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Thema "Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen":

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Forum | Recht & Gesetz | Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

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bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

19.11.2013 17:57:25

Hallo Bernd,

ich habe mir eben nochmal dein geschildertes Krankheitsbild durchgelesen.
Die Medikamente, die du jetzt bekommen hast, werden sicherlich zur Behandlung der Fibrose gegeben, um Infekte zu vermeiden und Schleim besser los zu werden.

Berufsunfähigkeitsrente, tja.....
ich gehe da mal von meiner Logik aus.
Du bist im Aussendienst. Da muss es gewährleistet sein, dass du ständig mit Sauerstoff versorgt bist.
Entweder eine Sauerstofftonne im Auto, an der ein transportables Gerät aufgefüllt wird, oder aber ein tragbarer Konzentrator.
Die Frage ist natürlich, in wie weit es mit deiner Tätigkeit zu vereinbaren ist.
Servicetechniker kann alles sein, entschuldige.
Hast du die Möglichkeit im Innendienst zu arbeiten?
Das wäre sicher mit Sauerstoffversorgung einfacher.
Berufsunfähigkeit... als was möchtest du denn weiter arbeiten? Wenn du im Innendienst weiter arbeiten kannst, wäre es wohl eine Teilberufsunfähigkeit.
Hast du eine zweite Ausbildung?
Soooo viele Fragen....

mehr zur Berufsunfähigkeit:

http://de.wikipedia.org/wiki/Berufsunf%C3%A4higkeit

Da du ja aber nicht "nur" diese eine Baustelle hast, ist es fraglich, ob eine BU überhaupt in Frage kommt.

Eine Reha wäre sicher sehr angebracht, in der die Ärzte dann darüber entscheiden würden, wie es mit dir weitergeht, sprich, was du beantragen kannst oder solltest.

Das würde ich vordergründig erst mal anstreben, eine Reha.

flegel

Beiträge: 106

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

20.11.2013 11:46:38

Hi.
zur BU-Rente : es muss ein erlernter Beruf sein, den man in den letzten Jahren auch ausgeübt hat, sonst wird nichts aus der BU.

zu EU-Rente : kann jeder unabhängig des erlernten und ausgeübten Berufes bekommen, wenn er nicht mehr wie 3 Std. am Tag arbeiten kann.

Wird diese Stundenzahl überschritten, mutet man einem zu, jeden Job anzunehmen, wofür auch keine Susbildung nötig ist. Was das bedeutet, kann man sich ja vorstellen.
Ich persönlich habe 20 Jahre mit der LVA gestritten um meine EU-Rente, weil ich noch angeblich 3 Std. am tag z.B. an einer Sammelkasse hätte arbeiten können, trotz Gelenkverschleiss und Trombosen.

Liane51

Avatar von Liane51

Beiträge: 256

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

21.11.2013 07:20:43

Hallo Flegel,

die Frage war, ob Bernd eine private Berufsunfähigkeitsversicherung hat. Dies hat er verneint. Die Privaten zahlen dann auch wenn man erwerbsunfähig wird. Die Reha (in der passenden Einrichtung) ist m.E. im
Moment das Beste für Bernd.
Nach 3 bzw. 5-wöchiger Behandlung steht sicher fest, wie es mit der gesundheitlichen Situation aussieht. Ganz sicher kann man dort niemand etwas vormachen; d.h. man kann nicht sich kränker oder gesunder geben als man ist. Jeden Tag wird man therapiert, kontrolliert, motiviert. Man wird gut beobachtet. Nach Reha-Ende gibt es eine Abschlußuntersuchung an der mehrere Ärzte teilnehmen. In dem Bericht, der an die Krankenkasse, die Rentenversicherung und den Hausarzt geht, ist festgelegt, ob und wieviel du noch arbeiten kannst. Dieser Bericht ist Fakt, da hält sich jeder dran.
Bernd ist also nach Reha entweder arbeitslos oder weiter krank bis zur Dauer von 18 Monaten. Wenn sich in dieser Zeit nichts verbessert (der Hausarzt muß ihn fortlaufend krankschreiben) kommt es ausgelöst durch die Krankenkasse zur Rentenantragsstellung. Die Kasse rechnet frühere Krankzeiten mit derselben Diagnose auf und zieht die Zeit dann von der Antragstellung ab. Wer also vorher 12 Wochen wegen seiner Krankheit arbeitsunfähig war, geht auch 12 Wochen vor Antragstellung in Rente.
Die Haltung des Arbeitgebers kann ich sowohl menschlich als auch wirtschaftlich nicht für gut befinden. Als Kleinbetrieb mit bis zu 5 Angestellten nimmt er an der Lohnrückerstattung teil; d.h. 80% von Bernds Gehalt bekommt er von der Krankenkasse zurück. Nach 6 Wochen ist der Arbeitgeber befreit, die Kasse übernimmt. Bei der heutigen Auswahl an Leiharbeitern, Aushilfen, Praktikanten, Zuschüssen vom Arbeitsamt usw. muß man auch als Kleinbetrieb niemand entlassen, wenn man nicht will.

Ich hoffe, Bernd hat diese Enttäuschung schon überwunden und kann bald eine Reha antreten.

Liebe Grüße Liane

Neandertaler46

Beiträge: 5

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

24.11.2013 13:02:59

Hallo ihr Lieben,
Ich habe einen erlenten JOB,ich binn von Hause aus gelernter Elektromaschienenbauer und Ankerwickler,dort wurde ich nach 25Jahren gekündigt,und war dann halt auch als zuleztz Servicetechniker für Kühlgeräte tätig,desweiteren besitzte ich noch eine Vollwertige Rettungsdienstausbildung(Rettungssanitäter),die ich auch 30Jahre ehrenamtlich(3jahre Hauptberuflich)machte.Beide Jobs sind aber nichts wenn mann Sauerstoff bei belastung braucht.Meine krankenkasse will jetzt den nächsten Klinik besuch im Januar abwarten,um über eine Reha zu entscheiden,mein Arzt macht mir da wenig Hoffnung da trotz hochdosiertem Cortison die Werte nicht wirklich besser werden.
Ich bin halt mal was besonderes,denn wie mein Arzt sagt laut Ergebnisse der reinen Lufu sind meine Werte Akzetabel,aber bei belastung,treppensteigen singt die Sättugung unter 50mmhg,und das ist nicht tollerabel,sagen die medizinmänner.
Gruss

Bernd

Wolfgang1

Beiträge: 471

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

24.11.2013 16:37:47

Hallo Neandertaler , verstehe den Arzt nicht ganz , bei dir ist nichts besonderes , es gibt sehr viele COPD ler ,die in Ruhe ohne Sauerstoff auskommen und da die Werte auch i,O sind. Aber bei der geringsten Belastung fallen die Werte rapide ab und Sauerstoff ist nötig um die Sättigung optimal zu halten , dass ist normal und keine Besonderheit . Bei mir ist es genau so . gruß Wolfgang .

bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

24.11.2013 17:03:34

Hallo Bernd,

richtig ist, das etliche COPD'ler in Ruhe keinen Sauerstoff benötigen, aber das ist wirklich nichts Besonderes.
Bei dir es kann sein, dass dein Gasaustausch so gestört ist, das zwar die Lufu-Werte akzeptabel sind, aber der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxyd in der Lunge schwer gestört ist.

Ich denke mal, dein Arzt meinte wohl eher, dass du auf die hohe Kortisondosis nicht ansprichst, das ist schon selten.

Liane51

Avatar von Liane51

Beiträge: 256

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

25.11.2013 07:23:12

Hallo Birgit,

da muß ich auch was dazu sagen. Also Kortison hat mir nicht geholfen, im Gegenteil, es hat mich in ganz kurzer Zeit noch kränker gemacht.
Bei meinem 1. Krankenhausaufenthalt hat man mich mit Kortison vollgepumpt, bis zu 60 mg täglich.
Das Ergebnis war, daß ich nach 3 Wochen kränker entlassen wurde als ich vorher war.
Bevor die Krankheit so richtig ausbrach, hat mich mein Lungenfacharzt immer mit einer Stoßtherapie Kortison behandelt. Das waren 20 mg.
Ich hatte auch in den ersten Jahren der Krankheit 7 Notarzteinsätze, die von der Familie gerufen wurden, als ich eine Panikattacke hatte. Die Notärzte gaben mir alle Kortison 250 mg in die Vene und Sauerstoff auf 4 -. Wenn ich vom eigenen Schock absah, gings dann wieder halbwegs. Aber ich bin keinem Notarzt entkommen, jeder bestand darauf daß ich ins Krankenhaus muß. Dort wurde ich dann wieder mit Kortison behandelt....
Mein alter Lungenfacharzt, der jetzt in Rente ist, hat mir Tropfen gegeben, die ich im Falle einer Luftnot-Panikattacke einnehmen kann. Ich habe sie bisher 4 mal gebraucht und der Notarzt mußte nicht kommen. So einfach war das. Und völlig ohne Kortison.
Ich glaube bei dieser Krankheit hilft Kortison eher nicht, sonst würde es uns allen besser gehen.

Dir wünsche ich für heute einen prima Tag
liebe Grüße Liane

bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

25.11.2013 08:37:05

Hallo Liane,

Wenn ich eine Exacerbation, also einen Infekt hatte, dann hat mir hoch dosiertes Kortison schon geholfen.
Kortison wirkt ja entzündungshemmend.
Stosstherapie bei 20 mg beginnen hat bei mir auch gar nichts gebracht. 50 mg waren das Minimum.

Vielen COPD'ler bringt Dauerkortison nichts, das ist etwas für Asthmatiker oder den Patienten, die eine Kombination aus COPD und Asthma haben und bei Fibrosepatienten.
Da bei Bernd eine Fibrose diagnostiziert wurde, war das Kortison sicher für diese Erkrankung gedacht.
Bei Fibrose wird eben u.a. mit hochdosiertem Kortison auf Dauer behandelt.

Bei einer Luftnot-Panikattacke bringt Kortison nichts, dann sollte man Solosin-Tropfen nehmen.

Ich wünsche dir einen wunderschönen sonnigen Tag, hier ist es grau und eisekalt.

Liane51

Avatar von Liane51

Beiträge: 256

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

25.11.2013 08:51:27

Danke Birgit, hier ist es auch eisekalt aber sonnig. Da ich heute nicht rausgehe, bleibt mir nur, den Staub auf den Möbeln zu betrachten. Da ist es mir fast lieber, es schneit, dann bleiben die meisten zuhause.

Exazerbationen also Infekte hatte und habe ich nie. Da hustet und prustet schon jeder, ich nicht. Auch nie Schleim zum abhusten.

Deine Fachkenntnis ist wirklich enorm, genauso heißen die Tropfen. Was meinst du, sollten wir das den Notärzten so als Tip mal verraten?
Lg Liane

bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Neu an Sauerstoff und ganz viel Fragen

25.11.2013 10:12:43

Gute Frage Liane,

ich fürchte nur, dass die meisten Notärzte eine Panikattacke nicht von einer Exacerbation unterscheiden können.
Bei mir waren schon ein Kinderarzt und ein Kardiologe als Notarzt mal angetanzt, die dann völlig hilflos waren.
Seitdem habe ich auf Notärzte verzichte und habe mich gleich ins KH fahren lassen.
Bisher hatte mich mein Bauchgefühl nicht getrogen.

Wollen wir hoffen, das man den Notarzt so wenig wie möglich benötigt.

Staub betrachten ist gut, muss ihn ja mittlerweile wieder selbst weg putzen, laugh

Letzte Änderung: 25.11.2013 10:13:29 von bibiviola

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