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Thema "AOK Rheinland Hamburg schreibt Sauerstoff aus !":

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Forum | Kostenträger | AOK Rheinland Hamburg schreibt Sauerstoff aus !

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bibiviola

Beiträge: 3362

Re: AOK Rheinland Hamburg schreibt Sauerstoff aus !

09.02.2014 09:44:46

HalloLiane,

das gehört jetzt nicht hierher, aber vielleicht haben auch viele einfach Angst zu unterschreiben, weil sie Angst haben, es wird dann ein Teppich geliefert....
Ne, Spaß beiseite, es ist wirklich so, und auchbei uns im Forum so schon zum Ausdruck gekommen, dass die Leute im I-Net nicht gerne etwas unterschreiben,weil sie Angst vor Folgen haben.

Diese nicht annhemen von Hilfe, da bin ich auch oft dran gescheitert, ich habe es aufgegeben, dafür ist mir meine Zeit einfach zu schade, um sie frustriert zu verbringen.
Jeder ist seines Glückes Schmied. Ich bin nicht auf der Welt, um das Glück der anderen zu schmieden...., Hilfe ja, aber wenn sie nicht wollen?

leya

Beiträge: 40

Re: AOK Rheinland Hamburg schreibt Sauerstoff aus !

10.02.2014 05:06:21

Hallo,

in diesen Zeiten, in denen Krankenkassen gesetzlich erlaubt ist, in allen Bereichen (Medikamente, Hilfsmittel usw.) Verträge abzuschließen und der Patient kaum eine Möglichkeit hat, sich dagegen zu wehren, kommt eine europaweite Ausschreibung der Hilfsmittelverträge zur Langzeitsauerstoffversorgung leider nicht wirklich überraschend.

Die Informationen, die uns der Herr von der Firma Brammer hier eingestellt hat, finde ich wirklich besorgniserregend. Sie finden sich aber bisher noch nicht so in den öffentlichen Ausschreibungen:
http://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:2398-2014:TEXT:DE:HTML&tabId=1

Dennoch habe ich meinen Versorger auch bisher nicht frei gewählt, sondern er wurde mir von meiner GKV vorgegeben. Trotzdem positiv, dass es die Wahlmöglichkeit gab.

Der Pauschalvertrag der GKV mit meinem Versorger beinhaltete auch, dass der damalige Versorger meinte, sich gegenüber den Versicherten alle möglichen Frechheiten herauszunehmen (schließlich war der Vertrag ja abgeschlossen und die Pauschale bezahlt und die GKV, was den weiteren Verlauf (Service) betraf, ziemlich desinteressiert). Schon aus diesen Erfahrungen heraus sehe ich es sehr kritisch, wenn dem Kranken nur ein einziger Versorger zur Verfügung steht und ein Wechsel unmöglich ist.

Dieser Vorgang betrifft zwar "nur" die AOK Hamburg/Rheinland, aber, wenn diese sich in einem Bereich auf einen Versorger festlegt, und andere Krankenkassen zukünftig ebenso verfahren werden, was geschieht dann im Fall eines Streiks oder einer Krankheitswelle bei dem jeweiligen vertragsgebundenen Versorger; Unruhen, Unwettern o.ä.? Kapazitäten anderer Versorger dürften dann nicht frei sein, weil jeder nur so viel Personal und Geräte vorhält, wie sein eigentlicher Vertragspartner benötigt.
Sauerstoff ist schließlich überlebenswichtig. Ohne sterben Menschen.
Deshalb halte ich die in einem Gebiet ausschließliche Bindung an einen Versorgung für gefährlich.

Dieser Beurteilung steht nicht entgegen, dass die AOK Hamburg/Rheinland nicht das gesamte Bundesgebiet an einen einzigen Versorger "vergeben" will:

Zitat "Der Auftragsgegenstand ist in 23 Gebietslose aufgeteilt. Jeder Bieter kann ein Angebot auf
beliebig viele Lose abgeben, die Zahl der möglichen Zuschläge ist jedoch nach höherer Maßgabe der
Bewerbungsbedingungen auf höchstens acht je Bieter limitiert (Zuschlagslimitierung)."

Quelle: http://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:2398-2014:TEXT:DE:HTML&tabId=1

Ich nehme an, dass kaum ein Anbieter aus den anderen europäischen Ländern sämtliche Voraussetzungen der Ausschreibungen erfüllen kann. Insofern habe ich keine Befürchtungen vor osteuropäischen Anbietern.

Trotzdem wird wohl eine weitere Konzentrierung auf Großversorger stattfinden und leider kleinere Unternehmen Schwierigkeiten haben mitzuhalten. Eine Machtkonzentration (die "Macht", uns mit O2 zu versorgen oder eben auch nicht)ist nie gut.

Wir benötigen dringend engagierte Versorger, die auch durchgehend vor Ort sind (und nicht nur einen O2 Fahrer über hunderte von Kilometern zu uns schicken)und uns kurzfristig helfen können. Eben auch so ein Unternehmen wie die Firma Brammer und sicherlich viele andere.

Zur Petition.

Es besteht auch die Möglichkeit, anonym zu unterschreiben. Allerdings hat eine Petition mit (dem hier wohl selbst gesteckten) Ziel von 5.000 Unterschriften, selbst wenn sie diese erreicht, erfahrungsgemäß kaum Aussicht auf Erfolg.

Um aber mehr Unterschriften zu erhalten (durch Verbreitung auf Facebook und andere Kanäle) wäre es m. E. gut, wenn die Petition knapper wäre. Niemand liest heutzutage mehr so viel. Drei, vier Sätze sind das Maximum, dann wird weitergeklickt.

Zur Petition habe ich noch eine Frage.

Wo finde ich dies in der Ausschreibung? Oder gibt es noch Ausschreibungsunterlagen, die bisher nicht öffentlich sind?:

"Durch die europaweiten Ausschreibungen der gesetzlichen Krankenkassen für die Versorgung der Patienten mit einer Langzeit-Sauerstoff-Therapie ist die Gefahr in Verzug, dass zukünftig durch den Kostendruck auf die Anbieter etablierte Versorgungsformen wegfallen, wie dies auch schon in der Ausschreibung der AOK Rheinland-Hamburg geschehen ist.
Zudem droht, dass durch Ausschreibungen die medizinisch indizierte Versorgung mit einer für den Patienten personalisiert getesteten Sauerstoffquelle nicht mehr verlässlich ausgeführt wird.

Der ärztlichen Verordnung mit ihrem bindenden Charakter soll eine Einheitslösung übergestülpt werden, die mit dem Verlust an Mobilität und Qualität in der Gesundheitsversorgung der Betroffenen einhergeht. Das per Grundrecht dem Patienten zugesicherte Recht auf Mobilität wird hierdurch untergraben."

Quelle: https://www.openpetition.de/petition/online/beibehaltung-aller-bisherigen-etablierten-versorgungsformen-bei-der-langzeit-sauerstoff-therapie

Danke.

Gruß

Leya

JuttaMH

Avatar von JuttaMH

Beiträge: 12

Re: AOK Rheinland Hamburg schreibt Sauerstoff aus !

16.02.2014 14:05:44

Ich versuche einmal den anklickbaren Link

Bitte unterschreiben , es ist wichtig für Euch

Letzte Änderung: 16.02.2014 14:06:40 von JuttaMH

Liebe Grüße Jutta

Liane51

Avatar von Liane51

Beiträge: 256

Re: AOK Rheinland Hamburg schreibt Sauerstoff aus !

17.02.2014 13:19:30

Hallo Leya,

schade daß du auf deinen sehr fundierten Beitrag keine Antwort, oder eine Beipflichtung, bekommst.
Leute, die morgens um 5 Uhr in der Lage sind solche Beiträge zu schreiben, könnten viel zu unserem geplanten Protest beitragen.
Im Übrigen glaube ich auch, daß mit diesem Thema, das ja normale gesunde Personen nicht interessiert, keine 5000 Unterschriften zusammenkommen.

Viele Grüße
Liane

bibiviola

Beiträge: 3362

Re: AOK Rheinland Hamburg schreibt Sauerstoff aus !

17.02.2014 13:40:19

hi,

wenn ich es richtig interpretiere, dann stehen auf der rechten Seite ja die Institutionen, aus deren Bereichen die meisten Unterschriften kommen.
Dabei sind wohl die fettgedruckten diejengen, die am meisten Unterschriften beigesteuert haben.
Es fehlt ja auch noch die Auswertung der Unterschriftenlisten der einzelnen SHG's.
Aber mehr, als immer wieder diese Petition hinzuweisen, kann man leider auch nicht.

Es gibt ja auch noch andere größere Institutionen, deren Namen überhaupt nicht auftauchen.

Liane51

Avatar von Liane51

Beiträge: 256

Re: AOK Rheinland Hamburg schreibt Sauerstoff aus !

17.02.2014 13:47:49

Gut, das du darauf hinweist, mir wäre das gar nicht aufgefallen.

Hoffentlich wird das noch nachgeholt.

P.S. der letzte Absatz ist gemeint

Letzte Änderung: 17.02.2014 13:49:08 von Liane51

fjkoelzer

Beiträge: 44

Re: AOK Rheinland Hamburg schreibt Sauerstoff aus !

08.04.2014 11:35:41

Sehr geehrte Mitstreiter,

die erfolgreiche Petition der Deutschen SauerstoffLiga LOT e.V. gegen die Folgen von Ausschreibungen zur Langzeit-Sauerstoff-Therapie durch die Krankenkassenauf auf der Plattform "openpetition" endete am 18. März 2014 nach 6 Wochen Zeichnungsfrist. . Das selbstgesetzte Ziel von 5000 Unterschriften wurde mit 6.092 Zeichnungen deutlich überschritten und dokumentiert die Bedeutung des Themas für die Betroffenen. Die Petition liegt in ihrem ausführlichen Inhalt, der wesentlich umfangreicher und substanzieller sein konnte und auch wegen unserer Argumente sein musste, dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages seit dem 05.02.2014 vor, der Eingang ist mit Schreiben vom 17.02.2014 bestätigt. Die Prüfung des Anliegens läuft und "....Das Ergenis des Petiotionsverfahrens hängt allein vom Inhalt der Petition ab und nicht von einer möglichen Zahl von Unterstützern oder Gegnern.....", heißt es im Anwortschreiben des Petitionsausschusses. Trotzdem war die Veröffentlichung richtig und wichtig für uns Betroffene. Die offizielle Übergabe der Unterschriftenliste an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) dient in erster Linie der Untermauerung des grandioses Votums der Unterzeichner. Die Übergabe an einen politischen Mandatsträger ist in Vorbereitung und wird voraussichtlich im Rahmen unseres Workshops zum gleichen Thema im Rahmen des Pneumologischen Kolloquiums am 28. Jun in der Geschäftsstelle der Deutschen SauerstoffLiga in Bad Reichenhall erfolgen. Über den Fortgang werden Sie über eine e-Mail aus "openpetition.de" heraus und auf unserer Internetseite informiert. Für die Unterstützung bedanke ich mich bei allen Zeichnerinnen und Zeichnern , besonders aber bei Menschen, die den Link zur Petition über sämtliche soziale Medien verbreitet haben und auch besonders bei denen, die mit dem Auslegen, Erfassen und Hochladen von fast 500 Unterschriftenlisten ihren ganz persönlich beachtenswerten Beitrag zum Erfolg dieser Petition geleistet haben. Mehr zu Geschichten rund um die Petition können Sie demnächst auf unserer Internetseite nachlesen.

Franz-Josef Kölzer, Beisitzer Gesundheitspolitik, Deutsche SauerstoffLiga LOT e.V.

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