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Thema "Umversorgung und EM-Renten Zwang":

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Forum | Sauerstoff-Langzeit-Therapie | Umversorgung und EM-Renten Zwang

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Johann57

Beiträge: 4

Umversorgung und EM-Renten Zwang

08.12.2017 16:41:15

Hallo zusammen,
ich bin Neu hier, bin seit dem September Sauerstoffpatient und zur Zeit ziemlich vom Leben überrollt worden. Ich bin mir auch nicht so sicher ob mein Beitrag hier reinpasst, da er eigentlich 2 verschieden Aspekte hat.

Ich habe seit ca. 10 Jahren COPD, jetzt Stufe 4. Ich war Anfang Februar für 6 Wochen und nochmals im Juni an einer Lungenentzündung erkrankt.

Im August war ich in einer Reha–Einrichtung für COPD. Dort wurde eine Erwerbsunfähigkeit von unter 3 Stunden am Tag festgestellt und eine Flüssig-Sauerstoffversorgung von 2L angeordnet. Seitdem bin ich krankgeschrieben, möchte aber wieder arbeiten gehen.
Mein Arbeitgeber ist damit einverstanden, würde mich bei einer Wiedereingliederung unterstützen und auch in eine Stundenreduzierung einwilligen. Um das zumindest zu versuchen, brauche ich zusätzlich zu dem Cryopal Freelox noch ein kleineres Demand Gerät sowie den Spirit 300. (Arbeite teilweise mit Kleinkindern).Seit fast 2 Monaten bin ich positiv auf Demand-Fähigkeit getestet worden.
Der Lungenarzt hatte mich an die Krankenkasse verwiesen, bei der hatte ich dann mehrmals nachgefragt, wurde von den Sachbearbeitern aber immer auf eine Entscheidung des MDK vertröstet. Der MDK hat nun am 20.11. entschieden, das ich nur noch Sauerstoffkonzentratoren bewilligt bekomme. Das Mobilteil Symbygo das ich dazu bekommen sollte ist aber so groß, dass es für mich unmöglich würde damit zu arbeiten, sowohl mit den Kindern als auch in über 3 Etagen verteilten Arbeitsstelle.
Also habe ich das Gerät abgelehnt und bezahle jetzt seit Dezember den die Flüssig Sauerstoffversorgung selber, bekomme jetzt wohl endlich den Spirit300 und kann ausprobieren, ob es so mit der Arbeit klappen könnte

Nun bekomme gestern von der Krankenkasse eine Aufforderung/Bitte (?) einen Rentenantrag zu stellen. Die Frist ist der 04.01.18. Sollte ich dies nicht tun, würde ich ab dann kein Krankengeld mehr bekommen. Die Krankenkasse hat auch die Rentenversicherung aufgefordert den Antrag anzufordern. Hintergrund scheint zu sein, das durch die Reha eine Rückwirkung möglich ist und die Krankenkasse dann das Krankengeld für die Zeit seit der Reha nicht übernehmen muss. Eine Entscheidungsmöglichkeit scheint es für mich nicht zu geben.

Das sieht für mich jetzt so aus, dass die KK mich die ganze Zeit hingehalten hat, damit ich ja nicht versuche wieder ins Arbeitsleben einzusteigen.
Ich möchte aber weiterhin gerne wieder arbeiten, weiß aber nicht was auf mich zukommen würde, falls dies nicht funktionieren würde. Ich versuche jetzt anwaltliche Beratung zu erlangen, sehe aber langsam schwarz und bin fast geneigt mich in die Erwerbungsunfähigkeit zu fügen.

Gruß Johannes

friedel 60

Avatar von friedel 60

Beiträge: 408

Re: Umversorgung und EM-Renten Zwang

08.12.2017 17:16:44

Hallo Johannes da ist der Rat schwierig. Wie ist deine finanzielle Situation. Kommst du mit der EU.rente aus.
Dazu verdienen kann man ja immer noch etwas mit dem Arbeitgeber abklären. Auf dauer sollte deine Gesundheit das wichtigste sein.Stand auch mit 54 Jahren vor dem gleichen Problem. Meine Entscheidung ich bin in Erwerbsunfähigkeits rente gegangen und habe es nie bereut.
Mfg friedel

Johann57

Beiträge: 4

Re: Umversorgung und EM-Renten Zwang

08.12.2017 17:37:12

Hallo Friedel,

Die EU-Rente wird etwas weniger als 1/3 meines bisherigen Bruttoverdienstes ausfallen.Ob ich damit zurecht kommen werde weiß ich noch nicht, werde es aber letztlich wohl müssen.

Hinzuverdienst Möglichkeiten und deren mögliche Höhe müsste ich noch ausloten.

Ich würde auch gerne selber die Entscheidung treffen können und ich denke dass ich in der Lage bin meine Gefähdung richtig einzuschätzen. Auch würde ich mich meinem Arbeitgeber verpflichtet fühlen, auch in seinem Intresse zu handeln.

Aber das so einfach jemand anders rein nach Aktenlage so eine Entscheidung trifft und mir keine Chance auf Wiedereingleiderung gegeben wird, ist schon extrem bitter. Das macht es nicht einfach sich damit anzufreunden.

Gruß Johannes

Aldo

Beiträge: 69

Re: Umversorgung und EM-Renten Zwang

08.12.2017 20:02:13

Hallo Johann.

Punkt 1 :
Der MDK kann dir und der KK keine Vorschrift machen, welche Art der Sauerstoffversorgung du zu bekommen hast, das bestimmt ALLEIN der Lufa oder die Klinik.

Punkt 2 :
Es kann dich NIEMAND dazu zwingen in Rente zu gehen. Es liegt da wieder im ermessen des behandelnden Arztes ob er dich weiterhin krank schreibt oder nicht. Nach 18 Monaten wirst du nämlich als Krankgeschriebener Ausgesteuert und dir bleibt dann nur noch die Rente oder die Arge.

Punkt 3 :

Es wird für dich zum Risiko, wenn trotz aller Atteste auf Erwerbsunfähigkeit weiterhin arbeiten gehen willst und es machst. Sollter der Lufa der Ansicht sein, das du Flüssigsauerstoff statt Konzi benötigst, hast du ein Problem mit dem Arbeitsplatz. Mischversorgung bezahlt die KK nicht und ob du einen Tank an den Arbeitsplatz bekommen würdest ist auch bei deiner Diagnose fraglich.

Ich weiss nicht wie alt du bist, auch nicht, ob du einen Schreibtischjob hast, der dich körperlich nicht belastet.
Mein Tipp :
Erkundige dich erstmal, was dir als Frührentner an Rente zusteht, was du als dieser noch bei Rentenbezug dazuverdienen darfst. Du darfst nicht vergessen das diese Erkrankung nicht besser wird oder heilbar ist, sondern sich eher im Laufe der Zeit verschlimmern kann. Darum mein Rat, dich zu erkundigen wie oben beschrieben.
Mehr will ich jetzt nicht zu diesem Thema posten.

MFG
Aldo

PeterKN

Beiträge: 1827

Re: Umversorgung und EM-Renten Zwang

08.12.2017 20:07:46

Hallo Johann57,

bist du 1957 geboren, dann bist du sowieso schon 60 Jahre alt und bis zur Rente ist es nicht mehr so lange hin.
Das Krankengeld bekommt man ja nur eine gewisse Zeit, ich glaube höchstens 1 1/2 Jahre. Gesund melden, um wieder arbeiten gehen zu können, kann man sich ja normalerweise selber.
Bei der Krankenkasse würde ich Widerspruch einlegen gegen eine Sauerstoffversorgung mit Konzentrator. In der Wohnung macht das Gerät Lärm, kostet Strom, den du der Krankenkasse berechnest und mit der gegebenen Ausstattung ist keine dir gesetzlich zustehende Mobilität möglich. Bitte deinen Lungenfacharzt um Hilfe, dass du Flüssigsauerstoff bekommst.
Für die Ausstattung an deinem Arbeitsplatz ist die Rentenversicherung zuständig.

Falls noch nicht geschehen, trete dem VdK oder dem Sozialverband Deutschland bei, die dir bei Sozialfragen behilflich sind.

Aldo hat alles auf den Punkt gebracht.

Herzliche Grüße
Peter

Letzte Änderung: 08.12.2017 20:10:29 von PeterKN

sturkopp

Beiträge: 11

Re: Umversorgung und EM-Renten Zwang

09.12.2017 15:09:56

Hallo Johannes,

wie sieht es bei dir mit den Schwerbehinderten Status aus?
Hast du einen Schwerbehindertenausweis? Wenn nicht bitte sofort beantragen.

lg
sturkopp

Johann57

Beiträge: 4

Re: Umversorgung und EM-Renten Zwang

10.12.2017 16:47:07

Hallo zusammen und
Vielen Dank für die Antworten,
leider hatte ich gestern erst einmal einen Tiefpunkt und hab Quasi die Decke über den Kopf gezogen. Entschuldigung.

Gegen die Versorgung mit Konzi hatte ich einen Widerspruch geschrieben, per Mail und Post zugestellt. Trotz Nachfragen habe ich keine Antwort erhalten. Mit dem Versorger habe ich eine zumindest vorrübergehende Versorgung ausgehandelt und muss erst mal die Kosten selber tragen.
Als dann am 01.12. der Konzi kam habe ich der Annahme verweigert. Am 04.12. kam dann die Antwort der KK, das sie meiner „Anfrage“ nicht stattgeben können, da sie ja schon die Kosten für den Konzi übernommen haben. Dagegen kann ich wohl allerdings Widerspruch einlegen. Wie ich das sehe muss ich den erst einreichen um einen in klagefähigen Bescheid zu erhalten.

Laut bisherigen Auskünften durch die KK und der DRV ist meine Situation mit der Rente folgendermaßen:
In der Reha in Bad Ems wurde ich als erwerbungsunfähig eingestuft und seitdem krankgeschrieben. Dadurch wird mein Antrag zu der Reha Maßnahme (irgendwann im April 17) als Rentenantrag behandelt. Gleichzeitig wird die KK als Aufforderer des Antrags eingesetzt und fordert mich nun auf zusätzliche Angaben bei der DRV zu machen. Da mich die KK auffordert hat den Antrag zu stellen, bin ich in meinen Recht darüber zu entscheiden grundsätzlich eingeschränkt. Änderungen zu diesem Antrag sind anscheinend nur mit der Zustimmung der KK möglich.

Natürlich habe ich Bedenken das ich dem Berufsalltag nicht mehr gewachsen bin und das ich mir damit selber schaden würde. Daher bin ich bisher ja immer davon ausgegangen mit einer Wiedereingliederung am Arbeitsplatz beginnen könnte und habe ja nur auf einen Spirit300 gewartet. Mit meinen Arbeitgeber und meinem Arzt war/ist das schon durchgesprochen und abgestimmt. Ich (und mein AG) hätte mich also langsam an mein wirkliches Leistungsvermögen herantasten und beurteilen können, ob dieses noch ausreichen würde. Eigentlich habe ich ideale Arbeitsvoraussetzungen und kann mir meine Zeit und meine Arbeit relativ flexibel einteilen. Einziges Manko ist die Verteilung auf 3 Stockwerke.
Was allerdings rechtlich und finanziell passiert, wenn ich wieder (auch Teilzeit) arbeiten gehe ist mir überhaupt nicht klar. Grade dann wenn es nach einiger Zeit dann doch nicht mehr gehen würde.

Ich werde tatsächlich jetzt Mittwoch 60 Jahre, aber nach Feiern fühl ich mich ganz und gar nicht. Ich habe eine Schwerbehinderung G50, und kann damit 2 Jahre früher in abschlagsfreie normale Rente. Mit max. Abschlägen wäre es schon im Dezember 2018 so weit. Ob diese Rente dann reicht ist eine andere Frage, sie liegt knapp über der EM Rente.

Jetzt habe ich erstmal folgendes unternommen bzw. habe ich vor:
- Mit einen Anwalt im Sozialrecht Kontakt aufgenommen, warte auf Antwort und Termin
- Einen Mitgliedsantrag beim VDK gestellt und um einen Termin gebeten.
- Einen Termin beim LUFA, Attest für Flüssigsauerstoff und noch mal Sprit 300 erfragen, Nachfragen ob er mich für arbeitsfähig hält und das bescheinigt zu bekommen.
- Termin bei der Rehabilitation der DRV um abzuklären wie sie mich unterstützen könnten.
-Termin mit der DRV bezüglich Antrag erst zum 3.01.18
- Mit meinen Arzt die Wiedereingliederung vorbereiten und beantragen ( je nachdem was der Anwalt sagt)
- Mit meinem Arbeitgeber ausloten, in wieweit er mich trotz KK beschäftigen bzw. meinen Jahresurlaub eventuell in Wiedereingliederung umwandeln würde.

Mal sehen wie ich das alles hinbekomme und hoffe ich jetzt nichts vergessen zu haben. Vielen Dank für eure Tipps und Unterstützung.

Gruß Johannes

sturkopp

Beiträge: 11

Re: Umversorgung und EM-Renten Zwang

10.12.2017 18:11:47

Hallo Johannes,

Johann57 schrieb:

Hallo zusammen und
Vielen Dank für die Antworten,
leider hatte ich gestern erst einmal einen Tiefpunkt und hab Quasi die Decke über den Kopf gezogen. Entschuldigung.

Gegen die Versorgung mit Konzi hatte ich einen Widerspruch geschrieben, per Mail und Post zugestellt. Trotz Nachfragen habe ich keine Antwort erhalten. Mit dem Versorger habe ich eine zumindest vorrübergehende Versorgung ausgehandelt und muss erst mal die Kosten selber tragen.
Als dann am 01.12. der Konzi kam habe ich der Annahme verweigert. Am 04.12. kam dann die Antwort der KK, das sie meiner „Anfrage“ nicht stattgeben können, da sie ja schon die Kosten für den Konzi übernommen haben. Dagegen kann ich wohl allerdings Widerspruch einlegen. Wie ich das sehe muss ich den erst einreichen um einen in klagefähigen Bescheid zu erhalten.

Laut bisherigen Auskünften durch die KK und der DRV ist meine Situation mit der Rente folgendermaßen:
In der Reha in Bad Ems wurde ich als erwerbungsunfähig eingestuft und seitdem krankgeschrieben. Dadurch wird mein Antrag zu der Reha Maßnahme (irgendwann im April 17) als Rentenantrag behandelt. Gleichzeitig wird die KK als Aufforderer des Antrags eingesetzt und fordert mich nun auf zusätzliche Angaben bei der DRV zu machen. Da mich die KK auffordert hat den Antrag zu stellen, bin ich in meinen Recht darüber zu entscheiden grundsätzlich eingeschränkt. Änderungen zu diesem Antrag sind anscheinend nur mit der Zustimmung der KK möglich.

Natürlich habe ich Bedenken das ich dem Berufsalltag nicht mehr gewachsen bin und das ich mir damit selber schaden würde. Daher bin ich bisher ja immer davon ausgegangen mit einer Wiedereingliederung am Arbeitsplatz beginnen könnte und habe ja nur auf einen Spirit300 gewartet. Mit meinen Arbeitgeber und meinem Arzt war/ist das schon durchgesprochen und abgestimmt. Ich (und mein AG) hätte mich also langsam an mein wirkliches Leistungsvermögen herantasten und beurteilen können, ob dieses noch ausreichen würde. Eigentlich habe ich ideale Arbeitsvoraussetzungen und kann mir meine Zeit und meine Arbeit relativ flexibel einteilen. Einziges Manko ist die Verteilung auf 3 Stockwerke.
Was allerdings rechtlich und finanziell passiert, wenn ich wieder (auch Teilzeit) arbeiten gehe ist mir überhaupt nicht klar. Grade dann wenn es nach einiger Zeit dann doch nicht mehr gehen würde.

Ich werde tatsächlich jetzt Mittwoch 60 Jahre, aber nach Feiern fühl ich mich ganz und gar nicht. Ich habe eine Schwerbehinderung G50, und kann damit 2 Jahre früher in abschlagsfreie normale Rente. Mit max. Abschlägen wäre es schon im Dezember 2018 so weit. Ob diese Rente dann reicht ist eine andere Frage, sie liegt knapp über der EM Rente.

Jetzt habe ich erstmal folgendes unternommen bzw. habe ich vor:
- Mit einen Anwalt im Sozialrecht Kontakt aufgenommen, warte auf Antwort und Termin
- Einen Mitgliedsantrag beim VDK gestellt und um einen Termin gebeten.
- Einen Termin beim LUFA, Attest für Flüssigsauerstoff und noch mal Sprit 300 erfragen, Nachfragen ob er mich für arbeitsfähig hält und das bescheinigt zu bekommen.
- Termin bei der Rehabilitation der DRV um abzuklären wie sie mich unterstützen könnten.
-Termin mit der DRV bezüglich Antrag erst zum 3.01.18
- Mit meinen Arzt die Wiedereingliederung vorbereiten und beantragen ( je nachdem was der Anwalt sagt)
- Mit meinem Arbeitgeber ausloten, in wieweit er mich trotz KK beschäftigen bzw. meinen Jahresurlaub eventuell in Wiedereingliederung umwandeln würde.

Mal sehen wie ich das alles hinbekomme und hoffe ich jetzt nichts vergessen zu haben. Vielen Dank für eure Tipps und Unterstützung.

Gruß Johannes

Du treibst deine Kosten jetzt unnötig in die Höhe.
Sobald du beim VDK angemeldet bist steht dir gegen eine geringe Gebühr die anwaltliche Betreung durch den Verband zu. Du solltest dir jetzt keinen eigenen Anwalt nehmen, es sei denn du hast eine Rechtschutzvers. die das deckt.

Stell einen Verschlechterungsantrag zu deinem SBA,bei COPD4 bist du zu niedrig eingestuft und vergiss die Merkzeichen nicht(G,aG,B und RF).

Wieviel EM-Rente du ca. bekommst kannst du deiner Rentenauskunft entnehmen. ca.11% gehen für KV und Pflegevers. noch ab. Du darfst auch noch ca. 6300€ im Jahr dazu verdienen.

Gruss
sturkopp

Johann57

Beiträge: 4

Re: Umversorgung und EM-Renten Zwang

15.12.2017 17:25:42

Irgendwie hört es nicht auf.
Der Versorger hatte den Spirit 300 am letzten Freitag gar nicht dabei, dabei zahle ich ja grade deswegen.
Dann bekomme ich letzten Montag einen Anruf von der Krankenkasse. Sie haben jetzt den Widerspruch gelesen und ich würde einen kleineren mobilen Konzi bekommen. Dafür müsste ich aber zum Lufa und mir nochmals eine Verordnung ausstellen lassen. Da dachte ich noch Hurra, mit einem kleinen Konzi könnte ich zurechtkommen.

Am Dienstag meinte der Lufa ich bräuchte keine Dauer-Sauerstoffverordnung mehr. Ich war so perplex, das ich dachte er meinte nur bei Bedarf und hab die Verordnung ganz vergessen. Nach einigen Hin und Her bin ich dann heute Morgen wieder hin, diesmal hat er unter Belastung das Blutgas bestimmen lassen, und siehe da der pO2 Wert fiel auf 42 mm. Jetzt soll sogar auf eine Lungen-Transplantation nachgedacht werden und ich beim LTX in Essen vorstellig werden.

Die Verordnung habe ich dann jetzt auch endlich erhalten:
- In Ruhe 1 L
- unter Belastung 2L ,
- über >16 Stunden/Tag
- demandfähig,
- tragbares Gerät dringend erforderlich zum Erhalt der ADL-Kompetenz.
- D: Sauerstoff-Langzeittherapie
Kann mir jemand sagen was für die Krankenkasse bedeuten wird, bzw. was sie mir damit für Geräte zur Verfügung stellen werden könnte und was Eurer Ansicht nach angebracht wäre?

Heute Morgen wurde mir dann auch schon wieder die Konzentratoren vorbeigebracht. Wieder der SymblyGO. Die Annahme habe ich wieder verweigert, damit hätte es heute nie und nimmer zum LUFA geschafft. Anscheinend besteht die Krankenkasse darauf, mir die Konzentratoren zugestellt und bezahlt zu haben, so dass ich für den Flüssigsauerstoff den vollen Monatspreis von 300 € zahlen soll und nicht einfach nur die Differenz Konzi-/Flüssig, das wären so ungefähr 80 €. Mal sehen wie das so weitergeht.
Den Spirit 300 habe ich heute dann endlich bekommen. Nun kann ich endlich mal testen wie ich damit klar komme und arbeiten gehen könnte.
Die ganzen Anstrengungen und Nervenbelastungen haben mir allerdings gezeigt, dass eine Wiedereingliederung zur Zeit nicht möglich ist. Den Termin mit meinem Hausarzt haben wir erst einmal auf Mitte Januar verschoben.
Termin beim Anwalt ist gemacht, bis auf die erste Beratung deckt es meine Rechtsschutzversicherung ab.
Der VDK hat sich bisher nicht gemeldet, der Aufnahmeantrag war letzte Woche in der Post.
Verschlechterungsantrag ist eine gute Idee, einen ParkErlaubnis (die mir am meisten helfen würde) ist laut Auskunft aber nicht drin.

Durch die ganzen Ereignisse bin ich zur Zeit sowohl körperlich als auch geistig ziemlich erledigt.
Vielleicht muss/sollte ich mich doch in die EM-Rente fügen, so bitter das ist.

Gruß und vielen Dank Johannes

sturkopp

Beiträge: 11

Re: Umversorgung und EM-Renten Zwang

16.12.2017 08:33:26

Hallo Johannes,

beim Verschlechterungsantrag einfach alle Merkzeichen mit einfordern.
Es gibt auch bei COPD die möglichkeit das Merkz. aG zu bekommen.
Sollte es nicht durchgehen mit Hilfe des VDK Widerspruch einlegen.

Gruss
Andre

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