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Thema "Reha":

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Forum | Info und Anfragen | Reha

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Brigibu

Beiträge: 82

Reha

16.03.2012 19:13:21

Ich habe die Einwilligung zu einer Reha erhalten (COPD IV, Lungenemph. 02Versorgung). Ich lebe in Hamburg und die Reha soll in Pfronten sein. Ich müsste mit dem Zug anreisen. D.h. 3-4x umsteigen, z.T. innerhalb kürzester Zeit, 8-10 Stunden Fahrt. Also für mich völlig ausgeschlossen. Hat jemand Erfahrung, ob die Kliniken auch Fahrt-Services haben, die einen in einer größeren Stadt aufsammeln. Für mich z.B. Augsburg. Wäre ohne umzusteigen in 6-7 Stunden erreichbar. Vielleicht kann jemand dazu etwas sagen. Im Voraus herzlichen Dank
Gut Luft
Bribu

Jo@chim

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Beiträge: 716

Re: Reha

16.03.2012 20:01:31

Gut Luft Bribu,

Wenn Du das Merkmal "aG" in Deinem Schwerbehindertenausweis hast oder Dir mindestens die Pflegestufe II zuerkannt wurde, dann kannst Du Dir von Deinem Arzt eine Krankenbeförderung im Taxi verordnen lassen. Die Verordnung mußt Du vorher bei Deiner Krankenkasse zur Genehmigung vorlegen.

Bei Deiner Strecke wird Dein Sauerstoffvorrat nur mit einem großen Demand-Tragegerät (Helios Marathon oder Spirit 600) bei maximal 2 l/min ausreichen. Wahrscheinlich brauchst Du daher mindestens ein weiteres Tragegerät oder der Transport muß in einem Krankenwagen erfolgen. Spreche einfach mal bei der Deiner Krankenkasse vor.

Liebe Grüße
Joachim

Joachim Heinrich
multa cadunt inter calicem supremaque labra (Marcus Porcius Cato Censorius)

Kalli

Beiträge: 627

Re: Reha

16.03.2012 22:28:02

Hallo Bribu !

Ergänzend zum Beitrag von Jo@chim,habe ich dir eine P.N.
geschickt.Ich habe die gleiche Krankheit,und lebe auch
in der Hansestadt.

Liebe Grüße Bob

Jo@chim

Avatar von Jo@chim

Beiträge: 716

Re: Reha

16.03.2012 23:39:10

Gut Luft,

Inzwischen habe ich Krankentransport - Richtlinien gefunden.

Für die Fahrten zu ambulanten oder stationären Rehabilitationsmaßnahmen ist ebenfalls keine Verordnung auszustellen, sondern der Versicherte zur Klärung der An- und Abreise direkt an seine Krankenkasse zu verweisen.

Bei meiner letzten Reha in Schönau am Königssee war ich in meinen Privatwagen angereist. Kurz vor dem Ziel hatte ich einen Totalschaden (Fremdverschulden). Für die Rückfahrt hatte ich mir daher von der Reha eine Krankentransportverordnung geben lassen. Das Taxi hatte für mich die Reha organisiert. Die Fahrt bis München erfolgte als Sammeltransport und dann weiter bis Stuttgart als Einzeltransport.

Die Sauerstoffversorgung während der Rückfahrt war knapp. Schönau hatte meine Flußrate erhöht und festgestellt, daß eine atemzuggesteuerte Abgabe für mich nicht mehr ausreichend sei.

Liebe Grüße
Joachim

Joachim Heinrich
multa cadunt inter calicem supremaque labra (Marcus Porcius Cato Censorius)

Brigibu

Beiträge: 82

Re: Reha

17.03.2012 11:00:40

Gut Luft Joachim,
ich habe zwar eine Behinderung von 80%, aber nur ein eingetragenes G. Und das rührt her von einem distalen Schienbeinbruch. Dieser Bruch ist nach einer Pseudarthrose nicht richtig zusammengewachsen. Das Bein ist beim Sprunggelenk schief geblieben, daher das G.
Sollte ich versuchen, das G in - aG - B - ändern zu lassen?
Liebe Grüße
Brigitte

Brigibu

Beiträge: 82

Re: Reha

17.03.2012 11:05:28

Gu Luft Joachim,
ich kann mir nicht vorstellen, dass die KK ein Taxi von Nord nach Süd ca.900 km bezahlt. Bei dir fanden die Transporte alle im Süden statt. Bei meiner Entfernung müssten wohl 2 Fahrzeuge zum Einsatz kommen.....
Liebe Grüße Brigitte

Jo@chim

Avatar von Jo@chim

Beiträge: 716

Re: Reha

17.03.2012 11:31:20

Gut Luft Brigitte,

Das Merkaml "aG" im Schwerbehindertenausweis gibt es, wenn eine Behinderung von GdB/MdE 80 alleine durch Atemwegs- und Herzerkrankungen zusammen kommt.

Du hast natürlich Recht, 900 km sind für einen Fahrer sehr viel. Google Maps hat mir für die Strecke Hamburg - Pfronten 800 km mit einer Fahrzeit von 7 1/2 Stunden ausgerechnet. Mit Pausen dürfte daher die Strecke nicht unter 10 bis 11 Stunden zu schaffen sein.

Bei mir hat die KH außer der Fahrt von der Reha (400 km, 4 Stunden) auch eine Fahrt zur ambulanten Vorstellung an der MH Hannover (523 km, 5 Stunden) übernommen.

Du solltest auf jeden Fall mit Deiner Krankenkasse über Dein Transportproblem reden. Dabei solltest Du auch Deine Sauerstoffversorgung erwähnen.

Liebe Grüße
Joachim

Letzte Änderung: 17.03.2012 11:31:41 von Jo@chim

Joachim Heinrich
multa cadunt inter calicem supremaque labra (Marcus Porcius Cato Censorius)

UweP-66

Avatar von UweP-66

Beiträge: 252

Re: Reha

17.03.2012 14:45:26

Hallo Britte,

ich habe COPD Gold IV und aus dieser Krankheit abgeleitet die Eintragungen : Merkzeichen aG,RF,B sowie GdB 100. Bereits im ersten Jahr (2008) habe ich wegen dieser Konstellation Lungenemphysem / COPD Gold IV die Pflegestufe 1 bekommen.Seit Nov. 2011 habe ich die Pfl.St. 2.
Gemäss www.anhaltspunkte.vsinfo.de unter 26.8 Brustkorb, tiefere Atemwege und Lungen und dann unter "schweren Grades" sind hierfür 80 - 100 angezeigt. Wegen Gold IV gibt die Behörde i.d.R. einen GdB von 100 u. die vorgenannten Merkzeichen. Bitte neuen Antrag stellen.

Liebe Grüsse
Uwe

UweP-66

Avatar von UweP-66

Beiträge: 252

Re: Reha

17.03.2012 14:54:23

Hallo Brigitte,

ich wollte meine Nachricht von soeben nicht noch einmal ändern. Dein Reiseproblem besteht dann nicht, wenn Deine KK Dir einen Flug Hamburg - München genehmigt. Der Rest - ca. 130 km - könnte mit einem Taxi auf Kosten der KK bewältigt werden. Es gäbe kein Sauerstoffproblem.

nochmals liebe Grüsse
Uwe

Letzte Änderung: 17.03.2012 14:56:37 von UweP-66

Jo@chim

Avatar von Jo@chim

Beiträge: 716

Re: Reha

17.03.2012 15:09:06

Gut Luft Uwe,

UweP-66 schrieb:

…, wenn Deine KK Dir einen Flug Hamburg - München genehmigt. …. Es gäbe kein Sauerstoffproblem. …

Bist Du schon mal mit Sauerstoff geflogen, Uwe? Wahrscheinlich nicht, denn sonst hättest Du diesen Vorschlag nicht gemacht.

Atemwegserkrankte brauchen zum Fliegen ein Flugtauglichkeitsattest von einem Arzt, welches nicht älter als 14 Tage sein darf. Flüssigsauerstoff darf in Flugzeugen nicht mitgeführt werden. Die Versorgung muß also entweder über Gasdruckflaschen oder über einen mobilen Sauerstoffkonzentrator erfolgen. Ein NIV-Gerät darf nicht in den Frachtraum, sondern muß mit in die Kabine. Dem Flug und den Geräten muß die Fluggesellschaft und der Flugkapitän zustimmen.

Das Fluggepäck ist meistens auf 20 kg beschränkt. Das ist aber für eine dreiwöchige Reha sehr wenig.

Liebe Grüße
Joachim

Joachim Heinrich
multa cadunt inter calicem supremaque labra (Marcus Porcius Cato Censorius)

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