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Thema "Elektro-Rollstuhl":

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Forum | Sauerstoff-Langzeit-Therapie | Elektro-Rollstuhl

Schlauchi 1

Beiträge: 62

Elektro-Rollstuhl

18.04.2015 10:22:49

@ all...
nachdem offensichtlich einige Schnaufis Interesse am Thema
E-Rolli zeigen, hier mal die bisherigen Erfahrungen mit
meiner Krankenkasse, der DAK!

Ich lebe alleine, habe 80% mit G und aG, dazu Pflegestufe 1 - das sind genügend Gründe um einen E-Rolli zu beantragen, kann mich ja selbst schlecht schieben! Um mit den Händen einen Rolli zu bewegen fehlt die Kraft. Wiege 50 Kilo - dazu Gelenkrheuma in den Extremitäten!

Am 6.1.2015 stellte Lungendoc eine Verordnung aus. Am 7.1. rief ich bei der DAK an (man wird nur noch in ein Callcenter verbunden, wenn man die Nr. der nächstgelegenen DAK Zweigstelle anruft). Erhielt die Auskunft solle ein Sanitätshaus (bestimmter Name und Ort) anrufen. Tat ich auch.
Am 14.1. kam ein Mitarbeiter und wir besprachen welchen Rolli ich benötige, wurde von ihm "abgemessen"!

Dann wartete ich (2 x OP Hautkrebs) leider viel zu lange. Am 20. Februar rief ich beim Sanitäshaus an, dort wurde mir gesagt, die DAK lehne die Kostenübernahme ab.

Bei DAK angerufen, ich würde benachrichtigt. Das Einzige was kam war ein Fragebogen. Den schickte ich prompt zurück. Woche drauf wieder angerufen - jetzt würde noch eine Frage vom Lungendoc fehlen. (Er bestätigte mir, dass diese Frage nicht in seinem Fragebogen enthalten war). Er bestätigte umgehend, dass ich NICHT fahruntüchtig bin!

Nach einer Woche rief ich beim Sanitätshaus an - dieses erhielt von der DAK am 27.3. eine schriftliche Absage der Kostenübernahme!
Mir wäre angeblich am 1.4. ein erneuter Fragebogen zugesandt worden (der bis heute noch nicht bei mir ankam) ich müsse dem Besuch eines Hilfsmittelberaters zustimmen, denn ohne meine Zustimmung dürfe er nicht kommen.

Danach drohte ich mit dem VDK, schrieb ihnen einige Bundessozialgerichts Urteile und fragte ob die DAK wirklich nicht wisse, dass sie mir innerhalb von 5 Wochen eine
Kostenübernahme zusagen müssen! Dass ich diesen ganzen Zirkus als Hinhaltetaktik betrachte und mich dagegen verwehren würde! (Immer mit dem Hinweis, dass sich der Sachbearbeiter/in nicht betroffen fühlen müsse)!

Plötzlich brauchte ich diesen ominösen Fragebogen nicht mehr auszufüllen und der Hilfsmittelberater war am 14.4. hier.
Er beham sich eher wie ein Hilfsmittel-abrater, denn als Berater! Wozu ich den E-Rolli brauche? Ob ich hier auf der Landstraße fahren wolle - ich wohne wirklich im hinteren Teil der Welt! Wie ich alleine den E-Rolli transportieren wolle? (Es gibt kleine Flaschenzüge die man in fast jedes Auto einbauen lassen kann, die den E-Rolli per Fernbedienung ins Auto rein/raus hieven. Dazu ist keine Kraft nötig).

Nun soll ich innerhalb von zwei Wochen von der DAK Nachricht bekommen... und ich warte!! Aber nur diese zwei Wochen, dann rufe ich beim VdK an.

Vor 6 Jahren hatte ich übrigens das gleiche Theater mit der DAK wegen der O² Versorgung. Sie sähen keine medizinische Notwendigkeit für eine Flüssigsauerstoffversorgung wurde mir schriftlich mitgeteilt, obwohl 3 Ärzte: Hausarzt, Lungendoc und Rehadoc eine Verordnung über 24h ausstellten!

Ich drücke jedem Einzelnen von Euch die Daumen, dass Ihr eine bessere KK habt als ich. 40 Jahre einbezahlt nie beansprucht. Von meiner winzig kleinen Altersrente werden mir auch noch monatlich 20 € für die DAK abgezogen...
wer alt und krank ist in Deutschland hat wirklich die
A****-Karte gezogen!
Diese Karte spiele ich jetzt aus - ich habe nichts mehr zu verlieren.
Alles Gute
Schlauchi

Letzte Änderung: 18.04.2015 10:23:36 von Schlauchi 1

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Kutscher

Beiträge: 543

Re: Elektro-Rollstuhl

18.04.2015 13:04:15

Hallo Schlauchi !

Je mehr man sich mit den Behinderten und somit den GKV´s beschäftigt, umso schwieriger ist speziell der Umgang mit der KK im allgemeinen. Was vor 4-5 Jahren noch problemlos genehmigt wurde, braucht heute schon massiven Widerspruch der kranken Beitragszahler. Für mich vermute ich schon fast, das bei der Nennung meiner Versicherungsnummer alle Glocken in der KK direkt schrillen. Ist mir egal, denn es geht mir ausschl. um meine gesundheitlichen Probleme und da habe ich eben keinen anderen Ansprechspartner als meine KK. Außerdem kommt es m.E. auch sehr oft vor, wie man sein Anliegen vorträgt und mit wem man dort spricht. Mich hat ein Mitarbeiter letztes Jahr 2x wissentlich belogen -Beweis durch email Korrespondenz- und da habe ich mich strikt geweigert, mit diesem Typen überhaupt noch zu reden. Der KK-Chef wurde von mir informiert und nach 1 Woche hatte ich eine nette Dame als Kontaktperson. Bin bis heute sehr gut mit Ihr klargekommen und auch sehr zufrieden.

Vor knapp 1 Jahr benötigte ich eine Kostenübernahme für eine med. Maßnahme, nicht pneumologischer Art. Diese wurde mir abgelehnt, obwohl dieselbe Maßnahme mir vor 8 Jahren sofort genehmigt wurde. Die KK blieb stur und hat auf eine geänderte Gesetzesnovellierung aus 2011 hingewiesen. Ich habe dem notgedrungen beigegeben und eingeschwenkt. Aber seitdem schon gemerkt, daß mir die KK bei einigen Dingen wie Hilfs-
mitteln z.B. schon etwas wohlwollender entgegenkommt.

Selbstverständlich sollte man wie in Deinem Fall die KK klar auf den Rechtsweg hinweisen -nicht nur VDK- und dann einfach abwarten, wie diese reagiert.

Drücke Dir alle Daumen und hoffe, daß sich bald eine für beide Seiten faire Lösung ergibt. Habe nur den Eindruck, daß in der Vergangenheit bei Dir da leider einiges schief gelaufen ist und daran sollte man die KK klar und deutlich im schriftlichen Widerspruch erinnern. Es gibt eine gute Broschüre mit dem Titel: Nachteilsausgleiche für Behinderte.
Ansonsten auch hier im Forum unter Recht & Gesetz....

LG Kutscher

Schlauchi 1

Beiträge: 62

Re: Elektro-Rollstuhl

18.04.2015 14:23:30

@ Kutscher...
jahaa - heute bin ich firm in diesen Sachen, doch vor 7 Jahren hatte ich keinerlei Ahnung, dachte die KK hilft mir schon. Diese Ahnungslosigkeit hat sie mehr als ausgenützt.
Dazu der Schock, dass ich aus dem vollen Leben durch den Kollaps der Lunge herausgeschossen wurde, keinen Plan hatte wie es weitergehen soll.
Jetzt habe ich einen Master-Plan:
keine Absage mehr hinnehmen, sondern mein Recht durchsetzen,
ich bin krank und ich muss wissen was ich brauche - die DAK weis das nicht!
Die handeln alle nach Vorgabe: Sparen - Sparen!
LG Schlauchi

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friedel 60

Avatar von friedel 60

Beiträge: 410

Re: Elektro-Rollstuhl

18.04.2015 19:33:32

Hallo ich glaube ich bin froh bei der Barmer Krankenkasse zu sein habe noch nie Probleme gehabt.
mfg friedel

Letzte Änderung: 18.04.2015 19:35:36 von friedel 60

Hella W

Avatar von Hella W

Beiträge: 338

Re: Elektro-Rollstuhl

22.04.2015 10:41:26

Friedel, dann hast du bis jetzt Glück gehabt. Die Barmer ist jetzt mit der DAK zusammen.

VG
Hella

Kutscher

Beiträge: 543

Re: Elektro-Rollstuhl

23.04.2015 15:22:38

Hella W schrieb:

Friedel, dann hast du bis jetzt Glück gehabt. Die Barmer ist jetzt mit der DAK zusammen.

VG
Hella

Hella, wie kommst Du denn auf das schmale Brett ? Die Barmer Leute sind absolut überrascht und keiner weiß etwas davon.
Würdest Du es uns bitte näher erklären, danke sehr !

LG Kutscher

iko

Beiträge: 5249

Re: Elektro-Rollstuhl

23.04.2015 21:18:33

Lieber Schlauchi,
ich drücke dir BEIDE Daumen, daß es so schnell wie möglich klappt.
Alles Liebe wünsche ich dir.

Lieben Gruß aus Hamburg
Birgit (Iko)

Schlauchi 1

Beiträge: 62

Re: Elektro-Rollstuhl

24.04.2015 09:56:02

@ all...
danke für den netten Zuspruch. Bis jetzt "warte" ich noch immer. Kommenden Mittwoch, am 29.4. sind die 14 Tage vorbei... in diesem Zeitraum sollte ich laut "Hilfsmittel-Abrater" wink von der DAK "hören"!
Schlauchi

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18.01.2018

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