jupp selbst blieb ganz ruhig. “Behaupten kann so etwas von jedem! Das müssen Sie mir schon bewiesen!”

“Dafür sind wir hier!” sagte der Finanzbeamte eisig. “In der Anzeige steht, daß Sie bei Ihren sogenannten Vergnügungsfahrten in die Stadt größere Geschäfte getätigt haben und daß deshalb Ihr Einkommen in den letzten fünf Jahren das Zehnfache von dem betrug, was Sie uns gegenüber angegeben haben. . . “
“Eine richtige anonyme Anzeige!” unterbrach Jupp und schnaufte verächtlich durch die Nase. “Das doch kein kein Beweis!” Sowas gehört in den Papierkorb!” “Können Sie mir etwas nachweisen, dass mein Bankkonto riesig angestiegen ist, oder dass ich viel Geld im Hause habe, oder dass ich für Neuanschaffungen zuviel ausgegeben habe ?”
“So dumm ist natürlich keiner”, sagte der Beamte, “sein unversteuertes Geld so anzulegen, dass man ihm sofort alles nachweisen kann.
In der Anzeige steht, Sie hätten das und Ihre Geschäftsunterlagen aus der Stadt vorsichtigerweise in Ihrem Garten hinter dem Haus vergraben..”
Er sah dabei Jupp scharf an und bemerkte mit Befriedigung, dass es in Jupps Augen – trotz seines unbewegten Gesichtes – bei der Erwähnung des Gartens verdächtig aufblinkte.
“Das klingt ja wie im Märchen!” sagte Jupp ironisch.. “Aber wenn sich Die Herrschaften die Mühe machen wollen – viel Glück bei der Schatzsuche!”
Und so zog die Kohorte hinaus in Jupps Garten, der Unkraut überwuchert dalag. “Sieht etwas wüst aus”, sagte Jupp. “Die Herren müssen schon entschuldigen. Aber wir sind noch nicht dazu gekommen, ihn in Ordnung zu bringen. Wo ich die vielen Millionengeschäfte gemacht habe, hatte ich keine Zeit dazu.”
Er lachte. Dem Finanzbeamten klang es zu schallend, um echt zu sein
“Es ist keine frisch gegrabene Stelle zu finden”, sagte der Ortspolizist nach einem Rundgang durch den Garten und steckte sich erleichtert eine Zigarre an.
“In der Anzeige steht nichts darüber, wann es vergraben wurde”, sagte der Finanzbeamte. “Das kann schon ein ganzes Jahr her sein. Da kann längst Unkraut drüber gewachsen sein. Wenn wir die Sache richtig untersuchen wollen, müssen wir schon den Garten umgraben, bis wir etwas Belastendes gefunden haben.” Er winkte die mitgekommenen Arbeiter heran, und sie stießen ihre Spaten ins Erdreich.
“Tiefer”, sagte der Beamte
“Vorsicht !” sagte Jupp, der sich auf die Regentonne in der Ecke gesetzt hatte und zuschaute. “Passt auf die Wurzeln der Obstbäume auf! Für jeden Schaden mache ich euch verantwortlich!”

Als Jupp am Abend wieder ins Haus kam, fragte seine Frau: Nun, wie ist es ausgegangen?”

“Sie sind fort”, sagte Jupp. “Natürlich haben sie nichts gefunden. Ich hatte ja auch nichts versteckt.. Aber sie haben mir einen großen Gefallen getan.. Der ganze Garten ist fein säuberlich umgegraben. Und du weißtja, vor der Plackerei mit dem Unkraut und dem verfilzten Gestüpp hatte es mir immer gegraut!”
“Da kannst du ja dem anonymen Briefschreiber noch dankbar sein!” meinte Jupps Frau.

“Ach, Klärchen”, sagte Jupp und schmunzelte behaglich.

“Dieser anonyme Briefschreiber – das war ich doch selbst!”

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