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Thema "Schmunzelgeschichten":

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Forum | Ein schöner Spruch | Schmunzelgeschichten

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Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

24.04.2012 10:58:46

Wo ist meine Sandale ?
Wieder einmal waren wir mit unserem Wohnmobil in Griechenland unterwegs. Übernachten ist nur auf Campingplätzen erlaubt. Darum fuhren wir auf einen besonders schönen Platz mit Oleanderbäumen, die im Sommer viel Schatten spenden.

Wir saßen noch lange draußen um den schönen Abend zu genießen. Einige Katzen hielten sich immer in der Nähe der Wagen auf für den Fall, daß es ein Leckerli von den Campern gab. Nicht weit von uns lag eine pechschwarze Schönheit auf der Lauer. Wir riefen ihr ein freundliches "Gute Nacht" zu als wir zu Bett gingen. Unsere Sandalen ließen wir so vor der Tür stehen, daß wir rückwärts aus dem Wagen steigen konnten und sofort in den Schuhen standen.

Noch etwas schlaftrunken stieg ich am nächsten Morgen also rückwärts aus und war mit dem linken Fuß auch schnell in meiner Sandale. Mit dem rechten kreiste ich aber vergebens an der vermeintlichen Stelle und fand nichts. Also stieg ich nun doch aus und suchte meinen Schuh vor und unter dem Auto, mein Mann half mir dabei. Die Sandale war weg. Nicht weit von uns saß die schwarze Katze und schien uns zu beobachten. Ich rief zu ihr herüber: "hast Du meinen Schuh gesehen"? Sie saß aber nur da und schaute uns an.

Durch unser suchen und rufen, wurde eine Nachbarin auf uns aufmerksam. Sie bot an uns zu zeigen, wo sie gestern ihren Schuh gefunden hatte. Am Ende des Campingplatzes unter einem Oleanderbaum.

Wir haben der Schwarzen dann von weitem den Schuh gezeigt, worauf sie langsam davon trottete. Ich hätte gerne gewußt, was wohl in ihrem Kopf vorging.

© Marianne Claußen

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

25.04.2012 11:33:22

Truthahn in Whisky
Man kaufe einen Truthahn von fünf Kilo für sechs Personen und eine Flasche Whisky, dazu Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen. Truthahn mit Speckstreifen belegen, schnüren, salzen, pfeffern und ein wenig Olivenöl dazugeben. Ofen auf Stufe 7 während zehn Minuten vorwärmen.
Sich ein Glas Whisky einschenken. Anschliessend den Truthahn auf einem Backblech in den Ofen schieben.
Kochmuetze
Nun schenke man sich zwei schnelle Gläser Whisky ein und trinke diese. Das Thermostat nach 20 Minuten auf 8 stellen, damit es ihn richtig drannimmt.
Man schenke sich drei weitere Gläser Whisky ein. Nach einer halben Dunde öffnen, wenden und den Braten überwachen.

Die Fiskiflasche ergreiff und sich eins hinter die Binde kippen. Nach einer weiteren halben Stunde bis zum Ofen hinschlendern und die Trute rumwenden. Darauf achten sisch an der verdammten Obendüre nischt die Hand su ferbrenenn.
Sich weitere fünf oder sechs Wiskigläser sisch oder so. Die Drude während dreis Schtunden raten und sich alleswansig Piluten beissen, wenn mögli zum Trut kriechen und den Ofen aus dem Vieh ziehen.
Whiskey
Nomal einen Schluggenehmigen und wieder versuchen das Biest rauszugriegen. Den Trut vom Boooden auflesen, mit einem Tuch abdurgten un auf eine Bladde hinrichten. Paa uff, das du nicht uff d Schnurre gheisch, weggen dem Fett auf dem Blöddli-Blöddli-bo... Wenn sich dorschdem nicht vermaiden läsd, fersuchen sich widder aufzurichten.

Ein wenig schlafen.
Am nächsten Tag den Truthahn mit Mayonnaise kalt essen, selbstverständlich nachdem man die ganze Schweinerei vom Vorabend aufgeräumt hat !
VIEL SPASS BEIM FESTESSEN !
Truthahnbraten

zugeschickt von Rolf Thalmann

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

26.04.2012 11:02:16

Ein "Vertellken" aus dem Ruhrgebiet
"Ämmil", sarich zu den Cervinski, "watt istenn mit euan Hüünerstall los ?
Linx isser fain gestrichen un rechts is blossen grossen Klax drauf. Willze dazzo lassen ?"

"Anton" , sachta Cervinski, "datt is mich ganz egaal, datt blaipzo !"

"Kumma, Anton, " sachta Cervinski, "ich steh gestern in Gaaten und bin am Hüünerstall am straichen, un meine Olle licht im Fensta un kuckzu."
"Linx oom fehlt noch watt, sachze.
- Ich straich linx oom.

"Inner Mitte übere Türe fehlt aunowatt", sachze.
- Ich straich inner Mitte übere Türe.

"Unter dat Fenster musse aunowatt hintun", sachze.
- Ich tu unta dat Fenster watt hin.

Peter Dörling
"Tu nich so viel inne Rizzen", sachze, "Faabe is teuer".
- Ich straich mitten trocknen Pinsel ausse Ritzen raus.

"Wo dat Gitter angenagelt is, da musse viel hintun", sachze.
- Ich straich dick über dat Gitter.

"Straich dat ma glatt an den dicken Balken", sachze, "dazzietja aus, alzwenn die Ratten da gekrabbelt hätten".
- Ich straich dat glatt über den dicken Balken.

"Anne Kante musse aunowatt hintun", sachze, "sonnz reechnet datturch un denn faultatt !"
- Ich straich anne Kante.

"Un wennze jezz die andre Saite straichs," sachze, "dann tu nich imma auf eima soviel Faabe am Pinsel, sonnz läuftichtatt alle auffe Erde !"

"Kuck, Anton," sachta Cervinski, "un dafon kommtat, datt unser Hüünerstall linx fain gestichen is, un rechts is bloosen grossen Klax drauf....
Dat is nämich die Stelle, wo ich den Farbmpott gegen die Wand geknallt happ !!"

Letzte Änderung: 26.04.2012 11:05:40 von Hiltrud

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

27.04.2012 10:59:38

Pi pa po
Als ich noch berufstätig war, mußte ich eine Kundin besuchen, die mit der Abrechnung und und und ...
nicht klar kam. In dem gemütlichen Wohnzimmer war quer vor beide Fenster ein dicker Baumstamm an Seilen, die von der Decke herab hingen, befestigt. Darauf saß ein großer, bunter Papagei, der mich höflich mit "Guten Taaaaag" begrüßte. Amüsiert grüßte ich zurück. Nachdem wir eine Weile über "Pipo" gesprochen hatten wendete ich mich ziemlich unkonzentriert dem Grund meines Hierseins zu.

Nach einer Weile fing der Vogel an, unentwegt Pi - pa - po zu sagen, betont gedehnt und bewegte sich mit jeder Silbe, mal nach rechts mal nach links. Pi - pa - po, mal lauter mal leiser. Jedenfalls musste ich sehr lachen und konnte überhaupt nicht richtig rechnen und kontrollieren. Nun wurde es der Kundin zuviel und sie schimpfte mit ihm, er soll sofort still sein. Doch er schrie Pipapo, Pipapo, Pipapo, lauter und schneller und wippte dabei wie wild auf und ab.

Ich habe Tränen gelacht. Erst als meine Kundin aufstand und einen Schritt auf ihn zuging, schwieg er, um nach einer Weile "Paulchen" zu rufen. Aus dem Nebenzimmer erschien ein Hund, so etwas wie Pudelmopsdackelpinscher und ging zu Pipo ans Fenster. Der Vogel flog auf den Rücken von Paulchen und rief "hopp". Worauf beide im Nebenzimmer verschwanden.

© Marianne Claußen

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

28.04.2012 11:40:53

Beim Abschreiben dieses Manuskriptes fiel mir auf wie unkompliziert das heutige Kaffeetrinken ist.

Das Kaffee- Rezept

Wenn man bei Schuenemanns zu Gast ist, so bekommt man einen Kuchen vorgesetzt , der ist mit Liebe gebacken – wie Butter zergeht er auf der Zunge. Und dazu einen Kaffee, der ist stark und duftend wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht.

Frau Papenbrink hat sich von ihnen das Rezept für den guten Kaffee geben lassen und ladet sie auch gleich für den nächsten Sonntag ein. Papenbrinks haben alles. Den Gästen gehen die Augen über vor dem wunderbaren Meissener Porzelan, den goldenen Löffeln und Kuchengabeln und den weißschimmernden Batistservietten.

Aber papenbrinks sind geizig. Am Kuchen kann man sich die Zähne ausbeißen, er ist hart und zäh, richtig mit den billigsten Zutaten gebacken. Und der Kaffee, der ist dünn, dass sichdie Schuenemanns schütteln.

“Ich habe mich diesmal ganz nach Ihrem Rezept gerichtet., liebe Frau Schuenemann”, sagt die Gastgeberin mit einem süßen Lächeln.
“Aber kommt es so vor, als wäre der Kaffee nicht ganz wie bei Ihnen. Ich weiß nicht, ob vielleicht was fehlt, ob ich was vergessen habe. . . “

Frau Schuenemann probiert noch einmal, um besser überlegen zu können, und hat dabei ein wachsames Auge auf ihren Mann damit er nicht wie üblich mit seiner wahren Meinung herausplatzt. “Haben Sie ihn durch den Filter gegossen?” fragt sie.

“Natürlich,. Nur durch den Filter”, sagt Frau Papenbrink.
“Die Kanne vorher angewärmt?”
“Ganz recht. Mit kochendem Wasser ausgespült.”
“Und nachher eine Prise Salz auf den Boden der Kanne gestreut?”
“Ja”
“Die Kanne zugedeckt, während der Kaffee zieht?”
“Ja”

“Und sie nachher in heißes Wasser gestellt, damit der Kaffee bleibt, bis man eingießt?”

Frau Papenbrink schüttelt den Kopf. “Sehen Sie, das habe ich alles gemacht. Durch den Filter – die Kanne vorher angewärmt- eine Prise Salz dazugetan- Kanne zudeckt – und in heißes Wasser gestellt. Ich weiß wirklich nicht, was da noch fehlen könnte. . . “

“Wahrscheinlich haben Sie vergessen, etwas Bohnenkaffee dazu zu geben”, sagt da Herr Schuenemann bissig.

Walter Floote

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

29.04.2012 12:30:48

1. Hier ein Bericht von Evelyn Onlyne : Ich habe tatsächlich einen gaaanz süßen Holzwurm. Seit zwei Jahren schon. Weißt Du, es war ganz einfach zu ruhig bei uns: 3 Kinder, 1 Hund, 2 Katzen, 1 Papagei und ein Waschbär, nein irgendwas fehlte da. Ich nagte schon richtig an Depressionen, als eine Freundin mit der Idee ankam: "Mensch, Lynchen, ich weiß was Euch fehlt : ein Holzwurm." Gut, ich habe lange hin und her überlegt, ob ich unser doch so beschauliches Leben gegen den Trubel mit einem Holzwurm eintauschen sollte. - Na ja, wie Du weißt, ist der Rhein- Neckar-Kreis, in dem ich wohne, berühmt für sachverständige und vertrauenswürdige Holzwurmzüchter. Und so haben wir dann alle gemeinsam einen seriösen Züchter aufgesucht. Und als sie da so vor uns lagen, die süßen Kleinen, da konnten wir einfach nicht widerstehen. Evelmann
Monsieur Evél
Tja, und so kam Hugo von Lilienthal und mit ihm Leben in unser Heim (er legt übrigens großen Wert drauf, "Ügoo" genannt zu werden). Hugo hat selbstverständlich einen Stammbaum, ist in 3. Generation verwandt mit einer berühmten Glühwurmfamilie.
Ich habe schon daran gedacht, ihn zu fotografieren, nur leider ist er etwas scheu.... Gestern kam einer seiner Freunde zu Besuch, Monsieur Evél, von Hugo auch Evelmännchen genannt, von dem kann ich Dir ein Bild senden. Er sagt, er stamme in 5. Generation von den Lindwürmern ab, ich bin aber nicht sicher, ob ich ihm glauben kann. Tschüßle, Evelyn.

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

30.04.2012 12:10:13

Papenbrink ist vorsichtig. Als er sich in ein Mädchen namens Brigitte verliebt, geht er sofort zu einer Auskunftei. Es geht alles ganz glatt, er zahlt 10 Mark im Voraus, und da er seinen Namen nicht nennen will, noch 5 Mark extra, und wandert dann zufrieden und selbstsicher zum ersten Stelldichein.

Genau acht Tage später holt er sich die Auskunft ab. “Also es stimmt alles”, sagt ihm der Mann vom Detektiv- Büro. “Fräulein Brigitte Hornung ist die Tochter eines Postobersekretärs, zählkt zur Zeit 22 Jahre, besuchte die Höhere Handelsschule und ist jetzt bei Plutus & Co, als Sekretärin eingestellt . . . “

“Na ja, das ist alles nicht so wichtig!” sagt Papenbrink ungeduldig. “Das habe ich ihnen schon selbst gesagt. .. .” Höchstens das mit dem Alter, dass das stimmt, ist mir von Interesse. . . Aber was ich wissen wollte, . . . das ist ja das Delikate. . . Sie verstehen. . . .Ich wollte etwas von ihrem Vorleben wissen. . . “

“Unsere Leute im Außendienst haben sich da viel Mühe gegeben”, sagt der Angestellte, “und sie haben umfangreiche Ermittlungen vorgenommen . . . Also bisher war nicht das Geringste über Fräulein Hornung zu sagen. Sie hat immer sehr zurückgezogen gelebt, war noch nicht verlobt und ist nur mit ihren Eltern ins Theater oder ins Küno gegangen.. . . “

“Fast zu schön, um wahr zu sein!” sagt Papenbrink. “Aber das wollte ich wissen!” “Einen Augenblick bitte”, sagt der Angestellte. “So war es bis jetzt. . . ” Doch in letzter Zeit, da ist was Nachteiliges über sie zu sagen.”

“Sie wurde öfter in Begleitung eines Herrn gesehen. Und ist auch verschiedentlich mit ihm ausgegangen. Und nach den Mitteilungen unseres Außendienstes ist das ein Herr von einem mehr als zweifelhaften Charakters, und auch als Geschäftsmann hat er einen sehr schlechten Ruf.” Er sieht Papenbrink mitfühlend an. “Es tut mir leid, aber diese Eröffnung muss ich ihnen leider machen.”

“Also doch . . . !” sagt Papenbrink “Das habe ich mir gedacht . . . ! Soviel Licht auf einmal, gibt es ja nicht . . . ! … Mit einem zweifelhaften Menschen . . . Diesen Kerl möchte ich mir mal ansehen. . . Wie heißt er denn . . ? Kann ich seinen Namen haben. . . ?”

“Gern,” sagt der Angestellte und fährt mit dem Finger die letzte Zeile entlang. Der Herr mit dem zweifelhaften Charakter heißt -
Papenbrink . . . !”

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

01.05.2012 18:03:57

Befehlsübermittlung

(Autor unbekannt)

Der Oberst zum Adjutanten

"Morgen früh um 9.00 ist eine Sonnenfinsternis, etwas, was nicht alle Tage passiert. Die Männer sollen im Drillich auf dem Kasernenhof antreten und sich das seltene Schauspiel ansehen. Ich werde es ihnen erklären. Wenn's regnet, werden wir nichts sehen. Dann sollen sie in die Turnhalle gehen."

Der Adjutant zum Hauptmann

"Befehl vom Oberst! Morgen früh 9.00 ist eine Sonnenfinsternis! Wenn es regnet, findet sie im Drillich in der Turnhalle statt - etwas, was nicht alle Tage passiert. Der Oberst wird erklären, warum das Schauspiel so selten ist."

Der Hauptmann zum Leutnant

Schauspiel vom Oberst! Morgen früh 9.00 - Einweisung der Sonnenfinsternis in der Turnhalle. Der Oberst wird erklären, warum es im Drillich regnet. Sehr selten, so etwas!"

Der Leutnant zum Feldwebel

"Seltener Schauspielbefehl! Morgen früh um 9.00 wird der Oberst im Drillich die Sonne verfinstern, wie es alle Tage in der Turnhalle passiert, wenn ein schöner Tag ist. Wenn es regnet - Kasernenhof!"

Der Feldwebel zum Unteroffizier

"Morgen früh um 9.00 verfinstert der Oberst im Drillich die Sonne. Wenn es in der Sporthalle regnet, was nicht alle Tage passiert, dann antreten auf dem Kasernenhof. Sollten Schauspieler dabei sein, so sollten sie sich selten machen."

Gespräch unter Soldaten

"Hast du schon gehört, wenn es morgen regnet - ?"
"Ja, ich weiß, der Oberst will unsern Drillich verfinstern. Das tollste Ding: wenn die Sonne keinen Hof hat, will er ihn machen; und Schauspieler sollen Selters bekommen - typisch. Dann will er erklären, warum man die Kaserne aus rein sportlichen Gründen nicht mehr sehen kann. Schade, dass es nicht alle Tage passiert."

Hiltrud

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Re: Schmunzelgeschichten

02.05.2012 22:27:34

Geschenk mit Folgen

“Hier hast du einen Euro”, sagte Anton zu Liliths kleinem Bruder. “Geh und kauf dir was Schönes dafür.” Er täschelte ihm mit verbissener Freundlichkeit den Flachskopf und fügte noch einmal hinzu: Na, nun geh schon. Oder fällt dir nichts ein?”

“Ooooch, doch. . . ” sagte der kleine Bert gedehnt und schob sich mit den Händen in den Hosentaschen aus der Tür.

“Hurrah!” sagte Anton mit einem Seufzer der Befriedigung und schloß Lilith in die Arme. “Deine Eltern sind ja ganz vernünftig, seit wir verlobt sind, und lassen uns taktvoll allein hier sitzen. Aber dein Bruder — der geht mir auf die Nerven. . . ! Dauernd muß er bei uns hier herumkriechen. . . !”

“Jetzt sind wir ihn ja los!” sagte Lilith begütigend. Und dann sagten beide nichts mehr, denn es war inzwischen dämmerig geworden, und jeder weiß, daß es nichts Schöneres gibt, als wenn sich zwei verliebte junge Menschen in der zunehmenden Dunkelheit recht fest aneinanderhalten und sich küssen.

Sie küßten sich noch, als es schon völlig Nacht geworden war, die Laterne vorm Haus aufglühte und mit ihrem gelben Schein die Gardinenmuster an die Decke malte. Sie küßten sich so heftig, dass sie nicht hörten, wie die Zimmertüre ganz leise aufgeklinkt wurde und eine kleine Gestalt auf Indianerart hineinkroch. . .

“Ha, Verruchte. . . !” ertönte es plötzlich –gleichzeitig flammte eine Taschenlampe auf und beleuchete sie – die beiden Verliebten fuhren fuhren auseinander und zwinkerten geblendet und verlegen.

Hiltrud

Beiträge: 5722

Re: Schmunzelgeschichten

03.05.2012 21:03:51

TÜV Nodderstätt
Außendienst

Guten Tag, ich komme vom TÜV in Nodderstätt und bin beauftragt, hier eine Hauptuntersuchung durchzuführen an einem Oldtimer Jahrgang 1925. Wo ist denn das gute Stück ?

Vielleicht sollte ich erst einmal ein paar Worte über diesen Oldtimer sagen : es ist ein Modell der Baureihe Audi und mit einem Otto-Motor ausgestattet, robust, langlebig und sparsam im Verbrauch. Die Produktion wurde mit viel Liebe gemacht und dauerte 9 Monate, es ist ein wertvolles Einzelstück.
Bis dieser Oldtimer zum Verkehr zugelassen wurde, hat es einige Jahre gedauert, vorher stand er auf dem Hof zur Besichtigung. Ob junge Damen mit ihm Probefahrten gemacht haben, geht aus den Papieren aber nicht hervor.
Dann gefiel er aber einer gewissen Helga S. so gut, daß sie ihn spontan in ihren Besitz genommen hat, wo er heute noch ist und liebevoll von ihr gepflegt, poliert und aufgetankt wird. Das Gerücht, sie hätte ihn aus Mitleid genommen, weil er sonst verschrottet worden wäre, ist aber eine glatte Verleumdung.

Er ist im Laufe von 25 Jahren sicher oft gefahren worden und zeigt auch schon Anzeichen von Abnutzung. Aber wer stört sich schon an ein paar Kratzern im Lack ?
Stark abgenutzt sind aber die Stoßdämpfer, man sollte mit ihm keine holperigen Landstraßen mehr befahren, sondern lieber auf glatten Wegen bleiben. Auch die Höchstgeschwindigkeit hat nachgelassen, er fährt heute lieber im Zockeltrab, als mit Vollgas.
Die Lenkung scheint etwas schwergängig zu sein, wie ich höre, will das Gefährt manchmal ganz woanders hin, als seine Besitzerin geplant hat.

Wie sehen denn die Zähne des Getriebes aus ?
Naja, das scheint ein Austauschgetriebe zu sein, das Original sehe ich da nicht. Aber das Getriebe ist in Ordnung, das ist die Hauptsache.

Eigentlich müßte ich jetzt eine Abgasuntersuchung durchführen, aber dazu müßte ich die Verkleidung öffnen.... ach, das sparen wir uns lieber.
Aber sollte der Auspuff einmal Grund für Beanstandungen sein, müßte ihm ein Katalysator eingebaut werden, dann wäre er wieder wie neu.
Sollte sein Ölbehälter... etwas tröpfeln, empfehle ich, die Öffnung einfach zuzuschweißen.

Daß die Hupe noch deutliche Geräusche macht, habe ich vorhin schon gehört. Die beiden Scheinwerfer sind auch okay, die sind erst vor kurzem generalüberholt worden, darum erkläre ich diesen Oldtimer für weiterhin verkehrstauglich. Wo soll ich denn die Plakette hinkleben ?
Diese TÜV - Untersuchung ist ausnahmsweise gebührenfrei, aber für ein Getränk wäre ich jetzt dankbar.

Mit freundlicher Empfehlung
Ihr TÜV Nodderstätt

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