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Thema "Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen":

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Forum | Recht & Gesetz | Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

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Neandertaler 46

Beiträge: 9

Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

08.11.2013 16:30:37

Hallo,ich heisse Bernd binn 46,habe seit ca.4Jahren COPD,Emphysem,und seit 8 wochen nach OP an Lunge v.a.Tumor,zum glück nicht ,aber Lungenfibrose diagnoztiziert.
seit dieser Op ging es stetig Bergab mit meinen Werten,und sei letzter woche benötige ich Sauerstoff bei belastung.
Jetzt Meine frage:
In meinem umfeld habe ich jetzt gehört ich könne einen Schwerbehindertenausweis beantragen,ich könne eh nicht mehr Arbeiten gehen:binn Service techniker im Ausendienst und fahre ca.2000 KM die Woche,und auch Berufaunfähigkeitsrente??
Kann mir jemand einen tipp geben wo ich da adequaten Rat und Hilfe bekomme,mein Lungenfacharzt hält sich da auch sehr bedekt.Danke schon mal im vorraus wink

Kalli

Beiträge: 627

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

08.11.2013 16:58:02

Hallo Bernd !

Willkommen ! Lese gerade Deinen "Hilferuf".

Bei uns bist Du richtig,Dir kann geholfen werden.
Nur etwas Geduld alles wird gut.

Gruß Bob

Neandertaler 46

Beiträge: 9

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

08.11.2013 17:25:33

Dank dir,ich hoffe es,den die ganze Situation hat mich etwas Umgehauen,da ich halt nirgendwo eine Adequate Antwort erhalte,freue mich auf hilfreiche Tipps und Ratschläge von Leuten die in der selben Situation sind wie ich

Gruss

Bernd

bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

08.11.2013 17:49:07

Hallo Bernd,

erst mal herzlich willkommen hier im Forum.
Leider schreibst du nicht, welches Stadium deine COPD hat.
Aber du solltest sofort einen Schwerbhindertenantrag stellen.
Schon auf Grund einer Diagnose.
Bei diesem Antrag solltest du auch alle Merkzeichen, also "G", "aG", und auf jeden Fall "B" ankreuzen, streichen können die immer noch.
Hier kannst du einen Antrag herunteladen und ausfüllen und dann mit allen Unterlagen, die du hast, beim Amt einreichen:

http://www.versorgungsaemter.de/Antragsformulare/Nordrhein_Westfalen/Behinderung/Erstantrag_Aenderungsantrag_SchwebG.pdf

Eine Rente einreichen kannst du, wenn du mindestens 50% Schwerbehinderung hast.
Ich empfehle meist eine Reha-Maßnahme, weil es heißt: Reha vor Rente, d.h. Die RV macht es häufig von einer Reha abhängig, ob sie dir die Rente gewähren.Wenn würdest du eine EM-Rente bekommen.

Mehr zur Schwerbehinderung und auch zur EM-Rente kannst du auch hier finden:

http://www.das-lungennetzwerk.de/

Wenn du weitere Fragen hast, dann immer her damit.

Letzte Änderung: 08.11.2013 17:49:38 von bibiviola

Neandertaler 46

Beiträge: 9

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

08.11.2013 18:10:47

Hallo birgit

Danke für deine Antwort,leider kann ich gar nicht sagen was für ein schweregrad ich habe,da mein Arzt selber von dieser Situation überrascht wurde,so schlechte Sauerstoffwerte hatte ich noch nie 49mg hg,und die lungenfachklinik in der die OP gemacht wurde es auch als leichte Fibrose abta,das ist 8Wochen her.Werde deine Ratschläge dankend annehmen,bis zum nächsten mal.
Gruss
bernd

flegel

Beiträge: 106

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

08.11.2013 19:34:11

Hallo Bernd.
folgender Vorschlag :
Nach der OP würd ich mal den Dok fragen, wie es mit einer Reha ausschaut.
Vllt kannst du ja diese auch in einer Lungenfachklinik machen.
Da gibts dann eine Sozialstation, wo man dann die Bitte äussern kann, ob man für den Schwerbehindertenausweis genügend Prozente mitbringt auf Grund der Untersuchungen und dann der Antrag von der Sozialstation betrieben und abgeschickt wird. Somit kannst du Zeit sparen und das Versorgungsamt bekommt gleich alle Unterlagen die sie benötigen um den Antrag zu bearbeiten.

Gruss Flegel

Liane51

Avatar von Liane51

Beiträge: 256

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

09.11.2013 07:39:06

Hallo Bernd,

sicher bist du jetzt erstmal arbeitsunfähig vom Arzt geschrieben.
Dieser Zustand muß ja ständig verlängert werden. Der Arzt sollte von sich aus zur Gesundung eine Reha vorschlagen.

Du hast auf jeden Fall 18 Monate Zeit um wieder gesund zu werden und arbeiten zu können. Solange hast du Anrecht auf Bezug von Krankengeld über deine Krankenkasse.

Nach der Reha wirst du von den Ärzten dort abschließend untersucht und beurteilt. Da kannst du bereits erkennen, wann und wieviel du wieder arbeiten kannst.

Liebe Grüße
Liane

erika

Beiträge: 106

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

09.11.2013 11:39:36

Hallo Bernd,
bei mir war die Lohnfortzahlung während der Zeit, in der ich krankgeschrieben war vor der Erwerbsunfähigkeitsrente, doch um einiges höher als die Rente. Daher ist es empfehlenswert, sich so lange wie möglich krank schreiben zu lassen (in meinem Fall zumindest). Bei der Erwerbsunfähigkeitsrente werden ab/bis einem bestimmten Alter auch 0,3% Abschläge pro Monat gemacht. Du bist ja noch ziemlich jung.
Die Rentenversicherung hat in größeren Städten Außendienstbüros. Ich bin z.B. in München gut beraten worden. Termine kann man per Internet machen.
Viel Erfolg!

bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

09.11.2013 11:48:22

Hallo Erika,

ein guter Vorschlag, aber leider spielen meist die KK's nicht so lange mit, sondern fordern vorher schon die Reha mit nachfolgendem Rentenantrag.....

Oliver

Beiträge: 65

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

09.11.2013 16:51:46

Hallo Bernd,
zum Thema kann ich einiges sagen. Gerade weil ich in ähnlicher Situation bin/war. Ich bin 49 und hatte ähnliche Werte wie du.
War noch berufstätig und wollte es eigentlich auch bleiben.
Von daher habe ich eine Reha beantragt um eventuell wieder arbeitsfähig zu werde. War in der Zeit Krankgeschrieben.
- Reha im November 2012 beantragt
-innerhalb von 4 Wochen genehmigt (Antrag muss innerhalb von 5 Wochen abgearbeitet werde durch Rentenversicherung KK etc)
- im Februar 2013 auf Reha in Ansbach ( Lungenfachklinik)
- Ergebnis der Reha -- unter 3 Stunden Arbeitsfähig
- ich habe daraufhin erstmal nichts gemacht
-im April kam der erste Brief der Rentenversicherung ich solle innerhalb von 4 Wochen einen Rentenantrag stellen
-zwischenzeitlich war ich beim Rentenberater am Ort und habe mir mal ne Rente ausrechnen lassen und war echt erschreckt. Habe immer gut verdient- also deutlich über einem Rentenpunkt und hatte 31 volle Jahre. Die errechnete Erwerbsminderungsrente lag nach Berechnung 700€ unter meinem Krankengeld.
-also die Frist für die Antragstellung erstmal verstreichen lassen...Brief kam ja nicht als Einschreiben. Tipp vom VDK--ziehen sie es so lange raus wie es geht.
-Ende Mai 2013 erneut Post von der Rentenversicherung mit nochmaliger Aufforderung zur Antragstellung und erneuten 4 Wochen Frist.
- dort stand dann das Erstemal drin, dass das durch die Krankenkasse veranlasst wurde.
-Antrag gestellt innerhalb der Frist
- im Juli 2013 wurde rückwirkend Rente ab dem Tag der Reha-Antrags-Stellung genehmigt.
- Erste Zahlung zog sich dann bis Ende September hin.
- Rente ist nun bis April 2014 genehmigt.
- Ich müsste im Februar 2014 erneut einen Antrag stellen und dann wohl zu einer Untersuchung durch die Rentenkasse.
-hier muss ich mich mal selber noch schlau machen. Wenn ich den Antrag nicht stelle, läuft die Rente Ende April 2014 aus. Dann würde ich erstmal Arbeitslosengeld bekommen. Wäre mehr als die Rente. ..... Wie gesagt, dazu muss ich mich selber noch schlau machen...

Ich würde im Nachhinein mein Vorgehen als Falsch bezeichnen.

So würde ich heute vorgehen.

- Antrag auf Anerkennung eines Grades der Behinderung kann man ruhig stellen hat keinen Einfluss auf Rente
-Weiterhin Krankschreiben lassen bis die Krankenkasse verlangt, dass du einen Rehaantrag stellst.
- Die von den für die Antragstellung gewährte Frist bis zum Ende ausreizen.
-Dann erst den Rehantrag stellen.
-im Antrag kannst du in Absprache mit deinem Arzt einen Wunschtermin eintragen lasse. Begründung z.B. Wetter im Sommer für deine Erkrankung besser da die Luft dann noch so feucht. Familiäre Gründe etc.
- Die Reha zumindest so weit wie möglich nach hinten schieben.
- Wenn Reha stattfindet möchte die Krankenkasse im Anschluss einen Rehabericht haben.
-Auch diesen möglichst spät an die KK senden, da diese bei einer entsprechenden Einschätzung deiner Arbeitsfähigkeit über die Rentenkasse eine Verrentung beantragen wird.

Solch ein Vorgehen hätte eineige tausend Euro mehr auf mein Konto gebracht.
Ich würde es nur noch so machen. Jeder Monat Krankengeld ist deutlich mehr in deiner Kasse als Rente.

Ich hoffe ich konnte dir helfen. Falls du noch weitere Fragen hast, sende mir eine Mail. Gerne auch mit deiner Telefonnummer. Ich helfe dir dann gerne weiter und beantworte dir diene Fragen. Ich musste nämlich feststellen, dass einen selbet Sozialverbände wie der VDK nicht optimal betreuen. Bei denen kommt es sehr auf den entsprechenden Mitarbeiter an.

So nun stelle ich meinen Vorschlag zur allgemeinen Beurteilung.

Gruß Oliver

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