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Thema "ich bin Angehörige und stehe vor einem Berg Fragen":

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Forum | Sauerstoff-Langzeit-Therapie | ich bin Angehörige und stehe vor einem Berg Fragen

tina

Beiträge: 5

ich bin Angehörige und stehe vor einem Berg Fragen

05.01.2007 18:54:57

Neu im Forum und gleich einen Berg voller Fragen - ich hoffe, hier Antworten zu finden....

Betroffen ist meine Mutter, 56 Jahre als, hat vor einem halben Jahr aufgehört zu rauchen, Ephysem-Diagnose seit 6 Jahren. Seitdem war sie bei keinem Lungenfacharzt mehr - unser Hausarzt hat die Medikamente verschrieben und ihr geraten mit dem Rauchen aufzuhören. Vor zwei Monaten hatte sie eine leichte Lungenentzündung wegen der sie für vier Wochen ins Krankenhaus kam, ist jetzt in ner Reha-Maßname. Das Krankenhaus hat einen Konzentrator und ein Mobiles Gerät über die Krankenkasse verordnet.

In zwei Wochen wird sie entlassen und ich weiß so gar nicht wie ich mit ihr umgehen soll, was sie kann oder nicht kann - was ich von ihr verlangen darf oder nicht.

Ein Problem ist das Mobile Teil - es ist sehr schwer, steht auf einem Wagen zum hinterherziehen und hält wohl nur etwa 2 bis 3 Stunden. Das ist bei 4 l natürlich sehr kurz und wird ihr zeitlich gar nicht reichen, wenn sie wieder arbeiten gehen sollte. Da wäre sie sechs stunden außer Haus, mit Hin- und Rückfahrt. Gibts dazu Alternativen?

Danke schonmal fürs Antworten!!!

Ruhrpottmotte

Avatar von Ruhrpottmotte

Beiträge: 2780

Re:ich bin Angehörige und stehe vor einem Berg Fra

06.01.2007 07:28:49

Guten Morgen Tina,

ein Berg voller Fragen sind da um sie zu beantworten, es ist doch prima wenn Du fragst. Da können Dir hier einige bestimmt ein paar Tipps geben, wie derjenige mit seiner Krankheit umgeht. Ich kann also wenn ich Dir hier antworte nur aus meiner Sicht antworten, das muss aber nicht die Sicht einer anderen Person sein, die vielleicht ganz anders alles händelt. Das wirst du dann ja sehen und für Dich und Deiner Mutter das für euch Gute herausfiltern.
Wenn Deine Mutter aus der Reha wieder zu Hause ist braucht sie einen Lungenfacharzt, dennwer Sauerstoff benötigt muss regelm#ßig alle drei Monate untersucht werden ob die Einstellung aussreicht und das kann nur ein Lungenfacharzt, due sagtest ja Deine Mutter hat zur Zeit 4 l. Es kann ja auch sein, daß das reduziert werden kann oder halt erhöht werden muss. Zum Sauerstoffkonzentrator und mobilem Tragesystem: Wenn Deine Mutter damit nicht zu recht kommt soll sie sich vom Lungenfacharzt Flüssigsauerstoff verordnen lassen (das hat den Vorteil das Standmobil ist ganz leise). Ich habe als mobniles gerät den Spirit 300, der hält so ca. 8 Stunden bei 2 l
Der Lungenfacharzt muss eine Begründung schreiben warum das andere Gerät verordnet werden soll: z.B. Mutter kann es nicht tragen, zu schwer, Mutter möchte mobiler sein, viel nach draussen gehen, da reichen die Flaschen nicht usw. Und jetzt zu der für mich schwierigste Frage: Was kann Du ihr zumuten? Eigenbtlich alles wo sie selber sagt das kann ich noch, aber sie muss ganz ehrlich sein und sagen aber dabei brauche ich Hilfe. Z.B. beim fensterputzen, Gardinen aufhängen (kraftaufwendig und strecken), Treppenhaus wischen (lange gebückte Haltung) grosse Einkäufe (schwer zum tragen. Weil Tina, für alle anderen Sachen hat man Zeit genug, man muss nicht alle Türen auf einmal abwaschen, jeden Tag eine reicht auch, oder die Küche abledern, was hindert mich daran, das in zwei drei vier Tagen zu machen? danach ist sie auch sauber. Man muss halt immer nur wo viel tun wie es einem bekommt, man muss mal fünfe grade sein lassen und sagen wenn es einem mal nicht so gut geht: heute mache ich gar nix.
Liebe Tina, berede es mit Deiner Mutter bei welchen Arbeiten sie Hilfe benötigt und dabei hilfst Du ihr dann (was ich toll finde) aber den rest lasse sie ruhig alleine machen, denn wenn Du ihr alles abnimmst dann hat man das Gefühl nix mehr wert zu sein noch nicht einmal für die leichtesten Sachen. Denn es ist auch wichtig, das sie ihr eigenes Leben weiter führen mit der eigenen Familie, mit Freunden, Urlaub usw. Versuche mit der Krankheit tortzdem eine Normalität zu erzielen. Beantrage beim Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis. Ich habe 100 % aG und B bekommen.
So und jetzt zu Deiner letzten Frage der Berufstätigkeit. Hier kann ich auch nur von mir berichten: Ich war bis zu der Erkrankung vor 2 Jahren voll berufstätig und bin aufgrund der Erkrankung erwerbsunfähig geworden auf Dauer und das mit 50 Jahren.
Liebe Tina, ich hoffe ich habe Dir ein wenig die Angst genommen wenn Du noch Fragen hast und ich die beantworten kann mache ich das gerne.
Nehme deine Mama in den Arm und sage ihr wie toll es ist das sie nicht mehr raucht, mache ihr aber niemals den Vorwurf das sie geraucht hatte, daß das Mist war weis jeder selber.
Es grüsst Dich ganz lieb die Ruhrpottmotte

Liebe Grüße Elke
launisch? Ich nenn das spontane emotionale Kreativität

tina

Beiträge: 5

Re:ich bin Angehörige und stehe vor einem Berg Fra

07.01.2007 10:25:14

Danke Ruhrpottmotte für Deine liebe Antwort.

Ich mache Ihr keine Vorwürfe, da ich selbst rauche und weiß wie schwer das ist aufzuhören, bin ich wahnsinnig stolz auf sie, dass sie es überhaupt geschafft hat, denn das hätte ich nie gedacht. Und sie auch nicht - lächel

Einige Fragen haben sich beantwortet - lieben Dank auch an Ursula fürs Telefonat - ich schau mal, wie weit wir jetzt kommen und melde mich ganz sicher wieder.

Horst

Beiträge: 480

Re:ich bin Angehörige und stehe vor einem Berg Fragen

07.01.2007 12:12:33

Hallo Tina
ich kann Ruhpottmotte nur recht geben. Ich habe seit 6 Jahren Sauerstoff und meine Frau wollte mich am anfang auch betütteln das bringt nichts man fällt unweigerlich in die Abhängigkeit und das ist für uns noch schlechter.
Mit dem Sauerstoff wäre ich auch für Flüssigsauerstoff nur bei 4l wäre der Marathon oder Spirit 600 besser den die halten länger und wiegen voll ca: 2,5 Kilo.
Alles gute für die Frau Mama
LG Horst

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