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Forum | Medizintechnik | COPD Bronchodilatation hat Vorrang

Kutscher

Beiträge: 555

COPD Bronchodilatation hat Vorrang

08.05.2015 13:32:39

Hier mal wieder ne intressante Info, auch bzgl. Ultibro...

LG Kutscher

COPD
Bronchodilatation hat Vorrang

In der COPD-Therapie sind die Weichen neu gestellt worden: Weg vom frühzeitigen Einsatz von inhalativen Steroiden, hin zur starken, gegebenenfalls dualen Bronchodilatation.

Von Dirk Einecke

MANNHEIM. Der Reflex "COPD ist Entzündung, wenn Entzündung, dann Kortison" ist nicht richtig, sagte Professor Jens Schreiber, Chefarzt der Abteilung Pneumologie, Universitätsklinik Magdeburg.

"Wir wissen, dass die Entzündung bei COPD kaum steroidsensibel ist und dass inhalative Steroide auch Probleme machen können, vor allem Pneumonien", so Schreiber bei einer von Novartis Pharma unterstützten Veranstaltung beim Internistenkongress.

Indiziert sind inhalative Kortikosteroide (ICS) bei COPD-Patienten, die häufig exazerbieren, sonst nicht.

In der Praxis werden ICS aber noch undifferenziert eingesetzt, veranschaulichte Schreiber an Hand der Daten des DACCORD-Registers mit circa 6000 Patienten.

Diese zeigen, dass 42 Prozent der Patienten ohne Exazerbationen unnötig mit ICS behandelt werden, aber 53 Prozent der Patienten mit häufigen Exazerbationen keine ICS erhalten. Hier muss besser unterschieden werden, forderte Schreiber.

Leitliniengerecht werden COPD-Patienten im Stadium I so behandelt: Risikofaktoren vermeiden (Rauchstopp), Grippe- und Pneumokokken-Impfung, kurzwirksame Bronchodilatatoren bei Bedarf. Ab Stadium II erfolgt Dauertherapie mit langwirksamen Bronchodilatatoren, je nach Lungenfunktion und Symptomatik mit ein bis zwei Substanzen.

Nur bei häufigeren Exazerbationen ist zusätzlich ein ICS indiziert. Hilft das nicht, kann Roflumilast versucht werden. Eindeutig nicht indiziert sind Theophyllin oder systemische Steroide über längere Zeit, so der Pneumologe.

Schreiber veranschaulichte das Primat der starken Bronchodilatation mit Ergebnissen der ILLUMINATE-Studie. Diese hatte bei gut 500 COPD-Patienten im Stadium II-III Salmeterol / Fluticason mit Glycopyrronium / Indacaterol (Ultibro®) verglichen.

Die LABA / LAMA-Kombi verbesserte Lungenfunktion und Atemnot jeweils signifikant deutlicher als die LABA / ICS-Kombi.

Die duale Bronchodilatation ist deutlich stärker wirksam als die jeweiligen Einzelkomponenten. Darüberhinaus erwies sich die Fix-Kombi aus Glycopyrronium / Indacaterol der freien Kombination Tiotropium und Formoterol hinsichtlich der Lungenfunktion als überlegen. Dies hatte den GBA veranlasst, dem Ultibro® einen Zusatznutzen zu bescheinigen.

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