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Thema "Für Ralf - EU-Rente":

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Forum | Recht & Gesetz | Für Ralf - EU-Rente

ursulakb

Beiträge: 1993

Für Ralf - EU-Rente

08.01.2017 17:41:51

Hallo zusammen, ich wende mich heute an Euch da ich echt nicht mehr weiter weiß. Ich kämpfe seit 2012 um EU Rente. 2012 wurde eine Lungenfibrose /COPD unklarer genese festgestellt. Mit Uhrglasnägel/Trommelschläger.Desweiteren Bluthochdruck,niedrigmalmiger chronischer Blutkrebs im Dez.2016 hatte ich einen Tia ,Desweiteren andere chronische Erkrankung.Haut/Augen.Mein Prof ist der Meinung auch andere Ärzte das eine EU Rente angebracht ist.25 Jahre arbeitete ich im Industrie und Schornstein Bau ,Reperatur in Brennöfen
heiss ,Schmutz, Staub, Gase. Leider sind die Gutachten so ausgelegt das icH noch immer Arbeitsfähig bin. Da ich einen Anwalt seit Beginn des Verfahrens habe und nichts anderes erlebe das Unterlagen hin und hergesendet werden, mit der Begründung das erst ein Gutachten zu meinen Gunsten ihn zum Handeln bringt, sonst könne er ja nix machen.Kann mir hier jemand vieleicht weiter helfen. Mir geht es echt nicht mehr gut. Nicht nur körperlich auch meine Seele wird immer kranker.
LG an alle

Moderator-Kommentar:

Hallo Ralf,
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PeterKN

Beiträge: 1953

Re: Für Ralf - EU-Rente

08.01.2017 20:41:33

Hallo Ralf,

wie soll man dir raten? Arbeitest du noch? Bist du bei der Arbeitsagentur gemeldet? Hast du denn schon von der Rentenversicherung einen ablehnenden Bescheid bekommen? Wurde dagegen Widerspruch eingelegt? Wieso Gutachten zu deinen Gunsten? Wenn du der Rentenversicherung deine Ärzte genannt hast, holt sich der medizinische Dienst der RV von dort die Auskünfte über deine Krankheiten. Wieviel Stunden sollst du denn noch arbeitsfähig sein?
Welches Arbeitsumfeld ist bei dir ausgeschlossen?

Du siehst, wie schwierig es ist, ohne diese Angaben etwas zu schreiben.

Herzliche Grüße
Peter

Kata

Beiträge: 143

Re: Für Ralf - EU-Rente

08.01.2017 22:31:59

es ist wirklich schwierig hier Ratschläge ohne Angaben über Arbeitsfähigkeit, Krankschreibung zu geben.
Auch dein Alter wäre interessant, ob eine Umschulung seitens des AA angeboten wurde.
Für rechtliche Auskünfte bzw. Durchsetzung deiner Anträge wäre an erster Stelle mal der VDK ein ädaquater Ansprechpartner.

ursulakb

Beiträge: 1993

Re: Für Ralf - EU-Rente

09.01.2017 23:21:33

Erstmal hallo zusammen danke für das interesse.nun zu den Fragen.
Ich bin seit 2012 zu Hause.Bin Jahrgang 1961 .Habe 25 Jahre im Industriefeuerrungsbau und Industrieschornsteinbau gearbeitet.Täglich 10 std Staub über Atmung, Haut und Mund aufgenommen.2000 wurden die ersten Lungenveränderungen und ausgeprägt Urglasnägel+Trommelschlägelfinger festgestellt .Vom BFA keine Hilfe bekommen.Von 2000 bis 2012 war ich dann weiter in der Baubranche tätig.Seit 2013 zahlt die private BU.Ja Rentenantrag wurde 2012 gestellt.Im August 2013 wurde mir gesagt,das ich mit einer Lungentransplantation rechnen kann.Zum Glück ist es noch nicht soweit.Die Lunge ich chronisch Entzündet,Fibrose,Emphysematöse, mehrere Lymphknoten.
Dazu kommt weiter chronische Lymphatische Leukemie ,und im Dez.2016 hatte ich einen TIA.Rechte seit der Halsschlagader ist zu 50% zu.HWS chronische zervikale Wurzelreizung,sowie Bluthochdruck das mit Medikamenten behandelt wird ,was für Lungenveränderungen und chronische Erkrankung nicht geeignet ist.
Gutachten sind nicht zu meinen Gunsten .
Ich habe bei kurzer Belastung noch genügend Sauerstoff im
Blut.Das würde noch für 6 und mehr std ausreichen.
Im Dez 2016 war ich zum Gutachten vom BFA bei einen psychiatrisch psychotherapeutischen Mediziner. Laut seines Gutachtens sind alle Beschwerden somatoform und ich bin bei intensiver Medikation und stationärer Behandlung in 12 Monaten wieder fit für Arbeitsmarkt.
Ich dank euch erstmal für euer Interesse
LG Ralf

Kutscher

Beiträge: 556

Re: Für Ralf - EU-Rente

10.01.2017 08:22:43

Werde immer sehr mißtrauisch, wenn bei einem COPD Erkrankten ein "phsychiatrischer" Gutachter herangezogen wird.

Direkt Widerspruch gegen das Gutachten einlegen und entweder den VdK oder einen Anwalt zu Hilfe nehmen....

Viel Erfolg,

Kutscher

Letzte Änderung: 10.01.2017 08:23:23 von Kutscher

Wuseline

Beiträge: 22

Re: Für Ralf - EU-Rente

01.02.2017 11:43:41

Hallo Ralf,
leider hab ich in meinen jungen Jahren auch so einen Weg hinter mir. Derzeit kämpfe ich für aG, denn eine Lungen- Diagnose erhielt ich jetzt erst nach 1,5 J. Krankheit. Zuvor wurde meine Atemnot und schlechte Belastbarkeit immer auf Schmerzen geschoben und bei Tests einfach auf "mangelnde Mitarbeit", bzw. Psyche.
Wenn man mal so eine Diagnose an der "Backe" hat, ist man durchaus bei vielen Ärzten abgestempelt.

Ich hatte einen Spontanpneu, das CT unauffällig, einen seltenen Gendefekt- als Ursache- der auch dafür sorgt, dass die Organe nicht kompensieren können. Die Zellen und Organe arbeiten von Grund auf nicht optimal und bei einem kleinen Defekt, löst das direkt Erschöpfungszustände aus. Respiratorische Insuffizienz. Auch Herzfrequenzabfall unter Belastung bei zu niedrig eingestelltem O2.
Nach OP steht jetzt fest, nach Histologiebefund, ich leide auch an Lungenemphysem. Trotzdem erhielt ich von der großen Uniklinik keine Lungendiagnose- durch den seltenen Gendefekt- möchte sich niemand mit meiner Erkrankung auseinander setzen- der Pneumologe war schockiert- kein Konzept- kein gescheiter Arztbrief. Erst durch einen guten Pneumologe, der erstmals die Befunde versuchte zu interpretieren, erhielt ich auch noch obendrein die Diagnose, chronische respiratorische Globalinsuffizienz, also nicht nur der Sauerstoffgehalt ist zu niedrig, sondern auch CO2 mittlerweile erhöht.
Ich bin 32 Jahre alt. Das Durchschnittalter liegt durch den Gendefekt bei unter 25 Jahre.

Beantrage eine Reha! In der Reha wird sich dann zeigen, dass du nicht belastungsfähig bist. Vermutlich wirst du in eine psychosomatische Reha gesteckt- wie ich.
Bei mir war das ein Griff ins Klo, denn ich wurde viel zu viel belastet und erholte mich nicht mehr von der Reha. Abbrechen kam nicht in Frage, denn ich war gezwungen, dort zu bleiben, wegen sonst drohendem Krankengeld- Entzug.
Die Reha empfahl bei mir eine EU Rente. Aufgrund chronischer Schmerzen und Atemnot, die dann auch glatt durchging, ab Antragsstellung rückwirkend. Das einzig Gute an der Sache.

Die Rente bekam ich genehmigt, vor der Diagnose Lungenemphysem und noch vor der Sauerstofftherapie.

Die Reha ersetzt hier einen Gutachter. Und es heißt, keine Rente ohne Reha! Du hast damit dann viel bessere Chancen. Solltest du tatsächlich eine psychosomatische Reha machen, stelle dich auf 5 WOchen ein.
Du sagst ja selbst, die Psyche leidet. Die kann sich durch eine Reha erheblich verbessern.

In welche Reha man kommt, entscheidet die Rentenversicherung. Ich konnte darauf kein Einfluss nehmen- die Reha war qualifiziert für chronische Schmerztherapie- aber nur auf dem Papier. Erst am letzten Tag machte man dann eine Belastungsuntersuchung und auch die Lunge, mit schlechten Ergebnissen. Die Schmerzen die teilweise kaum aushaltbar waren, wurden ärztlich nicht abgeklärt und eine Schmerztherapie- Konsil wurde seitens der Reha abgelehnt. Ich beschwerte mich schriftlich bei der Rentenversicherung.

Bei dir muss das ja nicht so laufen. Die Reha ging recht fix durch bei mir, ca 4 Wochen später bekam ich einen Termin genannt für eine Woche später.

Psychosomatische Befunde immer zu Hause lassen, die Ärzte glauben dir nämlich nicht mehr!

Tatsächlich ist es so, dass psychische Erkrankungen viel schwerwiegender zählen, als organische Erkrankungen. Hier solltest du dein "Vorteil" auch "ausspielen". Eine psychische Erkrankung zur Lunge obendrauf könnte durch aus dein Erfolg auf die Rente verbessern.

Ich habe mich nicht auf Psychopharmaka einstellen lassen. Es wurde mir empfohlen und ich versuchte das auch vor Antragstellung mit einem Anti- Depressiva, was durch die Schmerzmittel aber nicht vertragen wurde.
Du musst keine Medikamente nehmen, die du nicht willst. Und ich wurde auch nicht gezwungen, solche Medikamente einnehmen zu müssen. Es wurde aber empfohlen, wegen Gefahr der Atemdepression durch Schmerzmittel dann aber wieder verworfen.

Mit solchen Medikamenten sollte man echt vorsichtig sein, wenn man sie tatsächlich braucht- ok, aber wenn es ohne geht, ist das immer besser. Diese können schwerwiegende Nebenwirkungen haben bis hin zur Persönlichkeitsveränderung.

Ich hoffe dir mit meinem Beitrag etwas geholfen zu haben.

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11.04.2018

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