Sauerstoff ist Leben

Liebe Besucher
Wir informieren Mitglieder und Interessierte über den Umgang und die Erfahrungen mit der Sauerstoff-Langzeit-Therapie. In unserem Forum bieten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. Über Ihren Eintrag in unser Gästebuch und Ihr Feedback über diese Website würden wir uns natürlich auch sehr freuen.
Wir wünschen uns, dass diese Seite Ihr Interesse findet und Sie sie an Freunde und Bekannte, die davon profitieren könnten, weiterempfehlen.
Erneuter Todesfall nach Kombination Zigarettenrauchen und Sauerstoff am 11. November 2011
In unserem, seit April eingerichteten Mitgliederbereich, finden Sie neben Formbriefen, Fotoalbum und Galerie, auch Datenblätter zu verschiedensten Geräten der Sauerstoff-Langzeit-Therapie!
Sollten Sie Fragen zu den vergangenen Mitgliederversammlungen haben, werden Sie ebenfalls im Mitgliederbereich fündig!
Jede Verbindung von Sauerstoff mit Öl und Fett ist unbedingt zu vermeiden.
Verwenden Sie keinesfalls öl- oder fetthaltige Cremes (Nasen-, Hautcremes) in Verbindung mit Sauerstoff.
Siehe hierzu auch den Forumsbeitrag von Hans Dirmeier, Ehrenvorsitzender der Deutschen Sauerstoffliga LOT e.V.
aktuell Rückruf von Nasenspray aktuell
Jeder Mensch muss atmen. Dies allein versorgt ihn ausreichend mit Sauerstoff.
Wer aber braucht zur Raumluft noch zusätzlichen, reinen Sauerstoff? Nach den Leitlinien zur Langzeit- Sauerstofftherapie ist eine Verordnung von Sauerstoff notwendig, wenn ein Patient trotz Ausschöpfung aller Medikamente zu wenig Sauerstoff im Blut hat. Er leidet an einer chronischen Unterversorgung- an einer schweren Hypoxie, die nur noch mit Sauerstoff behoben werden kann, Meist hat er eine jahrelange Karriere als leidenschaftlicher Raucher hinter sich. Er hat harmlosen Raucherhusten und Auswurf auf die leichte Schulter genommen, leidet aber schon bei geringer körperlicher Belastung an Atemnot. Selbst das Treppensteigen fällt ihm schwer. Er leidet an einer schweren chronisch-obstruktiven Bronchitis, einer COPD. Der arterielle Sauerstoffpartialdruck liegt bei mehrfachen Messungen < 55 mm Hg. Für den Kranken ist dann der Sauerstoff die einzige Möglichkeit zu überleben und ein aktives Leben zu führen. Er hat die Chance, seine soziale Isolation zu verlassen und vielleicht sogar beachtliche Aktivitäten zu entwickeln.
Aber nur wenn er die medizinischen Zusammenhänge zwischen seiner Krankheit und der notwendigen Therapie verstanden hat, wird er bereit sein, diese Therapie rund um die Uhr konsequent durchzuführen. Es erfordert ein hohes Maß an Disziplin und logistischer Flexibilität, um wirklich in allen Lebenssituationen genügend „Stoff“ mit sich zu führen. Nur ein medizinisch und technisch exzellent geschulter Patient wird diesen Herausforderungen gewachsen sein.
Die Deutsche Sauerstoffliga LOT e.V. hat es sich zur vordringlichen Aufgabe gemacht, für alle Betroffenen eine strukturierte und bundesweit einheitliche Schulung zu entwickeln. Sie begleitet den Betroffenen bei der Bewältigung seiner- nun für alle - „sichtbaren Behinderung“. Sie hilft ihm bei der Auswahl des richtigen Gerätes, sie unterstützt ihn mit medizinischen und technischen Rat bei der Durchsetzung seiner Therapie gegenüber den Krankenkassen und stellt Kontakte zu anderen Patienten her. Das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe steht an erster Stelle. Nur ein Betroffener wird die Ängste, Zweifel und Hilflosigkeit verstehen, die die Worte des Arztes auslösen, dass man ab sofort lebenslang und möglichst 24 Stunden täglich an der „Sauerstoff-Leine“ hängen muss.
Auf unserer Webseite finden sie alles Wissenswerte über ihre Therapie. Sie können dort in einem Forum ihre Sorgen vortragen und erhalten umgehend professionellen Rat. Namhafte Pneumologen engagieren sich in unserem wissenschaftlichen Beirat und beantworten ihre medizinischen Fragen. Zusätzlich gibt es einen medizinisch-technischen Beirat, in dem fast alle Sauerstofflieferanten ihre neusten Medizinprodukte zeitnah vorstellen. Für Patienten, die das Medium Internet noch nicht einsetzen, ist der 02-Report gedacht, der 2 x im Jahr erscheint. Zusätzlich gibt es über das ganze Bundesgebiet verteilte regionale Gruppen, die sich monatlich ganz in Ihrer Nähe treffen. Dort werden in familiärer Atmosphäre Ihre Probleme besprochen. Der Höhepunkt des Jahres ist aber der Patientenkongress im ehrwürdigen königlichen Kurhaus in Bad Reichenhall. Er findet jedes Jahr im Herbst statt. Dort haben sie Gelegenheit Vorträge international bekannter Ärzte zu hören, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und die Geräte vor Ort in einer großen Industrieausstellung life zu testen.[/a]
Die Krankenkasse muss die Kosten einer Sauerstoff-Langzeittherapie übernehmen, da Sauerstoff ein lebensnotwendiges Medikament ist. Aber sie verlangt auch eine detaillierte Angabe der Sauerstoffmenge in Ruhe, nachts und unter Belastung, bevor eine Kostenzusage erfolgt. Um den „Stoff zum Überleben“ verordnet zu bekommen, muss der Patient zu einem Lungenfacharzt oder einem spezialisierten Internisten gehen, der durch mehrmalige Blutgasanalysen nachweisen muss, ob der Sauerstoffgehalt im Blut tatsächlich unter dem geforderten Grenzwert von 55 mm Hg liegt. Liegt dieser Wert schon unter Ruhebedingungen vor, erhält der Patient sofort Sauerstoff, ansonsten müssen Belastungstests durchgeführt werden, um einer Unterversorgung vorzubeugen. Durchgesetzt hat sich der 6-Minuten-Gehtest, der unter Messung der Sauerstoffwerte die Gehstrecke misst, die der Patient in 6 Minuten zurücklegt.
Nachdem Sauerstoff ein Medikament ist, muss er für jeden Patienten in der richtigen Dosierung verabreicht werden. Zu wenig Sauerstoff ist genauso gefährlich wie zu viel. Der mündige Patient muss seine Verordnung kennen und einhalten. Er muss wissen, wie viel Liter Sauerstoff er in Ruhe, nachts oder unter Belastung benötigt.
Sinnvoll ist ein Sauerstoffpass, den er immer bei sich trägt. Er muss darauf bestehen, dass er vom Händler vor Ort in sein Gerät verständlich und umfassend eingewiesen wird.
Bei akuter Atemnot nützt ein Aufdrehen des Sauerstoff-Flusses genauso wenig wie die unkontrollierte und hastige Inhalation eines Asthma- Sprays. Die Ursachen der akuten Atemnot können vielfältig sein. Nur der Arzt kann verlässlich erkennen, ob eine Umstellung der Therapie notwendig ist. Durch eine eigenmächtige Erhöhung der Sauerstoffmenge kann sich der Patient in akute Lebensgefahr begeben. Oft sind Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit oder Benommenheit die ersten Anzeichen für eine Überdosierung und für eine drohende C02-Narkose.
Die Sauerstoff-Langzeittherapie muss alle 3 Monate beim Lungenfacharzt oder einen qualifizierten Internisten durch eine Kontrolle der Blutgase überprüft werden. Bei akuter Verschlechterung ist eine sofortige Behandlung notwendig, um eine drohende Unterversorgung zu vermeiden.
Wenn sie die 10 Gebote einer Sauerstoff-Langzeittherapie befolgen, werden sie diese Therapie schätzen und als „fast gesunder Mensch„ wieder aktiv am Leben teilnehmen können.
1. Einleitung der Therapie beim Lungenfacharzt oder qualifizierten Internisten
2. Bestimmung der Sauerstoffwerte in Ruhe, nachts und unter Belastung
3. Führen eines Sauerstoffpasses mit den aktuellen Werten
4. Testung eines Sparautomaten und Eintrag der Demandfähigkeit in den Sauerstoffpass
5. Einweisung durch den Sauerstofflieferanten auf das genehmigte Gerät zu Hause
6. Einhaltung der festgelegten Therapiezeiten von mindestens 16 Stunden
7. Keine körperliche Belastung ohne Sauerstoff
8. keine eigenmächtige Veränderung der ärztlich verordneten Sauerstoffmenge ( kein Aufdrehen des Flows !)
9. regelmäßige Kontrolle alle 3 Monate und sofort bei Verschlechterung
10.Eintritt in die Deutsche SauerstoffLiga LOT e.V.
Die Deutsche SauerstoffLiga LOT e.V. feierte am 29. September 2007 ihr 10 jähriges Bestehen und ist stolz darauf, über 2300 Patienten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Werden auch Sie Mitglied und feiern sie mit uns unter dem Motto ‚Den Jahren Leben geben - mit Sauerstoff’.

Dr.Birgit Krause-Michel
Pneumologin/Somnologin/Psychotherapeutin
Zentrum Innere Medizin/LungenZentrum
Kreiskrankenhaus 83435 Bad Reichenhall
Vorsitzende der Deutschen Sauerstoffliga LOT e.V.
e-mail : vorstand@sauerstoffliga.de
Zuletzt aktualisiert am 07.01.2012
Website zuletzt geändert am
15.05.2012
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