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Thema "Nächtliche Atemaussetzer":

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Kutscher

Beiträge: 543

Nächtliche Atemaussetzer

09.04.2015 13:25:03

Bin persönlich nicht betroffen, aber evtl. hilft diese Info weiter.

LG Kutscher

Nächtliche Atemaussetzer bei Lungenpatienten sind häufig und sollten behandelt werden

Asthmatiker, Raucher und weitere Patienten leiden überproportional häufig unter dem so genannten Schlafapnoe-Syndrom mit nächtlichen Atemaussetzern. Zur Abklärung sollte eine Untersuchung im Schlaflabor (Polygrafie) durchgeführt werden. Dazu raten die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS). „Bei Patienten mit Schlafapnoe neigen
die Atemwege während des Schlafens immer wieder zu Verschluss, was zu wiederholten Atemstillständen - oft für zehn oder gar zwanzig Sekunden -und sich daran anschließenden, physiologisch erzwungenen Weckreaktionen
führt“, erläutert Prof. Dr. Jürgen Fischer, Vorsitzender des
wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Lungenstiftung und Ltd. Arzt für Pneumologie und Schlafmedizin im Krankenhaus Landshut-Achdorf. Grund ist, dass sich bei den Patienten die Muskulatur im Rachenraum im Schlaf so sehr entspannt, dass die Zunge nach hinten fällt und die Atemwege verschließt.

Gefährlichkeit des Schlafapnoe-Syndroms wird noch immer unterschätzt. In erster Linie verursachen die nächtlichen Atemaussetzer einen unruhigen, oftmals unterbrochenen und damit unerholsamen Schlaf, der zu Leistungsminderung, Gedächtnisstörungen, Gemütsschwankungen und einer
stark ausgeprägten Tagesschläfrigkeit mit erhöhter Unfallgefahr im Straßenverkehr führt. Auf längere Zeit gesehen steigt bei den Betroffenen allerdings auch der Blutdruck und das Herz nimmt Schaden. „Denn der Sauerstoffmangel infolge der Schlafapnoe führt auch zu einer Beeinträchtigung der Herztätigkeit verbunden mit arteriosklerotischen
Veränderungen, die zunächst unbemerkt bleiben mögen, aber die Entwicklung eines Gefäßverschlusses vorantreiben. Die Folgen können Bluthochdruck, Schlaganfälle, Herzinfarkt und weitere Herzerkrankungen sein“, warnt Prof. Fischer. Das Schlafapnoe-Syndrom, unter dem hierzulande etwa drei bis sieben Prozent der Männer und zwei bis fünf Prozent der Frauen leiden, ist insofern eine ernst zu nehmende
Krankheit, die unbedingt fachärztlich behandelt werden sollte.

Erfolgreiche Behandlung mit Atemmaske
Die effektivste Methode zur Behandlung einer Schlafapnoe ist eine nächtliche Atemwegs-Überdruckbehandlung - die so genannte CPAP-Therapie (abgekürzt aus dem Englischen: continuous positive airway pressure) mit einer Atemmaske, die mit einem konstanten Überdruck die Atemwege freihält. „Für rund 70 Prozent der Patienten, die nachts eine CPAP- Atemmaske tragen, kann die Lebensqualität deutlich verbessert
werden“, betont Prof. Fischer. „Sie fühlen sich beim morgendlichen Aufwachen frisch und ausgeschlafen, neigen tagsüber weniger zu Schläfrigkeit und können gleichzeitig ihr Risiko für teils lebensbedrohliche Begleiterkrankungen senken.“ Auch für Patienten, die mit einer Atemmaske nicht gut zurechtkommen sollten, gibt es Therapiealternativen wie z.B. spezielle Unterkieferschienen oder Zungen-Schrittmacher, die das Erschlaffen der Muskulatur im Rachenraum
und damit eine Verengung der oberen Atemwege verhindern.
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