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Thema "Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?":

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Forum | Sauerstoff-Langzeit-Therapie | Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

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bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

24.12.2013 11:40:44

Hallo Katrin,

das hört sich an, als wenn dein Schwiegervater das CO² nicht abatmen kann. Dann braucht er nicht nur Sauerstoff, sondern auch ein Beatmungsgerät für zu Hause, das in der Regel nachts getragen wird.
Durch den mehr zugeführten Sauerstoff reichert sich natürlich auch das CO² an, so dass die Atmung schlechter wird.

Ich wünsche deinem Schwiegervater gute Besserung und die richtige Behandlung dort im Krankenhaus.

Vogeligel

Beiträge: 16

Re: Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

26.12.2013 10:11:19

Wir waren jetzt gestern und vorgestern etwas länger im Krankenhaus...!

Mein Schwiegervater kann schlecht durch die Nase atmen und dadurch bringt das Kabel, dass er in der Nase hat wohl nicht wirklich viel!

Der Lungendruck (oder was auch immer das ist) liegt immer um die 70-80 und sollte laut Ärzten bei rund 100 sein!
Das erreicht er aber nur, wenn er eine Maske über Mund und Nase trägt...dies darf er aber immer nur 30 Minuten am Stück (in der Zeit geht es ihm richtig gut)!
Wenn die ihm die Maske abnehmen, fällt der Druck sofort runter und er läuft wieder blau an!

Er soll jetzt nur wenig trinken, wegen dem Wasser in der Lunge...ich dachte immer, wenn man Wasseransammlungen hat, müsste man erst recht viel trinken!
Aber die werden HOFFENTLICH wissen, was sie da machen!

Wir würden Schwiegervater gerne in eine Lungenfachklinik einliefern lassen, weil durch die Behandlung in den 2 Krankenhäusern wurde es überhaupt nicht besser...ganz im Gegenteil!
Aber ob wir das durch bekommen?

Die Krankenschwester meint, sobald das Wasser aus der Lunge raus ist, wird Schwiegervater wieder entlassen...aber davor graut es mir schon, denn zuhause wird es ihm wieder schlechter gehen, weil er nur dieses blöde Kabel in der Nase hat und nach ein paar Tagen wird es bestimmt wieder so schlimm sein, dass er zu ersticken droht!

bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

26.12.2013 10:46:54

Hallo Katrin,

warum hat dein Schwiegervater denn eine Nasenbrille, wenn er schlecht durch die Nase atmen kann, dann könnte er doch auch eine Sauerstoffmaske tragen, da ist es egal, ob er durch den Mund oder durch die Nase atmet.

Mit dem "Lungendruck" ist sicher die Sauerstoffsättigung gemeint, die sollte schon zwischen 95 und 100% liegen. da sind 70-80% wirklich recht wenig.

Warum darf dein Schwiegervater die Maske immer nur für 30 Minuten tragen? Völlig unverständlich. Ich kenne Patienten, die tragen diese Masken rund um die Uhr. Oder sprichst du hier von einer richtigen Beatmungsmaske, wo die Luft in die Lunge "gedrückt" wird mit einem extra Gerät?

Wenn sich im Körper Wasser ansammelt, ob in den Beinen oder auch eben in der Lunge, dann sollte man eben wirklich nicht viel trinken.
Es ist eine Gratwanderung, es darf nicht zu wenig sein, damit man nicht austrocknet, aber eben auch nicht zuviel, damit sich nichts einlagern kann.
Dazu müsste auch ein Test gemacht werden, wo 24 Stunden lang aufgeschrieben wird, was getrunken wird und dann auch, welche Mengen man wieder ausgeschieden hat.

Dadurch, das sich Wasser in der Lunge befindet, kann dein Schwiegervater natürlich auch nicht richtig atmen, weil durch das Wasser ja viel weniger Platz in der Lunge ist.

Ich würde ganz schnell dafür sorgen, dass dein Schwiegervater in eine vernünftige Lungenfachklinik eingewiesen wird, bzw. in ein Krankenhaus, das eine gute innere Abteilung hat, die sich auch um das Herz kümmern kann, denn meistens kommt das Wasser in der Lunge von einer Herzschwäche.

Aber ob wir das durch bekommen?

Warum solltet ihr das nicht durchbekommen? Der Hausarzt muss euch nur eine entsprechende Einweisung geben.

Ich wünsche euch alles Gute und deinem Schwiegervater gute Besserung!

Vogeligel

Beiträge: 16

Re: Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

26.12.2013 11:25:12

Das mit der Nasenbrille verstehe ich auch nicht!
Wir versuchen morgen den Arzt abzufangen und wollen mal mit dem sprechen! Mein Schwiegervater sagt leider nurnoch zu allem ja und amen!

Richtig...die Sauerstoffsättigung...! Ich wusste nichtmehr, wie das hieß!
Sobald die auf unter 74 fällt, geht dort der Alarm los! Das ist gut 2-5 mal pro Stunde...rund um die Uhr!

Ja bei der Maske wird die Luft in den Körper gedrückt! Die bekommt er mehrmals täglich für 30 Minuten und in der Zeit bekommt er sofort eine gesunde Gesichtsfarbe, die Sauerstoffsättigung liegt dann zwischen 96 und 100 und er fühlt sich fit!
Aber sobald die Maske abgemacht wird, dauert es nur Sekunden, bis es ihm schlecht geht!

Das mit dem aufschreiben der Menge machen die dort! Habe auf der Flasche gestern gesehen, dass dort Datum und eine 2 draufsteht!

Schwiegervater war schonmal 10 Tage in diesem Krankenhaus und von dort aus wurde er in eine Uniklinik überwiesen, die ihm 2 Stents gelegt und jede menge Medikamente verschrieben hat und dannach wurde er entlassen!
Das hat aber ja nichts geholfen!
Nun will ich versuchen, ob er nicht nach Grosshansdorf in die Lungenfachklinik kommen kann!

Ich hoffe so sehr, dass wir die Möglichkeit bekommen, mit dem Arzt zu sprechen und dann werde ich ihm das sagen!

bibiviola

Beiträge: 3362

Re: Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

26.12.2013 12:00:13

Hallo Katrin,

dein Schwiegervater hat dann ein BiPaP-Gerät, mit dem er das Kohlendioxyd aus der Lunge besser abatmen kann. Das muss man stufenweise anfangen, die kann man in der Regel nicht von beginn an über Stunden tragen, man muss langsam daran gewöhnt werden. Deshalb immer nur die halben Stunden.
Die Atmung des Patienten muss sich dem Rhythmus des Gerätes anpassen, das ist oft nicht einfach für den Patienten.

Ich denke, dass deinem Schwiegervater auf Dauer wirklich nur mit dieser Beatmungsmaske geholfen ist, aber es braucht Zeit, bis er sie wirklich akzeptiert hat und als ihm zugehörig ansieht, wie seinen Arm oder das Bein.
So, wie du es schilderst, ist er dort schon gut aufgehoben. Das es ihm dann zu Hause wieder schlechter geht, hängt sicher mit der Beatmung zusammen und nicht an den Stents und den Medikamenten.
Frage doch den Arzt genau nach der Beatmung und ob oder wie sie zu Hause dann gehändelt wird.

Sollten die Ärzte deinen Schwiegervater ohne das Beatmungsgerät nach Hause entlassen, dann sehe zu, dass ihr schnellstmöglich für Großhansdorf eine Einweisung bekommt. Großhansdorf ist eine sehr gute Lungenfachklinik.
Alles Gute und viel Erfolg!

Hansi

Beiträge: 200

Re: Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

26.12.2013 12:36:01

Hallo Katrin

kein Krankenaus darf einen Patienten gegen seinen Willen einfach so, drastisch ausgedrückt, rausschmeissen. Andererseits wird Schwiegervater dort wohl kaum richtig geholfen und der Wunsch einer Verlegung nach Großharnsdorf bei alledem aus meiner Sicht nur allzu verständlich.
Ich würde in diesem Fall die Entlassung verweigern u. mit Stationsarzt reden, Chefarzt-Gespräch verlangen, mit Sozialdienst u.Patientenfürsprecher des Kh reden, in Großharnsdorf vorsprechen wg. evtl.Weiterbehandlung da Schwiegervater das so möchte, weiter die KK informieren, daß es ihm in diesem Kh nur immer schlechter geht u. ihr Angst um sein Leben habt, so das ganze grosse Programm aufspielen. Das ist zwar etwas na ja,.........aber der Zweck heiligt noch immer die Mittel.

Ich wünsche Schwiegerpapa baldige Hilfe und Besserung
und der ganzen Familie einen guten Start ins Neue Jahr.

Letzte Änderung: 26.12.2013 12:40:27 von Hansi

flegel

Beiträge: 106

Re: Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

26.12.2013 13:39:34

Hallo Katrin.

Wichtig ist jetzt, das dein Schwiegervater die richtige Behandlung bekommt sowie eine richtige Diagnose.
Hierzu ist nur eine Lungenfachklinik in der Lage,. Diese können auch feststellen, was mit dem Herzen ist.
Was die Luft betrifft, kann dort dann auch gleich die richtige Diagnose sowie die Therapie erarbeitet werden.
Da wir in DE die freie Arztwahl haben, würde ich erstmal beim Hausarzt eine Einweisung in eine Lungenfachklinik beantregen. Macht er das nicht, bei nächster Gelegenheit den NotfallDok rufen und gleich in die Lungenfachklinik, nicht in das Unikrankenkenhaus, drauf bestehen beim Notarzt.
Meines Wissens sind Unikliniken nicht schlecht, aber was da rumläuft sind viele Auszubildende, sprich Studierende, und denen fehlt die Sachkenntniss bei Lungenkrankheiten.

COPD ist eine weit gefächerte Erkrankung, die absolut den Spezialisten erfordert.

Ansonsten schliesse ich mich den Ausführungen von Birgit an

MfG
flegel

Vogeligel

Beiträge: 16

Re: Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

26.12.2013 17:16:10

Vielen Dank für eure Antworten!

Heute war mein Mann allein mit seiner Mutter ins Krankenhaus gefahren!
Schwiegerpapa geht es wohl ein wenig besser! Zumindest konnte er nach den 30 Minuten am Sauerstoffgerät aufrecht sitzen (Musste er auch, weil er ein Abführmittel bekommen hat und dadurch natürlich öfters auf Toilette musste), die Sauerstoffsättigung war relativ konstant auf 82 und der Puls war auch normal (gestern ging er mal plötzlich auf 150 hoch, dann wieder auf 60 runter...)!

Morgen können wir nun um 15 Uhr mit dem Arzt sprechen! ENDLICH!!!
Da möchten wir mit ihm die Verlegung nach Grosshansdorf besprechen!
So geht es jedenfalls nicht weiter!

Letzte Änderung: 26.12.2013 18:17:06 von Vogeligel

Kata

Beiträge: 136

Re: Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

26.12.2013 19:06:45

hallo Vogeligel,
so ähnlich ist es mir pers. auch ergangen, hatte eine Riesenmaske auf, bekam Panikattacken hoch drei, musste diese allerdings ein paar Stunden aushalten. War auch damals in einem "normalen KH". Ich bat mein4e Tochter über meinen Betriebarzt, mir einen Platz in einer Lungenfachklinik zu besorgen, das klappte auch, es war ein Bett für mich reserviert, nur.....die Klinik in der ich lag, spielte nicht mit, die verkauften mich für blöd, wie sollte ich in Intensiv Beziehungen spielen lassen können um in eine Lungenfachklinik zu kommen.
Ein inzenierter Krach meinerseits und die Androhung in diesem Hemd sofort die Klinik zu verlassen, veranlasste eine Ärztin erneut mal ein ernsthaftes Gespräch mit mir zu führen und 2 Stunden später, Anruf der Ärztin in der Lungenklinik, stand der Sanka da und ich war in der Lungenfachklinik. 1 Woche später war ich wieder auf den Beinen mit bipap und Sauerstoff verbandelt, 4 Wochen Anschlussheilbehandlung und es geht mir soweit gut, dass ich das Beatmungsgerät nur nachts mit Sauerstoff brauche und tagsüber nur bei Belastung nur Sauerstoff.
Ja , es ist alles gewöhnungsbedürftig, aber es ging mir sofort gut und das entschädigt für vieles.

Vogeligel

Beiträge: 16

Re: Sauerstoff-Langzeit-Therapie...was kommt auf uns zu?

27.12.2013 18:00:21

So...Schwiegermutter konnte ganze 30 Sekunden auf dem Gang zwischen Tür und Angel mit dem Arzt sprechen!
Er meinte nur wegen Grosshansdorf sollen wir den Hausarzt fragen und das Schwiegervater am Montag wohl entlassen wird!

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