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Kutscher

Beiträge: 543

Newsletter Hitzewelle...

02.07.2015 10:11:47

Achtung, längerer Text !

Hitzewelle – Vorsorge, Maßnahmen und Hintergrund

Warum ist eine Hitzewelle gefährlich?
Erleben wir eine über mehrere Tage andauernde Hitzeperiode, bedeutet das
für unseren Körper eine große Belastung. Er muss die von außen
einwirkende Hitze durch vermehrte Hautdurchblutung und Schwitzen
ausgleichen, damit es nicht durch eine erhöhte Körpertemperatur zu einer
Überhitzung des Organismus kommt. Für diesen Prozess wird eine große
Menge an Wasser (Schweiß) und Mineralstoffen verbraucht. Wird dieser
Verlust nicht durch ausreichendes Trinken (nicht alkoholischer und am
besten zuckerfreier Getränke) ausgeglichen, kann es zu sogenannten
Hitzeerkrankungen kommen. Einige von diesen können zu einer
ernstzunehmenden, gesundheitliche Bedrohung werden.
Wussten Sie, dass im Sommer 2003 mit ca. 70.000 Hitzetoten allein über
7000 Menschen in Deutschland durch Hitzeerkrankungen verstorben sind?

Was ist eigentlich eine Hitzewelle?
Unter einer Hitzewelle kann man eine außergewöhnlich lang anhaltende
Hitzeperiode verstehen, während der bei einer starken Wärmebelastung die
gefühlte Temperatur an zwei Tagen in Folge über etwa 32 Grad °C beträgt.
Hinzu kommt ein uns allen bekanntes Problem: nicht einmal nachts kann
man Abkühlung finden und ist weiterhin der Hitze ausgesetzt.
Die Steigerung der starken Wärmebelastung nennt man extreme
Wärmebelastung. In diesem Fall liegt die gefühlte Temperatur über 38 Grad.

Welche Hitzeerkrankungen gibt es?
Hier sehen Sie eine Übersicht der möglichen Hitzeerkrankungen und ihre
Anzeichen in absteigender Bedrohlichkeit. Die letzten beiden Spalten
erklären die Entstehung der Hitzeerkrankung und was Sie tun können, wenn
Sie oder einer Ihrer Mitmenschen davon betroffen sind.

Wir empfehlen an dieser Stelle die Handreichung des Umweltbundesamtes
Klimawandel und Gesundheit, der die folgenden Informationen entstammen.

Bei einem Hitzschlag droht Lebensgefahr! Rufen Sie unbedingt den
Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 an!

Wer gehört zur Risikogruppe?
Gehören Sie zu einer der folgenden Bevölkerungsgruppe? Dann achten Sie
ganz besonders darauf, dass Sie in den heißen Monaten des Jahres genug
trinken und sich nicht übermäßiger Sonneneinstrahlung aussetzen.
Besonders gefährdet sind:

Säuglinge und Kleinkinder
ältere Menschen ab 65 Jahren, besonders wenn sie allein leben
Pflegebedürftige
körperlich eingeschränkte Menschen
chronisch kranke Menschen
Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen müssen (z.B. Diuretika)
Menschen, die häufig Alkohol oder Drogen konsumieren
Menschen, die im Freien arbeiten
Sportler
Menschen, die an Bluthochdruck leiden
Übergewichtige

Hitze-Tipps

Achten Sie gerade auf diesen Personenkreis in Ihrer Nachbarschaft, Ihrer
Familie und Ihrem Freundeskreis!
Lassen Sie Kinder niemals im geparkten Fahrzeug sitzen!!
Trinken Sie viel Mineralwasser, auch wenn Sie nicht durstig sind.
(Achtung bei ärztlich beschränkter Flüssigkeitszufuhr!)
Halten Sie sich im kühlen Räumen auf (z.B. klimatisierte Räume) und
kühlen Sie sich mit feuchten Tüchern, kühlen (aber keinen kalten)
Fußbädern oder nehmen Sie eine kühle Dusche.
Vermeiden Sie Hitzeeinwirkung durch Verschließen der Rollläden.
Lüften Sie nachts, in den frühen Morgenstunden oder bei einer kühlen Brise
Vermeiden Sie, wenn möglich, den Aufenthalt in der Sonne. Sollten Sie
dennoch raus gehen, nehmen Sie reichlich Wasser mit sich und tragen Sie
helle, lockere Kleidung und eine Kopfbedeckung.
Nehmen Sie besser mehrmals kleine kalte Mahlzeiten zu sich, wie Salat
o.ä. und achten Sie darauf, dass Nahrung, die gekühlt werden muss,
wirklich gut gekühlt wird.
Vermeiden Sie anstrengende Tätigkeiten wie Sport, Gartenarbeiten oder
ähnliches.
Verfolgen Sie die aktuellen Hitzewarnungen im TV, im Radio oder im
Internet (www.dwd.de/warnungen)
Kennen Sie die Notrufnummer? Mehr Informationen: www.112.eu

Vorsorge-Tipps

Achten Sie auf einen ausreichenden Wasservorrat im Haushalt!
Machen Sie sich fit für den Sommer – durch regelmäßige sportliche
Aktivität kann sich der Körper besser an anstrengende Situationen, wie
große Hitze anpassen.
Bevorraten Sie leichtes Bettzeug – für die besonders heißen Tage reicht
sogar ein dünnes Leintuch als Decke aus.
Wenn Sie Haustiere haben, achten Sie auch darauf, dass diese immer genug
Wasser und ein kühles, schattiges Plätzchen zur Verfügung haben. Lassen
Sie Ihre Tiere nicht allein im Auto zurück!

Zusammenfassung:

Vermeiden Sie Hitzeerkrankungen durch Vorsorgemaßnahmen – bleiben Sie so
oft es geht im Kühlen und trinken Sie genug Wasser!
Achten Sie nicht nur auf Ihre eigene Gesundheit, sondern auch auf die
Ihrer Mitmenschen, gerade wenn Sie einer Risikogruppe angehören.
Wenn Sie Anzeichen einer Hitzeerkrankung wie Schwindel, starker
Kopfschmerz, Erbrechen, usw. (siehe Tabelle) verspüren, suchen Sie einen
kühlen und schattigen Ort auf. Sorgen Sie für Abkühlung durch feuchte
Tücher. Sollten die Anzeichen der Hitzeerkrankung stark ausfallen oder
nach einiger Zeit nicht besser werden, suchen Sie bitte unbedingt einen
Arzt auf!

Genießen Sie den Sommer und die Sonne immer mit Verstand – vermeiden Sie
übermäßige Hitzebelastung und Sonneneinstrahlung durch stundenlanges
Sonnenbaden oder vermeidbare Anstrengungen im Freien.
--
[@uelle Deutsches Institut für Katastrophenmedizin ] [
http://goo.gl/jkjMGj ]

Wünsche einen schönen Donnerstag

LG Kutscher

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