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Thema "Meine Erfahrungen mit Reha-Kliniken....":

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Forum | Medizinische Fragen | Meine Erfahrungen mit Reha-Kliniken....

Kutscher

Beiträge: 543

Meine Erfahrungen mit Reha-Kliniken....

07.09.2016 09:10:35

Hallo zusammen !

Falls der Admin zustimmt, würden wohl einige im Forum hier gern hier Berichte lesen von Foristen über Ihre Erfahrungen in div. Kliniken. Hatte in 1996 meine 1. Reha, ab 2000 aber immer nach Rü mit meiner KK und den Ärzten jährliche Rehas. Bis auf die Jahre 2000, 2011 und 2015 war ich immer in Bad Reichenhall auf der Salzburgerstr. Kann und werde diese Klinik immer wieder empfehlen, nur komme ich leider seit 2015 aufgrund der hohen Fahrtkosten von NRW bis Bayern nicht mehr dorthin. Die anderen Kliniken und meine Eindrücke:

1996 = Utersum, Wyk auf Föhr:
Erste Reha und sehr positive Eindrücke, leider hatte ich damals schon Probleme mit dem Reizklima. Kann die aktuelle Situation leider jetzt nicht mehr beurteilen.

2000 = Bad Lippspringe, Martinusquelle:
Zum damaligen Zeitpunkt definitiv akzeptabel und gutes Klima, aber für mich seit 2015 auf keinen Fall mehr zu empfehlen. Dies betrifft allerdings nicht alle Therapeuten, 2 von denen waren top. Über den Klinikchef schrieb ich bereits.

2011 = Prerow
Landschaftlich wunderschön gelegen direkt in Strandnähe !!
Zimmer gut und neue Anwendungen wie z.B. die Buddelkiste.
Therapeuten waren "bemüht". Lungenfacharzt war knapp 2 Wochen nicht vorhanden, mußte mit einer Urlaubsvertretung = Allgemeinmediziner meine Anwendungen alleine klären ! Der Klinikchef = Orthopäde war äußerst ungehalten, auch bei der kleinsten Kritik. Wäre am 3. Tag fast abgereist, die KK konnte mich wieder beruhigen. Der Ton in der Klink war sehr rauh, mal vorsichtig ausgedrückt. Traf einen Arzt dort aus einer anderen Klinik wieder, er war sehr unglücklich darüber....

Ein paar wichtige Punkte noch zur Beantragung einer Reha:

a) Immer im Entlassungsbericht der Reha eintragen lassen, das eine Wiedervorstellung aus med. Gründen im folgenden Jahr -nicht erst standardmäßig in 2 oder 4 Jahren- zwingend notwendig ist. Dieser Passus ist wichtig für den eigenen Lufa, welcher ja den neuen Rehaantrag erstellt. Habe mich aber immer selber um die Papiere gekümmert und den fertigen Antrag meines Lufa direkt zum zuständigen Sachbearbeiter meiner KK gebracht. Dort habe ich auch immer direkt meine "Wunschklinik" genannt. Dies erspart sehr viel Zeit bei der Bearbeitung/Genehmigung des Antrages.

b) Vorab eine Klinik aussuchen und die Tagessätze abfragen. Manche Kliniken haben evtl. einen günstigeren Satz als die KK in den "eigenen" Häusern bezahlt. Desweiteren direkt die Verfügbarkeit eines Zimmers und die normale Wartezeit bis zum Rehaantritt abfragen.

c) Nach der Kostenübernahme durch den Kostenträger ( RV oder KK ) hat jeder Patient das Recht auf freie Klinikwahl und den Zeitpunkt/Ort der Reha. Unbedingt darauf drängen, wenn einem die vorgeschlagene Rehaklinik nicht zusagt.

Hoffe doch, ich habe nicht genervt und bin mal auf die weiteren Antworten hier gespannt....

LG Kutscher

Gabi 26

Beiträge: 210

Re: Meine Erfahrungen mit Reha-Kliniken....

07.09.2016 16:26:32

Danke, das hilft mir sehr weiter und ich denke, denen, die nicht viel Erfahrung mit Reha usw. haben, hilft es auch.

Das mit der "dringenden Wiedervorstellung" hätte ich wissen müssen ohmy , Aber ich hoffe, bald wieder zu "dürfen".

friedel 60

Avatar von friedel 60

Beiträge: 414

Re: Meine Erfahrungen mit Reha-Kliniken....

07.09.2016 16:59:19

Hallo Kutscher Danke wie immer aufschlussreich wie alles von dir MFG friedel

Wolfgang1

Beiträge: 471

Re: Meine Erfahrungen mit Reha-Kliniken....

07.09.2016 17:14:12

Hallo Kutscher ! Die Sätze wie,,,,dringend wieder vorstellen ,oder wir empfehlen nächstes Jahr wieder eine Reha,,,,,sind Standartsätze der Kureinrichtungen und interessieren die KKs kaum ,die gehen nach ihren starren Fristen , natürlich hat jede KK ihre eigenen Intervalle , dann geht es danach ob arbeitsfähig o, Rentner und ,und ,und , Gruß Wolfgang !
PS: es gibt nur einen Grund für eine jährliche Reha und die trifft zu wenn man auf einer Organtranspkantations -Liste steht ,da steht dir das gesetzlich zu und darf nicht abgelehnt werden , da hat immer die Transplantationsklinik das sagen ,

Letzte Änderung: 07.09.2016 17:17:50 von Wolfgang1

Kutscher

Beiträge: 543

Re: Meine Erfahrungen mit Reha-Kliniken....

08.09.2016 09:29:35

Wolfgang,

zur jährlichen Reha noch eine Info:

Ich stand von 2003 bis 2014 auf der Transplantationsliste, wurde dann mit 63 aus Altersgründen delistet.

Mir wurde aber vorher in 2001 u.a. noch gesagt, wenn einmal bei einer Reha ein FEV1 Wert unter 0,9 liegt, kann man damit jedes Jahr eine Reha beantragen. Dies habe ich so gemacht, meine KK aber erst Jahre später von meiner Listung erzählt. Meine Transplantationsklinik ist in Essen, die Rehas habe ich überwiegend in Bad Reichenhall gemacht.

Es ist gut möglich, das es bei div. KK andere Grundlagen gibt, kann dies aber nicht beurteilen.

LG Kutscher

Letzte Änderung: 08.09.2016 09:32:07 von Kutscher

Gilla

Avatar von Gilla

Beiträge: 5045

Re: Meine Erfahrungen mit Reha-Kliniken....

08.09.2016 11:05:58

Kutscher schrieb:

Wolfgang,

zur jährlichen Reha noch eine Info:

Es ist gut möglich, das es bei div. KK andere Grundlagen gibt, kann dies aber nicht beurteilen.

Genauso ist es und deswegen finde ich "allgemeine Regeln" aufzustellen, gerade bei Reha, nicht von Vorteil!

Wie man vermutlich hier auch weiß, halte ich von "Holzhammermethoden" besonders Krankenkassen gegenüber auch gar nichts.
Seinen Wunsch durchzusetzen, die Erfahrung habe ich in all den Jahren gemacht, klappt besser mit der sanften Methode.

Nichts für ungut!

Liebe Grüße in alle Richtungen und bewahrt euch ein Lächeln, das wirkt Wunder!

Letzte Änderung: 08.09.2016 11:07:02 von Gilla

Kutscher

Beiträge: 543

Re: Meine Erfahrungen mit Reha-Kliniken....

08.09.2016 18:51:09

Liebe Gilla !

Möchte Dir bzgl. "Holzhammermethoden" doch widersprechen, aus meiner eigenen und langjährigen Erfahrung.

Man redet soviel vom mündigen Patienten. Und wenn er dann seine Interessen stärker wahrnimmt, soll das falsch sein ?

Die jetzige AHB ab 13.9. in Bad Salzuflen hätte ich ohne kräftigen Einspruch, über den Kassenchef meiner KK, niemals genehmigt bekommen. Diese Absage oder Aussage des MD war falsch, oberflächlich und unnötig. Genauso sah es der Kassenchef und hat diese Maßnahme für mich an nur 1 Tag durchgedrückt. Ich bin sehr froh darüber und freue mich auf die nächsten Wochen dort.

Sieh z.B. nur die Themen Hilfsmittel und Urlaubsversorgung. Da gibt es soviele unterschiedliche Standpunkte, welche leider nicht einheitlich für alle GKV´s geregelt sind. Gibst Du klein bei, haste eben Pech gehabt. Und genau dies muß und sollte nicht sein, deshalb meine vorherigen Aussagen, die nicht von einem Rabauken kommen. Wird man von der KK fair behandelt, akzeptiert dies jeder von uns. Nur ist dieses Szenario leider nicht alltäglich und manch einer hier im Forum kann sicherlich von Problemen oder sogar auch Schikanen mit seiner KK erzählen......

LG Kutscher

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