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Thema "Zu hoher Sauerstofffluss (Flow) schädlich?":

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Forum | Sauerstoff-Langzeit-Therapie | Zu hoher Sauerstofffluss (Flow) schädlich?

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bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Zu hoher Sauerstofffluss (Flow) schädlich?

14.07.2013 16:16:55

Lieber Elmar,

aus dem Grund habe ich doch den Link eingestellt, da steht drin, dass der Scoop aus einem Bleistiftminendünnem Schlauch besteht. Der dann unter der Kleidung getragen wird. Nach außen sieht man in der Regel nichts, wenn man z.B. ein Halstuch trägt.
Also keine Behinderung, im Gegenteil, ich sehe das als mehr Freiheit.
Nasenbluten hatte ich noch nie.....

Liebe Grüße
Birgit

Horst

Beiträge: 480

Re: Zu hoher Sauerstofffluss (Flow) schädlich?

14.07.2013 16:56:43

Hallo Elmar
da meine Frau noch arbeiten geht nehme ich ihr das kochen ab da gibt es keine Probleme. Den Scoop einsetzen ist keine große Sachen eine kleine örtliche Betäubung dann ein kleiner Nadelstich und schon ist alles vergessen. Der Scoop wird mit ein paar Stichen fixiert und nach 8 Tagen wieder gelöst danach kannst Du ihn selber wechseln.
Vorteil vom Scoop ist er ist 9 oder 11cm lang deshalb kommt der Sauerstoff direkt in die Lunge. Nachteil man sollte nicht verschleimt sein. Es ist nicht jedermanns Sache und der Patient sollte nicht alleine sein den im Notfall muss der Ehepartner / Lebensgefährte beim einsetzen helfen.
Einen schönen Rest Sonntag wünsche ich Horst

elmar bersch

Beiträge: 347

Re: Zu hoher Sauerstofffluss (Flow) schädlich?

14.07.2013 19:00:35

liebe bibi und lieber horst!
ich danke euch für die hilreichen ausführungen. wichtig ist für mich der hinweis mit der verschleimung. bin nun einiges schlauer als zuvor. ist eben schön im forum; man bekommt mehr mit als irgendwo anders. nun noch eien lieben abendlichen gruß und immer genug luft unter der nase elmar. (der liebe)

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Dinon

Beiträge: 14

Re: Zu hoher Sauerstofffluss (Flow) schädlich?

01.08.2013 11:55:40

Liebe Leidensgenossen, die mir bisher hier so toll mit Information und Tipps geholfen haben - es gibt Neuigkeiten von mir zum Thema zu berichten!

Ich hatte mir durch die Hitze draußen und die Kühlung in meiner Wohnung eine Erkältung eingefangen, weil bei Patienten, die Cortison einnehmen bekannter Weise die Immunabwehr stark geschwächt ist. Leider hatte ich daran nicht mehr gedacht und hatte nachts gegen 02:00 Uhr sämtliche Fenster und Türen ganz geöffnet, um die nächtliche Kühle in die Wohnung zu lassen. Dummerweise bin ich dann auf meinem Sofa eingeschlafen und dadurch kam dann die Erkältung, die sich später leider als Lungenentzündung heraus stellte. Auf Grund von Schüttelfrost und 39,9°C Fieber bin ich dann vergangenen Samstag Morgen in eine Klinik in der Nähe eingeliefert worden, wo die Lungenentzündung behandelt wurde, bis sie wieder abklang.

So viel zur Vorgeschichte - jetzt zum Thema hohe Sauerstoffwerte. Als die Lungenentzündung nahezu abgeklungen war, habe ich die Gelegenheit benutzt um meine Blutgaswerte überprüfen zu lassen. Der Chefarzt schlug dazu eine wohl sehr sichere Methode vor, die wir dann angewendet haben: (laienhaft beschrieben)

Es wurde eine kontinuierliche Ableitung des Blutes aus einer Arterie eines Armes zu dem Blutgasanalysegerät gelegt. Es wurden dann in halbstündigen Abständen jeweils höhere Sauerstoff-Flowwerte eingestellt und zwar wie folgt (in l/min.): 4-6-8-9-10-12. Das Gerät hat also dann jeweils nach jeder Erhöhung des Wertes in der folgenden halben Stunden eine komplette Blutgasanalyse durchgeführt, so dass am Schluss eine völlige Klarheit der Bedingungen bei den verschiedenen Sauerstoff-Flowwerten vorlag.

Wie sich heraus stellte, stieg mein CO²-Wert über alle Flows bis einschließlich 12l/min. nur unerheblich an und lag durchgehend im Bereich unter 50, also meilenweit entfernt von der Gefahr einer CO²-Narkose (über 60). Der Grund dafür scheint bei mir zu sein, dass ich nur durch den Mund ausatme und trotz Sauerstoff in der Nase noch zusätzlich durch den Mund kontinuierlich einatme.

Was die Sauerstoff-Flowwerte betrifft, so zeigte sich ab Stufe 8 eigentlich eine Überversorgung - von den noch höheren Stufen würde ich in einen "Sauerstoffrausch" verfallen. Die Verordnung für mich lautet nun wie folgt: Im Schlaf: 4l/min., in Ruhe: 5l/min., in Bewegung: 6l/min, bei hoher Belastung (körperlich oder geistig): 8-10l/min. so lange die Belastung vorhanden ist.

Damit habe ich nun Gott sei Dank endgültig wieder Klarheit! Dass ich mir dazu erst eine Lungenentzündung einfangen musste ist natürlich "suboptimal" wink .

Der Herr Chefarzt wies mich dann noch ausdrücklich darauf hin, dass auf pauschale Aussagen bezüglich von Sauerstoff-Flowwerten kein Verlass sei! Vielmehr müssen diese bei jedem Patienten individuell festgestellt und dann festgelegt werden.

Ich habe meine gestellte Frage für mich jetzt also zu 100% beantwortet bekommen. Ich danke allen, die mir hier so toll mit Information und Tipps geholfen haben und bin jetzt gerne bereit, weitere Fragen anderer Foristen zu beantworten.

Ich wünsche einen schönen Tag und immer genug Luft unter der Nase!

Dinon

bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Zu hoher Sauerstofffluss (Flow) schädlich?

01.08.2013 17:14:42

Hallo Dinon,

es tut mir leid, dass du wegen einer Lungenentzündung in's KH musstest, aber vielleicht sollte es so sein.
Manchmal braucht man solche Gelegenheiten, auch wenn es sich jetzt doof liest.

Ich freue mich für dich, dass wieder genesen bist und so tolle Ärzte hattest, die dich durchgecheckt haben. Das ist leider nicht üblich, auch nicht in einer Lungenfachklinik.
Du musstest ja auch erst nachfragen.
Ich wünsche dir weiter alles Gute!

Liebe grüße
Birgit

Dinon

Beiträge: 14

Re: Zu hoher Sauerstofffluss (Flow) schädlich?

02.08.2013 11:21:28

Hallo Birgit,

vielen Dank für Deine guten Wünsche. Ja - Du hast schon recht, normal wäre das, was dieses Krankenhaus für mich geleistet hat wohl nicht zu erreichen gewesen. Es liegt aber auch oft daran, wie man als Patient auftritt und ich hatte von Anfang an von meinem Problem mit den aktuell richtigen Flowwerten und der Gefahr einer CO²-Narkose berichtet und sehr deutlich gemacht, dass ich von dem Lungenspezialisten des Krankenhauses (in diesem Fall eine Ärztin) behandelt werden möchte, um die Angelegenheit ein für alle mal zu klären.

Gleichzeitig wandte ich einen kleinen Trick an, der mir schon mehrfach genützt hatte: Da ich absehen konnte, dass es sich nicht um einen sehr langen KH-Aufenthalt handeln würde, bat ich, mich in ein Einbett(Einzel-)zimmer zu verlegen gegen Zuzahlung der Tagesgebühr (bei diesem KH 66 €/Tag). Eine extra Zuzahlung für Chefarztbehandlung hatte ich nicht vereinbart.

Der Effekt war aber trotzdem, dass sich ab diesem Tag der Chefarzt und die LuFa die Klinke meiner Tür in die Hand gaben und sich intensiv um mich bemühten. Gleiches galt natürlich für das Schwesternpersonal, Atemtrainer u.s.w..
Ich erhielt sogar täglich eine Tageszeitung an´s Bett.

Den Testprozess habe ich ja schon beschrieben.

Erwähnen muss man natürlich, dass es sich bei dem KH Füssen/Allgäu um ein relativ kleines KH handelt, das ich aber auch insgesamt aus mehreren (kurzen) Aufenthalten wärmstens empfehlen kann. Ob ich in einer der großen Kliniken mit meinem Trick etwas hätte erreichen können müsste sich dann erst noch erweisen. Ich bin mir auch bewusst, dass sich meinen kleinen Trick wohl nicht jeder Patient hier leisten kann. Ich dachte mir aber, ich sollte meine Erfahrung an alle Foristen hier weiter geben. Ich hoffe, es ist von Interesse!

Liebe Grüße und einen schönen Tag!

Dinon

elmar bersch

Beiträge: 347

Re: Zu hoher Sauerstofffluss (Flow) schädlich?

03.08.2013 14:46:39

hallo dinon!
ich lese deine zeilen mit zwei gefühlen. erst deine lungenentzündung, daß ist eine doch schwere erkrankung. ich weiß wie sich das anfühlt, bin deswegen schon 2 mal von zu hause abgeholt woden. aber nun mit freude die folgenachricht. das ist doch mal eine gute nachricht. und es ist doch fein eine solche behandlung mit einem so guten ergebnis einfahren zu können. nun hast du auch eine klare dosierung und die möglichkeit einer strengen selbstwahl. ich freue mich für dich und wünsche dir alles gute und immer genug luft unter der nase. elmar

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