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Thema "Sauerstoff und Berufstätigkeit":

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Forum | Sauerstoff-Langzeit-Therapie | Sauerstoff und Berufstätigkeit

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Hope 55

Beiträge: 4

Sauerstoff und Berufstätigkeit

23.02.2014 17:51:04

Liebe Mitglieder,
Ich bin neu hier und habe erst seit kurzem O2. Im Moment stehe ich vor der für mich großen Entscheidung, ob ich mit O2 arbeiten gehen soll oder nicht. Deshalb möchte ich mich gerne mit Menschen austauschen, die in einer ähnlichen Situation sind. Wer kann mir helfen?

Liebe Grüße

Hope55

erika

Beiträge: 106

Re: Sauerstoff und Berufstätigkeit

23.02.2014 18:37:23

Hallo Hope 55,
man kann sehr wohl und sehr gut mit O2 arbeiten gehen, wenn man genügend Kräfte für den Job hat.
Ich hatte eine Bürotätigkeit; zu Hause hatte ich einen Tank mit Flüssigsauerstoff. Für die Fahrtwege von und zum Büro habe ich den Stroller benutzt, den ich zu Hause gefüllt habe. Auf der Arbeit hatte ich einen Konzentrator, den ich in meinem Zimmer hatte. Wenn ich das Büro verlassen musste, habe ich den Stroller benutzt. Die ganzen Geräte wurden problemlos von der BEK gestellt und von Vivisol geliefert.
Wenn Du Kraft genug für Deinen Job hast, sollte die Arbeit kein Problem sein. Schwieriger dürfte es wohl bei Jobs sein wie Handwerkerarbeiten, Außenarbeiten etc. Für Bürotätigkeiten ist die Sauerstoffversorgung kein Problem. Für individuelle Fälle kann man sicher eine Lösung finden, wenn man sich informiert.
Du wirst sicher auch noch gute Tipps von Lot Mitgliedern bekommen, wenn Du Deine Situation etwas detaillierter beschreibst.
Grüße
Erika

Wolfgang1

Beiträge: 490

Re: Sauerstoff und Berufstätigkeit

23.02.2014 20:05:54

Hallo Hoppe 55 ! Du kannst dich in deinem Betrieb auch mit der Berufsgenossenschaft in Verbindung setzen , die sind auch mit für die Berufliche Absicherung für Sauerstoffpflichtige in Zusammenarbeit mit der KK zur Unterstützung verpflichtet , Wolle

Hope 55

Beiträge: 4

Re: Sauerstoff und Berufstätigkeit

23.02.2014 21:02:52

Liebe Erika,
über deine schnele Antwort habe ich mich sehr gefreut. Ich bin Lehrerin und habe Angst vor Infekten. Die Gefahr ist halt in der Schule groß.Ich bin immer in die Schule gegangen, auch wenn ich eine Erkältung oder ähnliches hatte. Heute weiß ich, dass das nicht gut für meine Lunge war. Kennst du Menschen, die mit O2 unterrichten? Da ich noch nicht lange O2 habe, fällt es mir immer noch schwer, damit auf die Straße zu gehen. Konntest du das sofort?

Liebe Grüße
Anne (Hope55)

Hope 55

Beiträge: 4

Re: Sauerstoff und Berufstätigkeit

23.02.2014 21:05:56

Lieber Wolle,
danke für deinen schnellen Tipp. Ich blicke hier noch nicht ganz durch. Kannst du z.B. lesen, was Erika mir geschrieben hat?
Liebe Grüße
Anne (Hope55)

Wolfgang1

Beiträge: 490

Re: Sauerstoff und Berufstätigkeit

23.02.2014 22:05:13

Hallo anne ja ich kann lesen was Erika geschrieben hat , kannst du nicht hoch skrollen af ihren Beitrag , der steht über meinem . wolle

Letzte Änderung: 23.02.2014 22:05:50 von Wolfgang1

Wolfgang1

Beiträge: 490

Re: Sauerstoff und Berufstätigkeit

23.02.2014 23:04:15

Hallo Anne was Erika meint ist folgendes ,,, mit der COPD kann man natürlich arbeiten das kommt immer auf den Gesamtzustand an , man soll sich auf keinen Fall einigeln und das Leben so aktiv wie möglich weiter zu gestallten , auf keinen Fall sich einigeln und nicht wegen der Angst vor Infekten die Wohnung nicht mehr zu verlassen , gegen Infekte kann man sich zu jeder Zeit schützen aber nicht wenn man es vermeidet unter Menschen zu gehen , abschotten ist der falsche Weg , viel Bewegung , Atemgymnastk , Lungensport , viele Spaziergänge all das begünstigt den Umgang mit der Krankheit und hält die Atemwege fitt , durch nichts tun verschlimmert sich die COPD ,schleichent das mußt du dir immer vor Augen halten , am Anfang der krankheit hat sich fasst jeder eingeigelt und man muß langsam lernen mit der Krankheit zu leben , ich mach dir den Vorschlag , wir haben tägl um 17 Uhr einen Chat wo wir Betroffenen uns austauschen schau doch mal rein und mach dir ein Bild von unserer Truppe , Du bist herzlich willkommen , Wolfgang !

erika

Beiträge: 106

Re: Sauerstoff und Berufstätigkeit

24.02.2014 10:05:35

Hallo Hope 55,
das Problem, sich nicht auf die Strasse zu wagen, haben wir alle zu Anfang gehabt. Ich habe aus heiterem Himmel angefangen zu heulen, in der U-Bahn, am Arbeitsplatz etc, insbesondere wenn Leute mich darauf ansprachen. Ich bin dann zu einer Selbsthilfegruppe gegangen und einer Lungensportgruppe und habe dort neue Bekanntschaften gemacht, die mir ungemein geholfen haben. Mit vielen meiner früheren Bekannten ist der Kontakt stark reduziert, hauptsächlich aus dem Grund, dass ich körperlich nicht mehr viel mit denen gemeinsam machen kann, außer essen gehen, Kino, Theater. Alles andere ist körperlich zu anstrengend für mich. Dafür habe ich neue Sauerstoffpatienten als Bekannte.
Ich kannte mal eine Lehrerin, die Sauerstoff nahm und bis Anfang 60 unterrichtet hat. Für sie war das viele und laute Sprechen am anstrengendsten. Man muss sich oft die Hände waschen, kann ja auch in der Schule ein Desinfektionsmittel deponieren.
Ich denke mir, wenn Du die körperliche Kraft noch hast, solltest Du nach Möglichkeit nicht den Beruf aufgeben, aber man muss sich schonen. Auf keinen Fall sich krank zur Arbeit schleppen. Die Lungensportgruppe war für mich persönlich das Beste, was mir in meiner Situation passieren konnte. Vielleicht findest Du in Deiner Gegend ja auch eine.
Ich habe mir auch eine Kickinger Brille zugelegt, bin extra nach Reichenhall gefahren. Die ist optisch super. Man sieht kaum, dass man einen Schlauch benutzt. Ist nicht ganz billig, würde ich aber immer wieder machen. Werde mir dieses Jahr noch eine Kickinger Sonnenbrille zulegen.
Ich denke mir immer, es gibt schlimmere Krankheiten und bin froh, dass es den Flüssigsauerstoff und Konzentratoren gibt. Ich verbringe jetzt immer 4 Wintermonate in Andalusien. Inzwischen sind wir hier im Ort schon zwischen 5 und 8 Sauerstoffpatienten. Nur nicht aufgeben!
Schöne Grüße
Erika

reni27

Beiträge: 45

Re: Sauerstoff und Berufstätigkeit

24.02.2014 18:12:48

Hallo,
ich bin seit Oktober 2012 sauerstoffpflichtig und arbeite auch als Lehrerin. Ich nutze auch die Kickinger-Brille und mit Autotank ist das alles kein Problem. Natürlich kann es passieren, dass man sich leicht erkältet, aber ich lasse mich regelmäßig gegen Grippe impfen und beim ersten Anzeichen einer Erkältung schone ich mich und habe so schon oft Schlimmeres verhindert.
In der Schule war die Akzeptanz von Kollegen und Schülern überhaupt kein Problem. Ich bin halt die, die immer mit einem Rucksack rumläuft und die Treppen nicht auf einmal schafft.
Schon vor meiner Sauerstoffpflichtigkeit habe ich einen eigenen Klassenraum gehabt, so dass ich nur einmal am Tag die Treppen hinauf muss und dann mit Sekretariat, Lehrerzimmer und meinem Klassenraum auf einem Niveau bin. Wenn ich in einem anderen Raum einmal Klausuraufsicht führen muss, werde ich so eingeteilt, dass ich keine Treppen und kurze Weg habe. Pausenaufsicht etc. muss ich aufgrund meiner Schwerbehinderung nicht machen.
Mittlerweile macht mir meine Sauerstoffpflicht immer weniger aus, so dass ich auch wieder in der Lehrerfortbildung tätig bin.
Vorher konnte ich kaum krauchen und keiner sah warum, jetzt sieht jeder, der genauer hinschaut, dass ich ein Handicap habe und ist meistens verständliger. Ich freue mich, dass ich arbeiten gehe, weil das aufgrund des Jobs noch geht, sonst würde ich vermutlich depressiv werden. Ich denke, man muss mit der Chefetage nur über seine Bedürfnisse reden, die Schwerbehindertenvertretung hilft einem auch, wenn es Probleme geben sollte.
In diesem Sinne, immer positiv - Renate

patt lukic

Beiträge: 3

Re: Sauerstoff und Berufstätigkeit

27.02.2014 17:10:59

ich bin zwar Rentner, aber wenn ich noch Berufstätig wäre, würde ich arbeiten gehen. Warum eigentlich nicht. Nach meiner Meinung kommt es dabei auf die Arbeit an. Auf dem Bau als Dachdecker würde ich selbstverständlich auch nicht mehr arbeiten, aber z.B. irgendwo in einer Verwaltung ! Weil Arbeit ist mehr als Geldverdienen !

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