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Thema "Schmunzelgeschichten":

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Forum | Ein schöner Spruch | Schmunzelgeschichten

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Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

31.03.2012 11:21:19

Kein unlauterer Wettbewerb

Jupp hatte einen Würstchenstand direkt vor dem großen Gebäudeb der Landesbank aufgestellt. Eines Tages kommt Pitter vorbei, und als er sieht, dass Jupps Geschäft recht gut geht, bleibt er stehen und sagt: “Hör mal Jupp, kannst du mir nicht fünf Euro pumpen?”

“Es tut mir leid”, sagtJupp höflich, denn als selbständiger Geschäftsmann hat er sich angewöhnt, eine gute Kinderstube vorzutäuschen, “es tut mir wirklich außerordentlich leid, aber ich kann das nicht machen. Siehst du, ich habe da ein Abkommen mit der Bank getroffen.”

“Du – du hast ein Abkommen mit der Bank”, sagt Pitter erschüttert. “Wie meinst du das?”

“Siehst du”, sagt Jupp, während er die brutzeln den Würstchen auf dem Rost umwendet. “Ich leihe kein Geld aus. Dafür verkauft die Bank keine Würstchen. Es ist eine feste Vereinbarung. Es tut mir leid, aber ich bin an die Abmachung gebunden.”

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

01.04.2012 11:13:56

Als Missionar White nach Afrika kam, hörte er in Liberia Wunderdinge über den wortgewaltigen Neger-Prediger Jonas. Neugierig ließ er sich zu ihm fahren. Er fand den Schwarzen inmitten einer großen Neger-Versammlung auf freiem Felde, und da er auf der Missionsschule den Landesdialekt gelernt hatte. und verstehen konnte, mischte er sich unter die Zuhörer.
Jonas bestieg gerade eine kleine Holztribüne. Er ließ einen funkelnden Blick über die Versammlung gleiten und rief: “Oh, wehe euch Kleingläubigen. . . !”
Die versammelten Frauen und Männer schlugen sich an die Brust und schrien laut. : “Nein, nein . . . Wir glauben. . . ! Wir glauben. . . !”

“Was murrt ihr. . . ?” rief Jonas. “Kleingläubige seid ihr, die derHerr am Tage des Jüngsten Gerichtes verwerfen wird.. . !” “Nein, nein. . . !” schrie die Menge.

Jonas gebot mit der Hand Schweigen. “Ich frage euch: Warum seid ihr hierhergekommen. . .?” Ihr seid hierhergekommen, weil wir zusammen um Regen beten wollen. . .!”

“Ja,ja “, schrien die Zuhörer. “Regen . . !” Um Regen wollen wir beten. . . !”

Jonas schlug mit der Faust auf die provesorische Kanzel. “Glaubt ihr an die Macht des Gebetes. . . ?”
“Ja”, schrie die Versammlung, “Wir glauben . . .”

Jonas blickte ingrimmig vom einen zum anderen. Und dann donnerte er mit seiner gewaltigen Stimme: “Kleingläubig seid ihr. . . ! Ihr werdet verloren gehen! Ihr seid hierhergekommen, weil ihr um Regen beten wollt . . . ! Ihr glaubt an die Macht des Gebetes. . . !

Und nun frage ich euch: ” Wo habt
ihr eure Regenschirme?”

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

02.04.2012 11:27:58

Der kleine Diplomat

Höchste Kunst eines Diplomaten ist es, den Gegnern mit seinen eigenen Fallstricken und Argumenten zu fangen. Fritzchen ist erst vier Jahre alt und versteht es schon meisterhaft.

Natürlich wird er von uns nach modernen Grundsätzen erzogen – bis auf einige Ausnahmen. Wenn er hingefallen ist oder sich am Ofen verbrannt hat , so pusten wir nach alter Art und Weise über sein Wehwehchen, nehmen ihn auf den Arm und wiegen ihn hin und her mit einem leichten Singsang: Gar nicht mehr schlimm! Gar nicht mehr schlimm!” Das hilft besser als alle Vernunftgründe. Und wenn er einmal nicht mehr essen will, so wird sein Teller doch noch geleert nach dem alten Hausrezept: “Noch einen Löffel für Onkel Robert! Noch einen für Tante Elli! Einen für Tante Hilde! Einen für Opa! Einen für Omi!

Doch Fritzchen weiß sich zu revanchieren. Neulich fiel ich über seine Spielsachen, die er trotz Verbot mitten in der Stube aufgebaut hatte. Es knirschte unter meinen Sohlen von zertretenen Bakelit Autos, ich schlug mir beim Hinstürzen das Knie auf, und vor Schreck stieß ich einen nicht sehr schönen Fluch aus. Doch ehe ich mich voller Wut gegen Fritzchen wenden konnte, kam er schon angerannt, pustete mir aufs Knie und sagte tröstend und überzeugend: Gar nicht mehr schlimm Gar nicht mehr schlimm!”

Was sollte ich anders machen als dem kleinen Strolch auf den Arm nehmen? Ich ging noch an den Schrank und gab ihm ein Stück Schokolade. Fritzchen steckte es in den Mund. “Noch eins!” sagte er und hielt die Hand hin.
“Nein sagte ich energisch. “Ein Stück ist genug!” Fritzchen lächelte mich gewinnend an, wie eine Filmdiva. “Noch eine für Onkel Robert!”
Soviel Schlauheit mußte belohnt werden. Ich brach noch ein Stück Schokolade ab. und steckte es ihm in den Mund. “So das ist aber das letzte!”
Doch Fritzchen nahm seinen Vorteil wahr – bis er die ganze Schokoladentafel restlos bekommen hatte.

“Noch eins für Tante Elli!”
“Eins für Tante Hilde!”
“Eins für Opa!”
“Eins für Omi. . .!”

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

03.04.2012 11:04:26

Elfie geht zu ihrem ersten Tanzstunden-Ball. Ihre Mutter hat ihr dazu ein wunderbares Abendkleid machen lassen, kostbar und vornehm, denn die Papenbrinks haben`s ja und die anderen sollen sehen, dass was sind. Während Elfie aufgeregt in das Kleid hineinschlüpft, gibt ihr die Mutter die letzten Ermahnungen.
“Sieh nicht zu den jungen Männern rüber, sonst bilden sie sich was ein. Am besten , du guckst über sie weg, als würdest du sie nicht für voll nehmen. . . Dann fühlen sie sich etwas minderwertig . . . und außerdem reizt es sie. . . “
Elfie lacht aufgeregt.

“So darfst du auch nicht lachen. Höchstens einmal lächeln, mit einem ironischen Zug um den Mund, siehst du, so . . . “

“Hm”, macht Elfie, zieht den Mantel an und legt sich die frisierten Haare auf dem Mantelkragen zurecht.

Frau Papenbrink reibt ihr sorgsam ein Stäubchen vom Ärmel.. “Wenn du zum Tanz aufgefordert wirst, so stehe ganz langsam. Als wäre es dir lästig. Lege langsam die Handschuhe hin, sieh den jungen Mann nicht an und gehe mit gleichgültigem Gesicht zur Tanzfläche. . . Das schafft Abstand. . . Da merkt er , du bist nicht irgendjemand. . . “

Elfie sieht in ihrer Handtasche nach, ob sie alles zusammen hat.

Wenn dich einer zu fest drücken und herumschwenken will, wie ein Bauer auf der Kirmes, so mach dich frei und gib ihm zu verstehen, dass er es mit einem Mädchen aus gutem Hause zu tun hat. . . “

“Ja,ja.”
“Laß dir auch nichts vom Tanzlehrer gefallen, wir bezahlen ja für die Tanzstunde. . . “

Elfie wirbelt hinaus. Frau Papenbrink zupft ihr noch in der Tür den Mantel zurecht, dann ruft sie hinter ihr her: “Und lass dir ja nicht so einen armseligen Tanzherren andrehen Mit diesem Kleid kannst du mindestens den Sohn vom Direktor Schuenemann verlangen. . . “

Elfie verschwindet mit klappernden Absätzen um die Ecke.

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

04.04.2012 12:42:14

Das Wert des Duells

Die folgende Briefglosse wurde nicht von Mark Twain geschrieben , dem Meister- und für viele dem Schöpfer- des trockenen, typisch amerikanischen Humors, sondern etwa zwei Menschenalter vor ihm von einem völlig in Vergessenheit geratenen Schriftsteller namens Hugh Henry Brackenridge.

Wie man auf eine Duellforderung antwortet

Major ValentineJacko, U. S. Army 12.07.1796

Sehr geehrter Herr,

ich habe zwei Einwände gegen diese Duell- Geschichte.
Erstens fürchte ich,ich könnte Sie verwunden; und zweitens habe ich etwas dagegen von Ihnen verwundet zu werden.
Ich sehe nicht ein, dass ich einen besonderen Nutzen davon hätte, wenn ich eine Kugel durch irgendeinen Teil ihres Körpers schösse. Ich könnte von Ihnen im toten Zustand gar keinen kulinarischen Gebrauch machen, wie zum Beispiel von einem Kaninchen oder einem Truthahn. Ich bin kein Kannibale und nähre mich nicht von Meschenfleisch. Außerdem mag ihr Fleisch wohl delikat und zart sein, aber es fehlt ihm doch die Festigkeit und Zusammensetzung, die Salz annimmt und in sich behält. Auf alle Fälle wäre es nicht geeignet für lange Seereisen. Und was hre Haut beantrifft, so ist sie nicht das Abziehen wert, sie ist nicht viel besser als die von einem einjährigen Kalb.

Es käme mir sehr seltsam vor, auf einen Mann zu schießen, der still steht, damit man ihn schießt , da ich bisher gewohnt war, auf Dinge zu schießen, die flogen oder rannten oder sprangen. Wären Sie nun auf einem Baum wie ein Eichhörnchen und versuchten, sich in den Zweigen zu verstecken, oder wie ein Waschbär, den ich erst nach langem Suchen in der Spitze einer hohen Eiche entdeckte, mit Zweigen und Blättern dazwischen, sodaß ich gerade noch einen Blick von seinem hinteren Körperteilen erwischen könnte – ja , dann würde ich es vergnüglich finden, einen Schuß auf Sie abzufeuern. Aber so, wie Sie esvorschlagen, ist weder Geschicklichkeit noch Überlegung nötig, Sie zu entdecken und abzuschießen.

Was mich selbst angeht, so liebe ich es nicht, mich einer dahinsausenden Kugel direkt in den Weg zu stellen. Wenn Sieihre Pistolen ausprobieren wollen, so nehmen Sie irgendetwas, einen Baum oder ein Scheunentor, das ungefähr meinen Umfang hat. Wenn Sie das treffen sollten, so teilen Sie es mir bitte mit, und ich werde dann anerkennen, dass , wenn ich am selbenPlatz gewesen wäre, Sie mich sicherlich getroffen hätten.

John Ferrago

Letzte Änderung: 04.04.2012 12:55:25 von Hiltrud

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

05.04.2012 11:41:10

Dreimal schon war mir das junge Ehepaar am Nebentisch aufgefallen, dreimal an verschiedenen Tagen. Nicht nur, weil sie so unwahrscheinlich jung und hoffnungsfroh und ineinander verliebt waren, sondern hauptsächlich wegen ihres seltsamen Benehmens bei einer bestimmten Rundfunk Sendung.

Immer saßen sie in der Ecke der kleinen Gaststätte, direkt unter dem Radioapparat. Doch niemand hätte behaupten können, dass sie dem, was so allgemein aus dem Lautsprecher kam, auch nur die geringste Aufmerksamkeit schenkten. Wie alle anderen Gäste zerkleinerten sie die Kartoffeln zu Smetanas “Verkafter Braut”, aßen die Rindsrouladen zu Solveigs Lied, knabberten die Gurken im Takt des Schmugglerchores aus “Carmen” und wischten die Sauce aus mit Tschaikowskis 5. Symphonie.
Selbst bei der Wettervorhersage und bei den politischen Nachrichten machten sie sich mit unbekümmerten Appetit über den Tomatensalat.

Nur bei einer Sendung – ausgerechnet beim Werbefunk – war es anders. Dann handhabten sie Messer und Gabel mit der größten Behutsamkeit und machten sich gegenseitig durch Blicke darauf aufmerksam, dass gleich der große Augenblick käme.. Bei den Anpreisungen der verschiedensten Sorten von Waschmitteln, Hustendrops, Gesundheits Zigaretten und Schweißpuder sah man ihnen förmlich die Spannung an und wie sie horchten, während sie langsam und geistesabwesend die Bissen zum Munde führten.

Und dann – es war immer an der gleichen Stelle – legten sie Gabel und Messer weg, seufzten befreit auf und lauschten mit geschlossenen Augen, während eine Stimme im Lautsprecher sagte:
“Bim – bam – bum -
Mensch, sei nicht so dumm!
Ärgern Husten dich und Schnupfen,
Nimm die Sebastian-Meyers-Tropfen!
Die Sebastian -Meyers- Tropfen sind in jeder Apotheke zu haben, Die große Flasche für drei Mark neunzig, die kleine Flasche für zwei Mark zehn. – Bim – bam – bum-”
War das vorbei, dann öffneten die beiden wieder die Augen und sahen sich strahlend an. “Einfach wundervoll, Schatzi!” sagte sie mit Tränen in ihren langen Wimpern. “Ich könnte das den ganzen Tag hören – jahrelang!” Und er nickte stets glücklich dazu und sagte: “Ich auch!”

Dreimal hatte ich das mitgemacht. Beim vierten Male hielt ich es nicht mehr aus und fragte sie nach der Ursache ihrer Begeisterung.
“Ach wissen Sie mein Mann ist Schriftsteller”, sagte die junge Frau leicht errötend. “Und dieser Werbetext stammt von ihm. Wir wissen nur nicht, wie oft man ihn noch wiederholen wird, und deshalb passen wir so genau auf. Und wenn wir ihn zu hören bekommen, so ist das gewissermaßen immer wieder ein neues Geschenk für uns.”
“Gewiß, die Verse sind sehr schön”, sagte ich vorsichtig.
Der junge Mann lachte. “Sie sind entsetzlich!”
“Aber ich verstehe nicht. . . “
“Wir passen deshalb so gespannt auf”, sagte die junge Frau, “weil das für meine Haushaltskasse sehr wichtig ist.”
Sie strahlte mich an.
“Für jede Wiederholung unseres Webetextes bekommen wir nämlich nachträglich ein Wiederholungs- Honorar ausbezahlt.”

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

09.04.2012 14:38:35

Daran dachte keiner

Als Anton in seinem Künstlerklub erschien, sahen sofort alle, dass er ein opaar neue Schuhe anhatte. “Mit Kreppsohlen. . . ! sagte der Karikaturist Erich andachtsvoll. “und Wildlederbesatz. . . !” seufzte der Surrealist Theobald neidisch.
Anton lehnte sich lächelnd zurück und schlug die Beine übereinander, damit die , damit die neuen Schuhe auch recht zur Geltung kamen. “Ihr könnt ja raten”, sagte er. “Aber das könnt ihr euch bestimmt nicht vorstellen, wie ich zu den Schuhen gekommen bin !” “Du hast einen umgebracht und ihm die Schuhe augezogen”, sagte Bernhard, der wegen siner lyrischen, duftigen Zeichnungen in Frauenzeitschriften geschätzt war. “Einen anderen Weg kann ich gar nicht sehen.”
“Deine Freundin hat einen Schlobaron geheiratet und dir die Schuhe zum Trost geschenkt”, meinte der Surrealist.
“Du hast einen Schuhfabrikant gemalt — und er hat dich mit den Schuhen bestochen, damit du das Bild nicht ausstellst”, sagte Erich.
So ging das immer weiter. Doch auf alle Antwortenschüttelte Anton überlegen lächelnd den Kopf.
“Ihr werdet es nie erraten”, sagte er schließlich. “Ich habe mir die die Schuhe gekauft und selbst bezahlt. . !”

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Letzte Änderung: 09.04.2012 14:39:46 von Hiltrud

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

10.04.2012 11:56:06

Umsteige-Abenteuer

03/02/2012 von walterfloote

Janos redete und erzählte, erzählte und redete. “Herr Barluk, Sie sind unser Mann, sagte der Generaldirektor. . . Herr Barluk könnten Sie vielleicht. . .?”
Herr Barluk hinten, Herr Barluk vorne. Alles drehte sich um Janos Barluk. Ich kannte das alles zur Genüge, ich hörte gar nicht mehr hin.
Und Janos sprach, während die Elektrische (Straßenbahn) fuhr und hielt und hielt. Er sprach, als wir ausstiegen, während wir auf die Linie 6 warteten, er sprach, als wir einstiegen -
Doch da unterbrach er sich plötzlich. “Hoho. . !” rief er, “was für eine schöne Bluse . . . ! Hoho. . !” Ein hübsches Mädchen drängte sich an uns vorbei in die gegenüberliegende Ecke. “Hoho. . ” sagte Janos noch einmal, eine Bluse , wie sie Gott geschaffen hat . . . !” Und er ließ seine Augen leidenschaftlich um den Blusenausschnitt des Mädchens rollen.
Ich hätte ihn ohrfeigen mögen! Das Mädchen sah angelegentlich aus dem Fenster, er aber riß die Augenbrauen hoch, dass sie fast den niedrigen Haaransatz berührten, machte Glanzaugen, lächelte, flüsterte, nickte , verdrehte den Kopf – kurz: entwickelte den ganzen siegreichen Charme eines ungarischen Verführers. Und als einige Leute ausstiegen und Platz wurde, war er auch schon neben dem Mädchen., beugte sich vor und sagte: “Äh . . . ich glaube wir kennen uns doch . . !”
Ich errötete für die Abfuhr, die er bekommen mußte. Aber es zerriß mir fast das Herz, als sie ihm lächelnd antwortete: “Aber sicherlich, Herr Barluk. . . ! Wir haben uns doch voriges Jahr in Norderney kennen gelernt. . . seitdem bin ich doch mit Ihrer Frau befreundet. . . Was macht denn das kleine Fritzchen. . ?”

Janos fuhr zurück, schluckte, murmelte dann etwas von Leider aussteigen müssen und sprang an der nächsten Station ab. Drei Stationen vor seiner richtigen Haltestelle. Ich machte ihn nicht auf den Irrtum aufmerksam. . .
“Nach Norderney möchte ich auch mal”, sagte ich eine halbe Stunde später zu dem hübschen Mädchen. Wir saßen zusammen Cafe Wien, ich hatte mehr Glück gehabt als Janos.
“Ich auch”, sagte sie , “Ich schon viel davon gehört. . .”
Ich fiel aus allen Wolken. “Ich denke , Sie kennen von dort meinen Vetter Janos mit seiner Familie. . . ?”
“Ihren Vetter habe ich heute zum ersten Male gesehen”, sagte sagte sie lachend. “Aber ich weiß genau über ihn Bescheid. . . Ich weiß , was er, was er für ein großartiger Geschäftsmann ist . . . dass er Schulzeugnisse besitzt, um die ihn Einstein beneidet hätte. . . dass er eine einzigartige Frau hat und ein Wunderkind von einem Jungen . . . dass er voriges Jahr mit ihnen in Norderney war. . . dass seine Schwiegereltern sich ein Auto angeschafft haben. . . dass er von Politik nichts hält . . .”
“Stimmt alles”, sagte ich. “Sind Sie Hellseherin. . . ?
“Das nicht. . . Aber ich habe vor dem Umsteigen in der anderen Elektrischen eine halbe Stunde hinter Ihnen gestanden, als er Ihnen das alles erzählte. . .”

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

11.04.2012 11:21:40

Immer nur fragen

Papenbrink ging mit seinem Jungen spazieren. Der Kleine fragte :”Vater, was ist eigentlich Elektrizität?”
“Nun, das weiß ich nicht genau”, sagte Papenbrink. “Ich habe nie viel über Elektrizität gewußt. Alles, was ich weiß, ist, dass es die Dinge in Bewegung setzt und einen Schlag gibt, wenn man dranfasst.”
Etwas später fragte der Junge: “Papa, wie treibt das Benzin die Autos an?”
“Ja, das weiß ich nicht”, sagte der Vater. “In Motoren kenne ich mich nicht aus.”
Der Jungefragte sich durch das ganze Weltall durch, und immer wußte der Vater nichts zu antworten. Zuletzt sagte der Kleine: “Papa, hoffentlich bist du nicht böse, wenn ich soviel frage . .?” “Aber gar nicht, Junge”, sagte Papenbrink. “Du kannst nicht genug fragen! Wie willst du denn sonst etwas lernen . . . ?”

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

12.04.2012 12:16:50

Das wichtigste Talent

“So gehtdas mit unserem Erwin nicht weiter”, sagt Frau Papenbrink eines Abends zu ihrem Mann. “Ich war heute in der Schule und habe mit dem Lehrer gesprochen. Es ist einfach entsetzlich!”

Papenbrink ist gerade dabei die Pantoffeln anzuziehen, um sich von seinen Geschäftsstunden zu erholen. “Na, nun schieß schon los!” meint er ungeduldig.
Ich weiß nicht,von wem er das hat, wenigstens in meiner Familie. . . ” Frau Papenbrink bricht rechtzeitig ab. “Also nach dem , was der Lehrer gesagt hat, ist er der faulste und dümmste Schüler der Klasse.”
Papenbrink wiegt den Kopf. “Faul, das lasse ich gelten. Aber dumm — nein das kann ich nicht glauben. Mit weicher Raffinesseer immer seine Ausreden anbringt! Der hat doch ein Mundwerk wie kein anderer, der müßte doch wenigstenz wie ein in Deutsch. . . “
Frau Papenbrink schüttelt den Kopf. “Vollkommen hoffnungslos, sagte der Lehrer. Es gibt kein Fach, in dem er nicht versagt.
Außer Turnen und Sport. . . “
“Na also”, sagt Papenbrink. “Dann ist er wenigstens gesund
“Aber von der Gesundheit kann er sich nicht ernähren. Denk doch in Deutsch,Sprachen, Rechnen, Naturkunde, Zeichnen . . . in allen hat er die schlechtesten Noten der Klasse.”
Nun wird Papenbrink auch besorgt. “Das ist wirklich schlimm. Wenn man jemand zu gar nichts zu gebrauchen kann!”

“Und das schlimmste”, sagt Frau Papenbrink. “Er ist ein Betrüger!
Er macht noch nicht einmal seine Schulaufgaben selbst. Der Lehrer dahinter gekommen, dass er sich für sein Taschengeld von den guten Schülern alle Aufgaben machen läßt.”
“Was, so treibt es der Bursche?!” Papenbrink lacht erleichtert auf. “Klärchen, dann mach dir keine Sorgen. Sein Weg zu den höchsten leitenden Posten ist gesichert. Mit einem solchen Organisationstalent!”

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